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Chris Cutler/Fred Frith

Live in Trondheim, Berlin & Limoges Vol.2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; RIO / Avant
Label: ReR Megacorp
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chris Cutler drums,electrics,flotsam
Fred Frith guitar,bass,jetsam

Tracklist

Disc 1
1. Artcore (Trondheim) 24.37
2. Webcore (Berlin) 14.50
3. You might hear some traffic's noise (Berlin) 14.04
4. Nothing (Nowhere) 3.00
5. Meltdown (Limoges)   (historic bonus track) 10.21
Gesamtlaufzeit66:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Auch bei den auf "Vol.2" enthaltenen Frith/Cutler-Konzerten von 1991 (Berlin und Trondheim) und, als Bonus, von 1979, (Limoges) kommen alle Freunde der rhythmusfreien Lärmausbrüche auf ihre Kosten. Hier gibt es die Antwort auf die selten gestellte Frage: wie würde Hendrix wohl klingen, wäre er Maschinenschlosser, der nebenbei etwas Gitarre schrubbt..., ich meine spielt, und nebenbei seine geliebten Gitarrenfeedbacks erforscht? Dazu hören wie einen Schlagzeuger, der seinen Sounds nach zu urteilen, vielleicht lieber Stahlkocher geworden wäre, pflegt er doch seinen Trommeln vorzügliche Industriegeräusche zu entlocken.

Aber Spaß beiseite (auch wenn es im Publikum oder auf der Bühne immer wieder lautes Gelächter gibt: Sind es vielleich spontane Reaktionen, etwa immer wenn Fred Frith einen besonders ungewohnten Gegenstand für sein Gitarrespiel verwendet?): Ich will mich keineswegs über diese Darbietungen lustig machen, dazu finde ich die viel zu mutig und zu interessant. Öfters würden sich hier die Experten unter uns an Musique Concrete erinnert fühlen, nur das kein Tape benutzt wurde, sondern live mechanisch, vorwiegend mittels einfallsreicher "Gitarrenbehandlung" erzeugte, oder auch gesampelte, per Schlagzeugkit abrufbare, krachende, knarrende oder an alltägliches Erleben (vor allem der Fabrikarbeiter) erinnernde Geräusche das Klangbild bestimmen.

Auf Track 2 (Berlin, 2nd November 1991) kommen auch schreiende, summende oder sprechende Stimmen der Musiker zum Einsatz, die zu der industrial eingefärbten Musik passend, oder auch kontrastierend agieren. Track 3 bringt u.a. ungestüme Mikrofon- und Stimmenexperimente, zu denen sich singende Gitarrentöne, Lärmendes und ambientartige Gitarrenschleifen gesellen. Bisweilen glaubt man leises Gekichere, Zahnarztbohrer, knisternde Papier-, oder Elektrizitätsgeräusche zu vernehmen, um nur einige wenige Seltsamkeiten zu nennen. Gegen Ende von "You might hear.." erklingt eine leise Glockenspielmelodie, die von zerberstendem Glas begleitet wird. "Nothing (nowhere)" sind einfach drei Minuten von Nichts, während "Meltdown" überwiegend dunklen, aggressiven Industrielärm mit Schlagzeugbegleitung bietet, der im weiteren Verlauf melancholischen Pianoakkorden weicht.

Selten war die Anarchie in unserem industrialisierten Leben so suggestiv vertont worden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.2.2004
Letzte Änderung: 14.2.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Chris Cutler/Fred Frith

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Live in Moscow, Prague & Washington 12.00 1
1999 Two Gentlemen in Verona 11.00 1

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