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Mythologic

Standing in Stillness

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Folk; Progmetal
Label: Progressive Music Management
Durchschnittswertung: 9.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Matusik Guitars
Melissa Rodler Vocals
Chris Rodler Guitars
Brett Rodler Drums

Tracklist

Disc 1
1. Magic to breathe 1:20
2. In Solitude 6:21
3. Standing in Stillness 5:40
4. Battled Beliefs 5:29
5. A dim too dark 9:41
6. Flash of red 5:24
7. Truth undiscovered 6:57
Gesamtlaufzeit40:52


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 3)


Das folkige Vokalintro „Magic to breathe“ der Sängerin Melissa Rodler lässt aufhorchen. Der Gesang bringt stets eine folkige Komponente in den sonst eher düster-harten prog-metallischen Sound der Band. Die Stimme der Sängerin erinnert in der Intonation, die eine smoothe Coolness und Aggressivität ausstrahlt, an Jefferson Airplanes’ Grace Slick. Demgegenüber sind die gitarrenbetonten Instrumentalpassagen meist ziemlich fripp-frickelig gehalten.

Die Variationsbreite der Songs ist - bei aller nervösen Polyrhythmik - nicht sehr groß. Die Songs, in der Melodie harmonisch, weisen keinen ohrwurmartigen Wiedererkennungswert im Refrain auf. Das musikalische Gesamtbild erzeugt aber eine hypnotische Wirkung. Dies führt insgesamt zu einem kompakten, geschlossenen musikalischen Eindruck, zumal die CD „nur“ in LP-Länge eingespielt ist. Mehr wäre hier vermutlich weniger gewesen.

Rush, Fates Warning und King Crimson werden von der Band als Referenzen genannt, was – abgesehen vom Folk-Einschlag - ungefähr hinkommt. Die Musiker firmierten bereits Mitte der 90-er unter dem Namen Leger de Main. Der Sound von Leger de Main findet in Mythologic eine konzentriertere Fortführung.

Anspieltipp(s): In solitude, A dim too dark
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.10.2003
Letzte Änderung: 9.10.2005
Wertung: 10/15

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Von: Georg Heep (Rezension 2 von 3)


Meine volle Zustimmung zur Einschätzung von Christian.

Die Band verbindet auf "Standing in stillness" klassisch progmetalische Gitarrenarbeit und deutlich an Rush angelehnte Bassläufe mit einer ausdrucksstarken weiblichen Stimme. Melissa Rodlers Gesang gibt der Musik von Mythologic nicht nur eine folkige Komponente, sondern erinnert auch an die aktuellen Gothic-Metal-Gruppen, die sich einer Frau am Mikro erfreuen dürfen. Insbesondere Lacuna Coil aus Italien kommen einem beim Hören von Standing in stillness mehrmals in den Sinn, wobei Mythologic im direkten Vergleich aufgrund des Prog-Backgrounds auf die Dauer interessanter erscheinen.

Leider wirkt auch auf mich die CD wie aus einem Guß, und es fällt mangels eingängiger Melodien sehr schwer, einzelne Lieder herauszugreifen, obwohl die Zutaten alle "stimmen". So fließt die Musik gefällig am Hörer vorbei, und nach dem letzten Lied ist man geneigt, sofort erneut auf den Play-Knopf zu drücken, weiß aber eigentlich gar nicht genau warum.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Rush, Dream Theater, Lacuna coil
Veröffentlicht am: 19.10.2003
Letzte Änderung: 19.10.2003
Wertung: 8/15

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Von: Kristian Selm @ (Rezension 3 von 3)


Nach der Devise „Klasse statt Masse“ veröffentlicht das Szenelabel PMM in unregelmäßigen Abständen seine CDs, wobei es sich meist um die vielen Projekte des Labelinhabers und Multiinstrumentalisten Chris Rodler handelt. PMM ist damit so etwas wie DGM für King Crimson: die Möglichkeit der eigenen kreativen Kraft ein Plattform zu bieten. Ob Leger De Main, RH Factor, Gratto oder Andeavor, zwar erreichte leider keine dieser Bands mehr als Respekt im Underground, aber mit besserem Vertrieb wäre sicherlich mehr möglich, denn musikalische Qualität und Inhalt stimmen, wovon man sich auf der labeleigenen Website durch Hörbeispiele überzeugen kann. Das neueste Projekt heißt Mythologic, wie die anderen vorher aufgezählten Bands schlägt es in die gleiche Kerbe des Progressive Rocks der etwas härteren, komplexeren Ausrichtung.

Die bei Mythologic beteiligten Musiker sind keineswegs Unbekannte für die Kenner des Labels PMM. Neben Chris Rodler an Gitarre und Bass, trommelt sein Bruder Brett, hinter dem Mikrofon steht Melissa Rodler, die Sängerin von Leger De Main, inzwischen in die Familie eingeheiratet. Somit wäre eigentlich das komplette Line-Up von Leger De Main zusammen, wobei Gitarrist Steve Matusik (ebenfalls bei Andeavor aktiv) das Quartett vervollständigt. Ganz grob gesprochen ist die stilistische Ausrichtung von Mythologic eine Verbindung von Leger De Main und Andeavor, sprich polyrhythmischer, technisch ausgerichteter Prog Metal, bekommt einen mehr melodischen Kick, etwas mehr rockigen Bombast im frühen Rush Stil verpasst.

Wie bei den Alben von Leger De Main, sind die Kompositionen von Mythologic für das erste Hören nicht gerade eingängig ausgelegt, jedoch aufgrund kürzerer Spielzeit recht zugänglich. Es fehlt vor allem an leicht erkennbaren Melodien, was die Unterscheidbarkeit der einzelnen Songs zu Beginn nicht gerade erleichtert. Überspitzt formuliert: manches klingt irgendwie ähnlich. Doch dies ist nur an der Oberfläche gekratzt. Wenn man sich nämlich intensiv mit diesem Album beschäftigt, schälen sich langsam besser erkennbare Strukturen heraus, gewinnen die einzelnen Phrasen und Songs mehr an Inhalt und Eigenständigkeit. Die fast schon crimsonesken Zwischenteile, voll musikalischer Gewalt und Komplexität stehen im Wettstreit mir den Gesangsparts, mit den melodischen, einfacheren Songteilen. Trotz härterer Ausrichtung, nicht nur aufgrund fehlender Keyboards, kein typischer Prog Metal, sondern inhaltlich vielschichtiger ausgelegt.

Keine Liebe auf den ersten Blick, trotzdem setzt „Standing in stillness“ konsequent die hohe Qualität von PMM Veröffentlichungen fort. Wer es härter und sperriger mag, sich ein Album langsam erarbeiten möchte, der liegt bei Mythologic genau richtig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.6.2005
Letzte Änderung: 25.6.2005
Wertung: 10/15

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