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Änglagård

Epilog

(Siehe auch: Leitfaden "Skandinavischer Prog der 90er Jahre")
(Archiv-Tipp 7/2005)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994 (Zum 2.mal wiederaufgelegt 2003, erhältlich direkt beim Label)
Besonderheiten/Stil: instrumental; RetroProg
Label: Exergy
Durchschnittswertung: 14.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Anna Holmgren Flute
Tord Lindman GTR
Jonas Engdegard GTR
Thomas Johnson Keys, Mellotron, Hammond
Johan Högberg Bass
Mattias Olsson Drums

Tracklist

Disc 1
1. Prolog 2:00
2. Höstsejd 15:32
3. Rösten 0:14
4. Skogsranden 10:48
5. Sista Somrar 13:10
6. Saknadens Fullhet 2:00
Gesamtlaufzeit43:44


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 5)


Der Nachfolger von "Hybris", und ich weiß wirklich nicht, welche von beiden die bessere Platte ist. "Epilog" hat einen ähnlichen Grundsound, ist aber diesmal ganz instrumental, etwas ruhiger und noch ein gutes Stück melancholischer, düsterer als "Hybris". Eine unglaublich dichte Stimmung wird aufgebaut, die die ganze Platte anhält. Außerdem gibt es nur wenige echte Melodien; hauptsächlich suhlt sich die Band in moll-melancholischen Riffs und dichten Arrangements mit vielen ruhigen Stellen, aus denen immer wieder eruptiv scharrender Baß und jaulende Gitarren herausbrechen.

Die Instrumentierung ist im wesentlichen wie beim Vorgänger, wobei vielleicht hier Thomas Johnsons Keyboards etwas mehr im Vordergrund stehen.

"Epilog" klingt von der Produktion her edler und erwachsener, Schlagzeuger Mattias Olsson spielt immer noch atemberaubend präzise, aber nicht mehr ganz so hervorstechend wie auf "Hybris", dafür gibt es einige erstklassige, zwar nicht übermäßig auffällige, aber instrumental hervorragende und kompositorisch passende Baß-Arbeit von Johan Högberg.

Alles in allem eine herausragende symphonische Prog-Platte, die an düsteren Herbstabenden besonders gut wirkt, aber auch sonst immer eine gute Figur macht.

Anspieltipp(s): Höstsejd
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2002
Letzte Änderung: 4.4.2002
Wertung: 15/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 5)


Die Unterschiede zu "Hybris" sind wirklich nur akademischer Natur. Auch dieses Album ist eine Perle und ein Geschenk für Freunde von anspruchvollem, symphonischem Prog. Und es ist eine Entdeckungsreise in eine Musikwelt, die neuartig, die mal verstörend, mal verzaubernd und immer Aufmerksamkeit einfordernd ist. "Höstsejd" ist mein Lieblingsstück dieser Platte und wohl das beste von Anglagard überhaupt.

Auch hier die Höchstnote meinerseits. Gehört ebenfalls in jede Sammlung.

Anspieltipp(s): durchhören !
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2003
Letzte Änderung: 14.5.2003
Wertung: 15/15
passt auch noch in den Inselrucksack !

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 3 von 5)


Glück und Wehe liegen eben nah beisammen... Am 14. Juni 2003 spielten die wiedervereinigten Änglagard auf dem Freakshow-Festival in Würzburg... und ich habe diese Sternstunde der Musik (was jeder, der dabei gewesen ist, gerne bestätigt) leider verpasst. Aber immerhin habe ich mir dann am 15. Juni auf eben diesem Festival die CD "Epilog" gekauft... und damit habe ich zumindest zu einem Teil persönliche Wiedergutmachung geleistet.

Ich kann mich hier meinen Vor-Schreibern nur anschließen: Eine rein instrumentale CD, die auf derartigem Niveau beeindruckt und fesselt, ist mir noch nicht untergekommen (ein Einschränkung vielleicht: Die "MIND Volume 1" von Isildurs Bane ist von ähnlicher Klasse, aber nicht rein instrumental, wenn auch überwiegend). Es ist mir eigentlich noch nie gelungen, die CD, nachdem sie einmal eingelegt und gestartet ist, an einem Punkt des Hörens abzubrechen. Ich musste die CD immer ganz anhören, weil mir ein Unterbrechen einfach nicht möglich erschien. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das noch getoppt werden kann, auch nicht von Änglagard selbst. Alleine der Genuss von "Höstsejd" ist die Investition in diese CD wert. Um diesen Titel hinreichend zu beschreiben, fehlen mir leider die richtigen Worte, alles was mir einfällt, erscheint mir zu schwach, um das Erlebnis dieser ruhigen, schwebenden Musik-Parts immer wieder unterbrochen von aggressiven Ausbrüchen vor allem von der Gitarre, aber auch den Keys, zu beschreiben.

Leute, kauft Euch dieses Album, jetzt sollte es auch bei den einschlägigen Versendern wieder leichter erhältlich sein... und ein Änglagard-Konzert werde ich sicher nicht mehr verpassen.

Anspieltipp(s): Höstsejd.... Quatsch! Alles hören!
Vergleichbar mit: nein
Veröffentlicht am: 29.6.2003
Letzte Änderung: 29.6.2011
Wertung: 15/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 4 von 5)


Zu ihrer Wiederauferstehung hat sich die schwedische Band entschlossen, endlich die längst vergriffenen Alben "Hybris" (1992) und "Epilog" (1994) wieder aufzulegen. Und wie zeitlos die Musik von Änglagård wirklich ist, das demonstrieren wohl beide Alben auf eindrucksvolle Weise.

In seiner Intensität habe ich aber noch nichts großartigeres als "Epilog" gehört. War das Debütalbum schon sehr intensiv in seinen Stimmungen, bot Melancholie pur und war trotz der retrospektiven Zutaten doch eigenständig, so treibt "Epilog" eben all dieses auf die Spitze. Hier wird mit Stimmungen gespielt, das Mellotron scheint allgegenwärtig. Die drei langen Stücke auf diesem Album nehmen einen gefangen und ziehen einen unweigerlich in ihren Bann. Da wechseln todtraurige Klangbilder, nur durch Flöte und Piano angestimmt, mit stimmungsvoll durch Akustikgitarre und Hammond Orgel erzeugten Landschaften. Dazwischen gibt es ein Anschwellen und Abebben geradezu unvermuteter Natur, so als würden plötzlich unzählige Gewitter über einem hereinbrechen, erzeugt von heftigen elektrischen Entladungen der Gitarre und des Basses, dazu ein Donnergrollen des Schlagzeugs. Der bei "Hybris" noch vorhandene und reichlich dünne Gesang wurde gänzlich durch Instrumentierungen ersetzt und man vernimmt hier und da nur leise ahhh's und ohhh's zur Verstärkung der Stimmung.

Diese Album ist ein Meisterwerk seines Genres. Wer die Sounds der 70er wie Mellotron, Hammond und Flöte liebt, der wird nicht umhin kommen sich "Epilog" zuzulegen. In seiner Intensität ist mir noch nichts vergleichbares untergekommen. Dies ist so ein Album, bei dem man ohne bedenken sagen kann, Licht aus, Kerzen an, am besten Regenwetter und Gewitter, und man befindet sich mittendrin.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.8.2003
Letzte Änderung: 2.1.2004
Wertung: 14/15
hier gibts das Höchstmaß an Stimmungen!

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 5 von 5)


Meinen verehrten Vorrednern scheint durch die Bank das zweite Änglagård-Album besser zu gefallen als das erste. Nun, mir geht es anderherum. Ich mag "Hybris" lieber, trotz, oder gerade wegen, des Gesanges. Die Songs auf "Epilog" scheinen mir ein kleines bißchen zu konstruiert zu sein. Das mag aber auch daran liegen, daß ich mich jahrelang mit der Live-Platte "Buried Alive" zufrieden geben mußte, auf der hauptsächlich Songs vom Debut zu finden sind, mir diese also wesentlich geläufiger sind.

Trotzdem Meisterwerk! Trotzdem Kaufpflicht!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.2.2004
Letzte Änderung: 24.2.2004
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Änglagård

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1992 Hybris 14.40 5
1996 Buried Alive 10.50 2

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