SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
12.3.2010
Ahora Mazda - Ahora Mazda
Autechre - Confield
10.3.2010
Watzlawick - Prologue
Barbara Rubin - Under The Ice
The Barstool Philosophers - Sparrows
Jackie-O Motherfucker - Flags of the Sacred Harp
Kaipa - In the Wake of Evolution
Maxwell's Demon - Diablo
9.3.2010
Finnegans Wake - The Bird and the Sky Above
The Hirsch Effekt - Holon : Hiberno
8.3.2010
Peter Gabriel - Plays Live
Peter Gabriel - IV
Circle - TAANTUMUS
Sven Grünberg - OM
Peter Gabriel - III
7.3.2010
A Silver Mt. Zion - 'this is our punk-rock,' thee rusted satellites gather+sing
Jaga Jazzist - One-Armed Bandit
Rishloo - Terras Fames
ARCHIV
STATISTIK
16291 Rezensionen zu 10366 Alben von 3876 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Abel Ganz

Gullible's Travels

Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1984 (Erscheinungsjahr nicht sicher - keine Info auf der CD)
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: MSI
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Hew Montgomery Keys
Hugh Carter Bass
Paul Kelly Vox / GTR
Unknown Drums

Tracklist

Disc 1
1. The Unholy War 5.53
2. Gullible's Travels 4.23
3. The Hustler 8.09
4. The Pretender 6.26
5. Whose World 5.32
6. Dream Away 7.11
Gesamtlaufzeit37:34


Rezensionen


Von: Fix Sadler @ (Rezension 1 von 3)


Dieses leider keine 40 Minuten lange (ursprüngliche) Kassettenalbum wurde dereinst von UGUM (MSI - die mit den häufig schlechten Aufnahmen und ohne jede Info) wiederveröffentlicht.

Unter dem Umstand betrachtet, dass (wie man getrost annehmen darf) keiner der vielen Mitglieder, die im Laufe der Jahre zur Band kamen und wieder gingen, ernsthaftes Interesse daran hatten, etwas eigenständiges zu machen, mag ich diese Truppe einfach. Geboten wird wieder einmal eine heftige Prise Genesis, mit Pathos und Neoprog-Elementen. Trotzdem ist Gullible's Travels durchaus etwas "selbstorientierter", da man hier mit Paul Kelly (für A. Reed vom Debut) einen Sänger und Gitarristen präsentiert, der einigen Kompositionen mehr Herzblut, Bombast und ernsthafte Gitarrenarbeit beigefügt hat. Singen kann der Bursche eigentlich nicht, aber die Intensität, mit der er die Geschichten über Outlaws im Wilden Westen, Bonnie Prince Charlie oder Gulliver erzählt, treibt mir doch schon mal den ein oder anderen Schauer über den Rücken (v.a. bei The Pretender - zum Ende der Schlacht der Schotten gegen die Engländer: "The Streams Ran Red........" - genial).

Herausragende Neoprog-Songs sind die ersten 4 Tracks des Albums, die bei ordentlicher Produktion jeden Marillion oder Genesis Fan begeistern dürften (wobei irrwitziger Weise der Pretender mit Dodo-Rythmus startet....). Whose World ist dann ein bischen schlabberig und mit Dream Away gibt's plötzlich einen unpassenden Blues.......womit dann nur noch knappe 25 Minuten schöne Mucke übrig bleibt, sei's drum, mein Lieblingsalbum von Abel Ganz ist's trotzdem...... Es ist halt Musik, die die Jungs eigentlich mehr zum eigenen Spass aufgenommen haben....... die nun aber durchaus ein paar weiteren Leuten Freude bereiten könnte. Sicher nix absolut essentielles, aber wer auf der Suche nach ordentlichen Genesis-Marillion Klonen ist, wird auf seine Kosten kommen

Anspieltipp(s): The Hustler
Vergleichbar mit: Genesis, Comedy Of Errors, Marillion, ein bischen alte Pallas
Veröffentlicht am: 23.4.2002
Letzte Änderung: 21.3.2006
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 3)


Die schottische Band Abel Ganz veröffentlichte 1985 mit "Gullible´s Travels" ihr zweites Album. Meines Wissens kam es damals lediglich zu einer Veröffentlichung in Form einer Kassette, weshalb es auch kein Wunder ist, dass die Soundqualität nur leicht über der eines Demos liegt. 1991 wurde "Gullible´s Travels" von dem französischen Label MSI auf CD veröffentlicht.

Abel Ganz gehörten in den 80er Jahren nur zur zweiten Garde der britischen Neoprog-Bewegung. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass man qualitativ schlechter als Bands wie Marillion, IQ, Pendragon oder Pallas war. Auf ihrem zweiten Album bieten Abel Ganz bombastischen Neoprog, der stilistisch mit den Genesis der späten Hackett-Ära vergleichbar ist. Somit war man noch etwas mehr als die bekannteren Neoprog-Bands in der Tradition der 70er Jahre verankert. Der spätere Pallas-Sänger Alan Reed wurde nach dem Debüt "Gratuitous Flash" auf "Gullible´s Travels" durch Paul Kelly ersetzt, der auch noch Gitarre spielte. Stimmlich kann er Alan Reed auf jeden Fall das Wasser reichen.

Besonders die ersten vier Titel bieten überaus hörenswerten Neoprog, der relativ keyboardorientiert ist. Die Gitarre setzt stellenweise auch ihre positiven Akzente und wird, wie für den Neoprog typisch, bisweilen recht rockig gespielt.

Einer der Höhepunkte ist bereits der Opener "The Unholy War", der mit einem zum Teil von Keyboards und Gitarre parallel gespielten Grundthema überaus majestätisch beginnt. Neben dem ebenfalls sehr ansprechenden Titeln "Gullible´s Travels" und "The Hustler" markiert "The Pretender" einen weiteren Höhepunkt. Hier sind insbesondere die dynamischen Keyboards positiv hervorzuheben, die dem Song sehr viel Energie geben. Bis auf ein Solo am Ende hält sich die Gitarre hier vollkommen zurück und die Rhythmussektion unterstützt die powervollen Keyboards tatkräftig. Textlich geht es hier um die bittere Niederlage der freiheitsliebenden Schotten gegen die verhassten Engländer in der Schlacht von Culloden im Jahr 1746.

Die beiden letzten Titel fallen demgegenüber leider qualitativ ab. "Whose World" bietet lediglich ganz netten, kommerziell orientierten Neoprog, wobei das Keyboardsolo im Mittelteil auch von Mark Kelly hätte stammen können. Dies ist aber auch die einzige direkte Gemeinsamkeit mit Marillion.

Der letzte Titel "Dream Away" mit seinem schleppenden Tempo und Bluesanleihen muss aber leider als Totalausfall bezeichnet werden.

Gerade aber wegen der sehr abwechslungsreichen ersten vier Titel kann "Gullible´s Travels" jedem Anhänger des typischen britischen Neoprogs der 80er Jahre empfohlen werden.

Anspieltipp(s): The Unholy War, The Pretender
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2002
Letzte Änderung: 30.11.2002
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


Neuer Sänger, neues Glück! Paul Kelly ersetzte für das zweite Demo-Tape der schottischen Neo-Progger den zu Pallas abgewanderten Alan Reed und kann mit seiner rauchigen, für Prog-Bands jener Tage recht ungewöhnlichen Stimme voll überzeugen.

Zu Fix’ Kopfdaten muss ich ergänzen, dass der Schlagzeuger auf „Gullible’s Travels“ Kenny Weir hieß und dieses Demo 1985 aufgenommen und veröffentlicht wurde.

Das zweite Demo klang nun etwas moderner und gradliniger und war natürlich noch immer zu 100% im Neo-Prog zuhause. „The Unholy War“ ist ein starker Opener mit einer langen instrumentalen Einleitung. Steven Wilson stellte zu jener Zeit den ersten „Exposure“-Sampler zusammen und wählte dieses Stück als Abel Ganz-Beitrag zu dieser 80er Progressive Rock-Zusammenstellung aus.

Der Einfluss der End70er/Beginn80er Genesis wird nun „erweitert“ durch Marillion, dafür fallen aber Pink Floyd hinten runter. Wenn man bei Abel Ganz von einem Eigenanteil an ihrem Stil sprechen möchte, dann kann man bestenfalls ihr Talent als Geschichtenerzähler nennen. „The Pretender“ macht die Auseinandersetzung zwischen dem schottischen und dem englischen Königreich zum Thema, „The Hustler“, welches auf „The Dangers of Strangers“ gar seine Fortsetzung findet, erzählt eine witzige Wild-West-Story.

Ja, Abel Ganz waren recht beliebt in der Taper-Szene der 80er Jahre und das zu Recht. „Gullible’s Travels“ ist ihr gelungenstes Werk, doch auch hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Sound heutigen Hörgewohnheiten nicht gerecht wird.

Anspieltipp(s): The Unholy War
Vergleichbar mit: Genesis 1978-80, Marillion, Comedy of Errors
Veröffentlicht am: 4.2.2010
Letzte Änderung: 4.2.2010
Wertung: 10/15
Ungeachtet des Sounds

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Abel Ganz

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Gratuitous Flash 7.00 2
1988 The Dangers Of Strangers 7.67 3
1994 The Deafening Silence 1.00 1
2008 Shooting Albatross 9.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum