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Campo di Marte

Campo di Marte

(Archiv-Tipp 9/2013)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973 (CD-Reissues 1994 und 2006)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: United Artists
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Enrico Rosa Gitarre, Mellotron, Gesang
Mauro Sarti Schlagzeug, Flöte, Gesang
Alfredo Bartucci Horn, Flöte, Klavier, Orgel, Gesang
Carlo Felice Marcovecchio Schlagzeug, Gesang
Paul Richard (Ursillo) Bass, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Primo Tempo 8:10
2. Secondo Tempo 3:20
3. Terzo Tempo 6:20
4. Quarto Tempo 3:15
5. Quinto Tempo 5:58
6. Sesto Tempo 5:12
7. Settimo Tempo 8:28
Gesamtlaufzeit40:43


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Noch eine italienische Formation, die sich nach ihrer ersten Platte gleich wieder trennte. Campo di Marte stammten aus Florenz, kreativer Kopf der Gruppe war Gitarrist Enrico Rosa, der auch alle Stücke auf dem titellosen Debut komponiert hat. Interessant ist die Besetzung: zwei Schlagzeuger, außerdem noch ein Hornist.

Die Stücke des 1973 aufgenommenen Albums tragen keine Titel, sondern sind lediglich durchnummeriert von "Primo Tempo" bis "Settimo Tempo", so dass sich der Eindruck von Teilen eines Ganzen ergibt. Gesang gibt es insgesamt wenig, einige Teile sind auch ganz instrumental.

Der erste Teil legt gleich ziemlich heftig los, mit rockenden Gitarren und heftigem Georgel, dazwischen gibt es auch mal eine sanfte Passage mit schönem Flötenspiel. Der zweite Teil zeigt dann ganz die lyrisch-pastorale Seite der Band: Flöte und Horn geben diesem instrumentalen Stück eine verträumte Atmosphäre. In den letzten paar Sekunden kracht dann unvermittelt eine E-Gitarre rein, die auch den dritten Teil eröffnet, wo sich sanfte Passagen von Klavier und Flöte mit bombastischen Mellotroneinsätzen und heftigen Gitarren abwechseln.

Der vierte Teil ist zunächst von schnellen Orgelläufen mit Anklängen an Kirchenmusik bestimmt, klingt dann aber mit einem Akustik-Gitarrensolo aus. Dieses leitet wiederum den fünften Teil ein, in dem wieder pastorale Klänge angesagt sind. Akustik-Gitarre und Flöten verleihen dem Stück eine stark folkloristische Note, später setzt noch das Mellotron mit kräftiger Untermalung ein. Dieser Teil klingt ein wenig nach Celeste.

Im sechsten und siebten Teil geht es insgesamt heftiger und gitarrenlastiger zu, obwohl sich immer wieder auch sanfte Passagen finden. Besonders gefällt mir hier das klassisch anmutende Hornsolo im sechsten Teil, hier kommt dieses Instrument mal richtig zur Geltung.

Insgesamt ein sehr schönes abwechslungsreiches Album, das jedem Italoprog-Liebhaber zum empfehlen ist. Wie man auf der Homepage der Band lesen kann, sind Campo di Marte im Sommer 2003 erstmals nach 30 Jahren wieder live aufgetreten, von der Urbesetzung war allerdings außer Enrico Rosa nur noch Mauro Sarti dabei. Das Konzert soll im Oktober 2003 auf einer Doppel-CD erscheinen, zusammen mit einer Liveaufnahme von 1972. Man darf gespannt sein!

Anspieltipp(s): Secondo Tempo, Sesto Tempo
Vergleichbar mit: Banco
Veröffentlicht am: 17.8.2003
Letzte Änderung: 17.8.2003
Wertung: 11/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 3)


Das einzige Album von Campo Di Marte zählt zu den abwechslungsreichsten Werken des Italo Progs. Hier sind nahezu alle Elemente vorhanden, die für die italienische Variante der progressiven Rockmusik so charakteristisch waren. Hierzu zählen ausgedehnte Instrumentalpassagen, in denen ein spielerischer Wechsel zwischen melancholischer Romantik und schroffen Rockpassagen vollzogen wird. Die instrumentale Palette reicht hier von majestätischen Klavierpassagen, die ihren Ursprung in der klassischen Musik haben, über bombastische Orgel- und Mellotronsequenzen bis hin zu fast schon hardrockig anmutender Saitenbearbeitung. Hierzu gesellt sich variantenreiches Flötenspiel, das zusammen mit breitflächigen Mellotronflächen wie im Fall von "Quinto Tempo" für eine wunderschön romantische Stimmung sorgt. Im Kontrast hierzu steht dann der sich anschließende sechste Abschnitt dieses Albums in Form von "Sesto Tempo", wo in sperriger Manier ein eindrucksvoller Gegenpol zu dem vorangegangenen Wohlklang geboten wird. Neben rockig-schrägen Gitarrenpassagen sorgen mystische Tastenläufe zusammen mit einem Waldhorn und beherztem Flötenspiel für eine kaum zu beschreibende Stimmung. Eine sehr engagiert agierende Rhythmussektion rundet das Ganze äußerst souverän ab.

Das gesamte Album stellt in seiner Vielfalt ein sehr homogen wirkendes Werk dar, bei dem sich die scheinbar gegensätzlichen Elemente zu einem eindrucksvollen symphonischen Gesamtwerk zusammensetzen. Gerade die mannigfaltige Instrumentierung ist die große Stärke des Sounds von Campo Di Marte. Im Vergleich zu den anderen Vertretern der Zunft agierten Campo Du Marte insgesamt weit weniger keyboardorientiert. Dennoch erreichten sie trotz der sparsamen Verwendung von Tasteninstrumenten ebenfalls eine symphonische Tiefe. Kaum eine Band aus dieser Epoche hat es derart perfekt verstanden, den komplex-sperrigen Sound mit dem schöngeistigen Romantiksound auf solch eine eindrucksvolle Art und Weise zu verknüpfen.

Anspieltipp(s): Sesto Tempo
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.1.2004
Letzte Änderung: 4.1.2004
Wertung: 12/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 3 von 3)


2006 wurde "Campo di Marte" von btf/Vinyl Magic im Rahmen ihrer Reissue-Serie italienischer Prog-Klassiker auf CD wiederveröffentlicht. Wie immer bei dieser Serie ist das Ganze sehr schön aufgemacht. Ein die LP nachahmendes Klappcover nimmt die CD und das umfangreiche Beiheft auf. Das Material wurde zudem remastert und kommt daher druckvoll und klar aus den Boxen.

Eine Besonderheit dieses Reissues gibt es des Weiteren zu vermelden: Die Stücke haben eine andere Reihenfolge als auf der LP und auch als auf dem älteren CD-Reissue von Mellow Records. Auf Betreiben der Plattenfirma (United Artists Records), die die jeweils härteren Stücke an den Anfang der beiden LP-Seiten stellen wollte, wurden 1973 nämlich die Nummern des Albums anders angeordnet (wodurch sie auch andere Titel bekamen), als es die Gruppe geplant hatte. Diese "falsche" Reihenfolge ist nun auf dieser Wiederveröffentlichung von "Campo di Marte" korrigiert worden, so dass sich das Werk so präsentiert, wie es die Gruppe ursprünglich konzipiert hatte.

Die Abfolge der Nummern ist jetzt folgende (Besitzer der Mellow-CD-Version können ja ihren CD-Player entsprechend programmieren):

1. Quinto Tempo (ursprünglicher Name: Prologo Parte I)

2. Sesto Tempo (ursprünglicher Name: Prologo Parte II)

3. Settimo Tempo (ursprünglicher Name: Prologo Parte III)

4. Primo Tempo (ursprünglicher Name: Riflessione Parte I)

5. Secondo Tempo (ursprünglicher Name: Riflessione Parte II)

6. Terzo Tempo (ursprünglicher Name: Epilogo Parte I)

7. Quarto Tempo (ursprünglicher Name: Epilogo Parte II)

Ansonsten haben meine beiden Vorschreiber die Musik von Campo di Marte schon sehr treffend beschrieben. Hardrock, Symphonisch-Progressives und ein Schuss Jazzrock vereinigen sich hier zu einem sehr überzeugenden Ganzen, welches durch den zurückhaltenden Gesang, Sartis und Barduccis Flötenspiel und den gelegentlichen Einsatz eines Waldhorns einen recht eigenen Charakter bekommt. "Campo Di Marte" bietet vielleicht nichts weltbewegend Neues im Bereich des klassischen Progs, ist aber ein sehr virtuos vorgetragenes und abwechslungsreich konzipiertes, wenn auch nicht übermässig komplexes Konzeptwerk um den Krieg, welches sich in jeder Sammlung mit progressiver Musik vom Stiefel gut macht!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.5.2006
Letzte Änderung: 10.7.2008
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Campo di Marte

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Concerto Zero - Live 1972/2003 9.00 2

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