SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
2.9.2010
Atrox - Terrestrials
It Bites - The Big Lad In The Windmill
Deformica - Paramo
1.9.2010
Collapse Under The Empire - The Sirens Sound
Demians - Mute
30.8.2010
Frogg Café - Bateless Edge
Kevin Hufnagel - Songs for the Disappeared
Emerson, Lake & Palmer - High Voltage
29.8.2010
OHO - Bricolage (CD+DVD)
Anubis - 230503
28.8.2010
Lye By Mistake - Fea Jur
OHO - Okinawa
The Inner Space - Agilok & Blubbo
27.8.2010
Klaus Schulze - La Vie Electronique 8
Lye By Mistake - Arrangements For Fulminating Vective Details
My Brother The Wind - Twilight In The Crystal Cabinet
CANO - Eclipse
26.8.2010
Weather Report - Night Passage
ARCHIV
STATISTIK
16768 Rezensionen zu 10702 Alben von 4015 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Gila

Bury My Heart At Wounded Knee

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Folk; Psychedelic
Label: Garden of Delights
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Sabine Merbach Gesang
Conny Veit Gesang, Gitarre, Flöte, Moog
Daniel Fichelscher Schlagzeug, Bass
Florian Fricke Mellotron, Klavier

Tracklist

Disc 1
1. This Morning 5:40
2. In A Sacred Manner 4:42
3. Sundance Chant 4:09
4. Young Coyote 3:18
5. Black Kettle's Ballad 4:24
6. Little Smoke 5:06
7. The Buffalo Are Coming 7:20
Gesamtlaufzeit34:39


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Im Frühjahr 1972 trennte sich Gila-Gründer Conny Veit von seinen bisherigen Mitmusikern, sechs Monate später stand aber schon eine neue Besetzung, zu der u.a. Florian Fricke von Popol Vuh gehörte.

Der Titel "Bury My Heart At Wounded Knee" stammt von dem gleichnamigen Buch des Amerikaners Dee Brown, das von der Vernichtung der nordamerikanischen Indianer handelt. Einige Songtexte basieren auf Texten aus Dee Browns Buch.

Musikalisch zeigt sich "Bury My Heart At Wounded Knee" gegenüber Gilas Erstling völlig gewandelt. Statt wilder Krautrock-Orgien sind nun sanfte, folkige, meist von akustischer Gitarre bestimmte Klänge angesagt, die von Klavier oder dezentem Mellotron unterlegt werden. Nur ganz gelegentlich tritt ein bisschen E-Gitarre dazu. Auf spezifische Ethno-Klänge wird dabei weitgehend verzichtet, lediglich der Gesang hat bisweilen einen gewissen rituellen Charakter. In einigen Stücken kommt noch eine leicht psychedelische Komponente dazu. Hier wären vor allem das instrumentale "Little Smoke" sowie das abschließende "The Buffalo Are Coming" zu nennen. Letzteres ist auch der Höhepunkt des Albums: eine siebenminütige, sich ständig steigernde Psychedelic-Folk-Orgie, die schließlich in einer langen Ethno-Percussion-Sequenz, begleitet von rituellen Gesängen, endet.

Insgesamt könnte man von einer "ernsthafteren", nicht so drogengeschwängerten Version der Psychedelic-Folk-Barden Witthüser & Westrupp sprechen. Wer allerdings Krautrock im Stil des ersten Gila-Albums erwartet, könnte eine Enttäuschung erleben.

Anspieltipp(s): Sundance Chant, The Buffalo Are Coming
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2003
Letzte Änderung: 6.9.2003
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm @ (Rezension 2 von 2)


Eine Geschichte aus der Vergangenheit: ursprünglich aus Stuttgart stammend, hatte es Gila Bandleader Conny Veit 1972 beruflich nach München verschlagen. Zu jenem Zeitpunkt hatte seine Band zwar bereits eine LP aufgenommen, faktisch war die Gruppe aber nicht mehr existent. Doch wie das Leben eben so spielt, fand Veit mit den Popul Vuh Mitstreitern Daniel Secundus Fiechelscher und Florian Fricke zwei neue Musiker für seine Band, seine damalige Lebensgefährtin Sabine Merbach steuerte den Gesang bei und schon war die zweite Version von Gila geboren.

Mit "Bury my heart at Wounded Knee" entstand in gemeinsamer Zusammenarbeit ein der Indianertradition verbundenes Konzeptwerk. Wer noch mehr über die bewegte Geschichte der Band erfahren möchte, kann dies, wie von Garden Of Delights gewohnt, im wie immer sehr ausführlich und vorbildlich gestalteten Booklet nachlesen. Doch auch die Musik hat es in sich. Auf der einen Seite stehen mehr einfach strukturierte Folksongs hauptsächlich dominiert von akustischer Gitarre und Flöte, schön anzuhören, aber nicht unbedingt spektakulär, auf der anderen Seite bekommt man kleine Kunstwerke psychedelisch angehauchten Krautrock / Space Rock zu hören. Wie bei einem indischen Raga steigern sich die Songs, stetig vorangetrieben von schwebenden Gitarren- bzw. Mellotronsounds.

Absolutes Highlight auf dieser CD ist das über siebenminütige "The buffalo are coming", welches wie ein Hörspiel Indianertrommeln, hypnotische Rhythmen und lautmalerisches Bisongetrappel greifbar werden lässt. Über dem ganzen Album liegt dem Thema entsprechend eine verklärte, leicht traurige Grundstimmung, die aber der Musik gerade den besonderen Reiz verleiht. "Bury my heart at Wounded Knee" lebt vor allem von seinen Stimmungen. Traumhaft arrangiert verfehlen die sorgsam gestalteten Songs, die irgendwo zwischen Folk, Art Rock und Psychedelia ihren Platz gefunden haben, auch heute noch ihre Wirkung keineswegs.

Anspieltipp(s): The buffalo are coming
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.1.2005
Letzte Änderung: 30.1.2005
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gila

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Gila 10.00 1
1999 Night works 8.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum