Bury My Heart At Wounded Knee
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Garden of Delights |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Sabine Merbach |
Gesang |
| Conny Veit |
Gesang, Gitarre, Flöte, Moog |
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| Daniel Fichelscher |
Schlagzeug, Bass |
| Florian Fricke |
Mellotron, Klavier |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
This Morning
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5:40
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| 2. |
In A Sacred Manner
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4:42
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| 3. |
Sundance Chant
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4:09
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| 4. |
Young Coyote
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3:18
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| 5. |
Black Kettle's Ballad
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4:24
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| 6. |
Little Smoke
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5:06
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| 7. |
The Buffalo Are Coming
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7:20
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| Gesamtlaufzeit | 34:39 |
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Rezensionen

Im Frühjahr 1972 trennte sich Gila-Gründer Conny Veit von seinen bisherigen Mitmusikern, sechs Monate später stand aber schon eine neue Besetzung, zu der u.a. Florian Fricke von Popol Vuh gehörte.
Der Titel "Bury My Heart At Wounded Knee" stammt von dem gleichnamigen Buch des Amerikaners Dee Brown, das von der Vernichtung der nordamerikanischen Indianer handelt. Einige Songtexte basieren auf Texten aus Dee Browns Buch.
Musikalisch zeigt sich "Bury My Heart At Wounded Knee" gegenüber Gilas Erstling völlig gewandelt. Statt wilder Krautrock-Orgien sind nun sanfte, folkige, meist von akustischer Gitarre bestimmte Klänge angesagt, die von Klavier oder dezentem Mellotron unterlegt werden. Nur ganz gelegentlich tritt ein bisschen E-Gitarre dazu. Auf spezifische Ethno-Klänge wird dabei weitgehend verzichtet, lediglich der Gesang hat bisweilen einen gewissen rituellen Charakter. In einigen Stücken kommt noch eine leicht psychedelische Komponente dazu. Hier wären vor allem das instrumentale "Little Smoke" sowie das abschließende "The Buffalo Are Coming" zu nennen. Letzteres ist auch der Höhepunkt des Albums: eine siebenminütige, sich ständig steigernde Psychedelic-Folk-Orgie, die schließlich in einer langen Ethno-Percussion-Sequenz, begleitet von rituellen Gesängen, endet.
Insgesamt könnte man von einer "ernsthafteren", nicht so drogengeschwängerten Version der Psychedelic-Folk-Barden Witthüser & Westrupp sprechen. Wer allerdings Krautrock im Stil des ersten Gila-Albums erwartet, könnte eine Enttäuschung erleben.
| Anspieltipp(s): |
Sundance Chant, The Buffalo Are Coming |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
6.9.2003 |
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Eine Geschichte aus der Vergangenheit: ursprünglich aus Stuttgart stammend, hatte es Gila Bandleader Conny Veit 1972 beruflich nach München verschlagen. Zu jenem Zeitpunkt hatte seine Band zwar bereits eine LP aufgenommen, faktisch war die Gruppe aber nicht mehr existent. Doch wie das Leben eben so spielt, fand Veit mit den Popul Vuh Mitstreitern Daniel Secundus Fiechelscher und Florian Fricke zwei neue Musiker für seine Band, seine damalige Lebensgefährtin Sabine Merbach steuerte den Gesang bei und schon war die zweite Version von Gila geboren.
Mit "Bury my heart at Wounded Knee" entstand in gemeinsamer Zusammenarbeit ein der Indianertradition verbundenes Konzeptwerk. Wer noch mehr über die bewegte Geschichte der Band erfahren möchte, kann dies, wie von Garden Of Delights gewohnt, im wie immer sehr ausführlich und vorbildlich gestalteten Booklet nachlesen. Doch auch die Musik hat es in sich. Auf der einen Seite stehen mehr einfach strukturierte Folksongs hauptsächlich dominiert von akustischer Gitarre und Flöte, schön anzuhören, aber nicht unbedingt spektakulär, auf der anderen Seite bekommt man kleine Kunstwerke psychedelisch angehauchten Krautrock / Space Rock zu hören. Wie bei einem indischen Raga steigern sich die Songs, stetig vorangetrieben von schwebenden Gitarren- bzw. Mellotronsounds.
Absolutes Highlight auf dieser CD ist das über siebenminütige "The buffalo are coming", welches wie ein Hörspiel Indianertrommeln, hypnotische Rhythmen und lautmalerisches Bisongetrappel greifbar werden lässt. Über dem ganzen Album liegt dem Thema entsprechend eine verklärte, leicht traurige Grundstimmung, die aber der Musik gerade den besonderen Reiz verleiht. "Bury my heart at Wounded Knee" lebt vor allem von seinen Stimmungen. Traumhaft arrangiert verfehlen die sorgsam gestalteten Songs, die irgendwo zwischen Folk, Art Rock und Psychedelia ihren Platz gefunden haben, auch heute noch ihre Wirkung keineswegs.
| Anspieltipp(s): |
The buffalo are coming |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
30.1.2005 |
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