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Discus

...tot licht!

(Tipp des Monats 4/2004)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003 (2004 von Musea weltweit vertrieben)
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Folk; Jazz; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Neoprog; Progmetal; RetroProg; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno; Zappaeskes
Label: Musea
Durchschnittswertung: 12.17/15 (6 Rezensionen)

Besetzung

Fadhil Indra Lead Vocals, Keyboards, Electronic Percussion, Gongs, Rindik, Kempli, Gender
Iwan Hasan Lead Vocals, Electric & Classical Guitars, 21string Harpguitar, Keyboards, Guitalele & strummed violin
Kiki Caloh Vocals, Bass
Anto Praboe Lead Vocals, Suling (Bali, Sunda & Toraja), Flute, Clarinet, Bass Clarinet, Tenor Saxophone
Eko Partitur Lead Vocals, Violin
Hayunaji Vocals, Drums, Kempli
Krishna Prameswara Vocals, Keyboards
Nonnie Lead Vocals

Gastmusiker

Andy Julias Acoustic steel string guitar on P.E.S.A.N.
Ombat Nasution Growls on "breathe"

Tracklist

Disc 1
1. System Manipulation 9:20
2. "breathe" 8:34
3. P.E.S.A.N. 5:33
4. verso Kartini - door duisternis tot licht! 12:19
5. Music for 5 Players 7:41
6. Anne 19:21
Gesamtlaufzeit62:48


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 6)


Wenn es eine Lehre gibt, die man mit zunehmender Verbreitung lokaler progressiver Rockmusik durch das Internet ziehen kann, dann ist es sicherlich diejenige, dass es keine wahrhaft weißen Flecken auf der musikalischen Landkarte gibt. Prog kommt heute nicht nur aus den USA, aus Schweden oder aus Deutschland, sondern ebenso gut aus Armenien, aus der Türkei oder aus Indonesien, wie das im Falle der vorliegenden Band Discus ist.

So wenig einladend das Cover in seiner Zeugen-Jehovas-Aquarell-Ästhetik ist, so spektakulär ist das Album in seinem musikalischem Contenu (oh ja, in diesem Fall brauchen wir das Angeber-Fremdwort und schreiben es obendies auch noch mit großem C): Discus entfachen von der allerersten Sekunde (bis zur allerletzten) ein in dieser Form ungehörtes, unerhörtes Feuerwerk an Stilrichtungen, Genres, Anspielungen, Déjà-vus und Zitaten. Respektlos, frech, ungestüm und doch musikalisch in höchstem Maße professionell, verquicken Discus all das, was doch dereinst per definitionem nicht zu verquicken war, was tabù war. So herrschen meist jazz(-rockige) Elemente vor (Ausnahme P.E.S.A.N. und Music for 5 Players), diese werden aber von knüppelharten Metalriffs geradezu zersägt; sie paaren den typischen, progressiven Größenwahnsinn mit introvertierter Instrumentalmusik; sie durchsetzen Prog mit LatinJazz, mit Scat-Gesang, mit Freejazz, mit Zappaeskem, mit düster-bedrohlichem, kurzum mit allem, was ihnen vor die Füße fällt. Das Unerwartete ist in ihrer Musik Programm. Das wahrhaft erstaunlichste an diese Scheibe ist allerdings, dass man keine Nahtstellen hört. Die einzelnen Passagen wurden ineinander verwoben, gehören stringend zusammen und sind nicht das übliche Patchwork, das im Nachhinein zur Suite deklariert wird.

Wie ein Rahmen um all dies spannen sie dann noch genre-fremde Einflüsse (allen voran asiatische Einflüsse, namentlich buddhistische Chormusik, indonesische Gamelan-Musik, dazu pentatonische Musik Debussy'scher Prägung), vermengen ihrer furiose Fusion mit genre-verwandte Einfüssen (einfach köstlich das Metal-Grunzen auf "breathe", das geschickt im Dialog mit den jazzigen Frauen-Vocals steht) und einer gehörigen Portion Respektlosigkeit. Wenn eine Formation dem widersinnigen Terminus "Anarcho-Prog" irgendwie ernsthaft nahe gekommen ist, dann ist es Discus, und dies obwohl ihr Musik alles andere als ungeplant, chaotisch und willkürlich ist. Bewegung, stetige, meistens rasend schnelle Veränderung ist das Hauptmerkmal der Musik auf ...tot licht!, fast ein Blick aus einem schnell fahrenden Zug mit einer sich rasend schnell verändernden Landschaft, die doch von Anfang bis Ende eine Strecke, einen Weg darstellt. Die naseweise Deutsch-Leistungskurs-Metapher "Durch die Dunkelheit ins Licht!" spar ich mir einmal an dieser Stelle.

Um es auf eine kurze Formel zu bringen: Discus prägnantestes Stilmittel ist der permanente Regelverstoß, das Auflösen alter Klischees, eine sehr freie Lesart progressiver Rockmusik, die sich vergnügt bei all dem bedient, was für die Entwicklung der Kompostion (und des Albums) notwendig ist. Es steckt viel Arbeit und musikalisches Können in solch einem Album; wie erfreulich, dass es auch noch so wahnsinnig viel Spaß macht: Definitiv ein euphorisch stimmendes Album.

Anspieltipp(s): System Manipulation, Music for 5 Players, Anne
Vergleichbar mit: Taal, Isildurs Bane
Veröffentlicht am: 10.3.2004
Letzte Änderung: 11.3.2004
Wertung: 13/15
Wenn Taal ein wenig Isildurs Bane auf Speed klingen, welches Kraut mögen sich dann wohl Discus reingepfiffen haben?

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Von: Fix Sadler @ (Rezension 2 von 6)


Ich hätte es einfach nie für möglich gehalten...

Eine CD aus Indonesien? Mit so einem Cover? Mit so einer musikalischen Achterbahnfahrt? Nein, nie! Auf keinen Fall wird man dem Werk von Discus mit einer Kritik gerecht. Einen derartigen Stilmix kann man einfach nicht mehr mit Worten beschreiben. Deshalb möchte ich einfach auf Dinge eingehen, die Sal noch nicht so intensiv angerissen hat (und hoffe, dass einige Kollegen ihre Meinung zum Album nachlegen).

Instrumental-Vielfalt: Bei einigen Platten werden "Instrumente bis zum Abwinken" im Booklet vermerkt - Discus setzen die Teile aber auch laufend ein. Geigen, Klarinetten, Flöten, Saxofone und dieser ganze exotische Kram (Rindik, Kempli... was auch immer das ist, aber es "pingt und risselt und krusselt" permanent) sind omnipräsent.

Gesangsvielfalt: Bis auf die Jazz-Geschulte Stimme von Nonnie (eine Dame - die etwa 50% des Gesangs übernimmt) kann niemand der sonstigen Sänger mit dem überzeugen, was unsere Ohren üblicherweise als guten Gesang empfinden... Aber es stört nicht, passt irgendwie oder vermittelt die entsprechende Stimmung zum Stück. Irgendeiner jault, ein anderer "growled" und ein weiterer Mensch ist einfach nicht besonders auffällig... Klingt nicht so gut? Ist es aber... Zumal die Chöre wiederum sehr druckvoll und gelungen sind - leichte Reminiszenz an Yes(?)

Atmosphäre: Kann ein Album das permanent gegen jede Regel des allgemeinen Prog-Geschmacks verstößt Stimmungen erzeugen? Nein! Nur Discus kann das... Es gibt Melancholische Passagen, die von "Grunzmetal" abgelöst werden und in einen Jahrmarkt-Part münden, unversehens sind wir mitten auf einem Jazz-Konzert oder auf der Zappanale um schließlich auf dem Mount Batur den Sonnenaufgang genießen. Hmm, das ist wie in einem schrägen Kunstfilm, der am Ende keine Fragen offen lässt (und so was gibt es eigentlich doch gar nicht, oder?)

Sicherlich kann man bei diesem ganzen Wust an Ideen den Überblick verlieren, deshalb empfehle ich das "klassisch-progressive" Anne als Einstieg in die Platte. Ich empfehle Offenheit für bisher ungeahnte Verschmelzungen unterschiedlichster Musikregionen (Punk, Prog, Metal, Klassik, Folk - warum nicht? Innerhalb einer Minute? Äh...)

Ein sagenhaftes Album, das ohne jeden Exoten-Bonus zum überzeugendsten gehört, was der moderne Prog hergibt.

Hier noch was Negatives: das Cover ist absolut schrecklich, kitschig und imho mit äußerst fragwürdiger Intention... Die rotzigen Passagen hätten einen Tick rotziger sein können - im Vergleich mit Taal (der halbwegs angebracht erscheint - zumindest in Ermangelung anderer Vergleichsmöglichkeiten) schneidet der etwas erdigere, rockigere Sound der Franzosen besser bei mir ab.

Das war's an Rumgemotze.

Discus - ...tot licht! ist jetzt schon ein Klassiker des modernen, abgefahrenen Prog! - Brillant.

Anspieltipp(s): Anne
Vergleichbar mit: am ehesten mit Taal
Veröffentlicht am: 12.3.2004
Letzte Änderung: 12.3.2004
Wertung: 14/15
Sal, in Indonesien raucht man üblicher Weise Fluppen mit Nelken-Extrakt ;)

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 6)


Die Lobeshymnen zu diesem Album sind nachvollziehbar. Man hört es und ist erst mal vollkommen platt angesichts der unglaublichen Verquickung von unterschiedlichsten Stilen. Nach einigen Hördurchgängen lässt sich das Gehörte aber durchaus sortieren. Und das soll geschehen.

Der Opener System Manipulation ebenso wie das folgende rauere „breathe“ und der Mehrteiler Verso Kartini – door duisternis tot licht! (Durch Düsternis zum Licht! würde ich mal ohne Kenntnis der holländischen Sprache übersetzen.) leben von einer erstaunlich gelungenen Verbindung von Zappaeskem, Jazzrockigem, traditionell Jazzigem und Thrash-Metalligem. Verso Kartini enthält auch stärker als die beiden anderen Stücke klassisch proggige Anteile. Gewürzt wird der Sound durch folkloristisch-ethnomäßige Einsprengsel, die dem Ganzen erst den typischen Klang geben. Die geographische Herkunft der Band wird keineswegs verschwiegen, sondern gibt der Musik erst ihre besondere Note.

Am schwersten zu verknusern – möchte man meinen – sind die traditionell jazzigen Teile, die von der excellenten Stimme der Sängerin der Band getragen werden. Aber auch sie werden nahtlos in den Gesamtsound eingebunden. Die Stücke sind dabei durchaus klar strukturiert, was beim ersten Durchlauf vielleicht noch nicht so aufgeht. Bei System Manipulation etwa höre ich abgesehen von der Umrahmung vier Teile heraus, die flüssig zusammengesetzt werden: Zappaeskes mit Klarinette, Thrashmetalliges mit rohem Männergesang, traditionell Jazziges mit dem warmem weiblichen Gesang und Folkloristisches mit exotischen asiatischen Instrumenten. Die jazzigen Teile der Songs werden instrumental von E-Gitarre und Saxofon bestimmt.

P.E.S.A.N. ist eine kleine Oase nach den beiden wilden Klangeskapaden zuvor. Zu Flöte, Klarinette, Streicher und akustischer Gitarre stimmt mehrstimmiger Gesang eine entrückte Melodie mit Ethnoflair an. Ein zweiter Streich gegen die wüste Stilvielfalt stellt das deutlich an der klassischen Moderne orientierte Music for 5 Players dar. Streicher, Bläser und ein Saiteninstrument bestreiten abwechselnd, teilweise von Percussion unterstützt, ein musikalisches Bildungsprogramm, das sich am Ende zu einem rhythmischen Finale steigert. Diese beiden Stücke bilden den Ausgleich zu den jazz- bis progrockigen übrigen Stücken.

Am stärksten dem klassischen Prog verpflichtet ist das abschließende fast 20-minütige Anne. Hier ist die Stilvielfalt vielleicht am heftigsten, aber es werden auch ausgiebig proggige und klassische Sequenzen eingeflochten. Der zappaeske Jazzrock ist auch hier präsent, wird aber eben durch starke, frickelige Proganteile ergänzt. Das Stück mündet in ein hymnisches, ekstatisches Finale. Wenn der letzte Ton verklungen ist, darf man erst mal schwer durchatmen... Eine abenteuerliche Reise hat ihr Ende gefunden.

Discus können in der Progwelt übrigens keine ganz Unbekannten sein. So waren sie beim Progday 2000 in den USA dabei, bei BAJAProg 2001 in Mexico und beim PROGfest 2001 in Indonesien! Vermutlich gibt es in Indonesien eine blühende Progszene, die unserem Europa/Amerika-zentrierten Blick nur bislang entgangen ist.

Ein Wort zu Cover und Texten. Das „Zeugen-Jehovah“-Cover dürfte kein Versehen sein. Die Texte – soweit auf Englisch – weisen auch religiös motivierte Inhalte auf und die Musiker danken allesamt dem christlichen bzw. dem islamischen Gott. Wie ein lieber Kollege bemerkte, ist dies vielleicht ein gutes Zeichen für die Kraft der Musik, die Menschen unterschiedlichen Glaubens vereint.

Discus bieten eine organische Verknüpfung von Jazz, Prog, Metal und Ethnosounds. Wer sich darauf einzulassen wagt, wird eine selten gelungene Verschmelzung von Anspruch und Spaß an der Musik erleben.

Anspieltipp(s): System Manipulation
Vergleichbar mit: Taal, Frogg Cafe
Veröffentlicht am: 15.3.2004
Letzte Änderung: 24.10.2009
Wertung: 13/15

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 4 von 6)


In jedem Fall ist "...tot licht!" das 'Hype'-Album der [progrock-dt] des Monats März 2004 (und vielleicht Tip des Monats April? Man wird sehen...).

Ist der 'Hype' gerechtfertigt? Die überaus positiven und begeisterten Rezensionen der Kollegen lassen das ja vermuten. Um's gleich zusagen: So ganz kann ich diese kollektive Euphorie nicht teilen.

Ich kann aber praktisch alles, was meine Vorschreiber zu Stilmix, Abwechslungsreichtum und organischem Auftritt der einzelnen Titel gesagt haben, bejahen und unterstreichen. Dieses Album ist musikalisches Abenteuer pur!

"System Manipulation" jagt einen von Jazz-Fusion zu derbem Hard Rock und wieder zurück. Der Gesang schwankt zwischen lasziv-jazzig (die Dame), Growls (einer der Herren), Gekreische (ein anderer Herr) und cleanen, ruhigem Gesang (vermutlich wieder ein anderer Herr). Dazwischen setzen Flöte und Klarinette zu wuseliger Percussion immer wieder Akzente. Wild!

Mein persönlicher Höhepunkt des Albums ist irgendwie "breathe", schon wegen des abgefahrenen Einstiegs (auch wenn man das Rocky-Horror-Show-Dejà-Vu "I'm lucky! You're lucky! We're all lucky!" erstmal verkraften muss). Hier wirkt weder der Growl-Gesang (für mich sonst ein sicherer Skip-Punkt) noch das Gekreische im Folgenden störend. Die Musik ist klasse und schwankt zwischen Hard Rock, bedrohlichem Synthie-Gesirre unterlegt mit allerlei exotischer Percussion.

Zum Abschluss des Albums gibt es mit "Anne" dann noch ein richtiges Prog-Highlight. Ein Longtrack, wie ihn die guten Alten nicht besser produzieren hätten können, aber gemischt mit allerlei schrägen Elementen bis hin zu Ethno-Sounds und einer Art Karikatur von Yes-West-Vokalharmonien.

Bis hier her ist also alles gut, aber:

Mit "P.E.S.A.N." kommt leider an dritter Stelle ein absolut belangloses Trällerliedchen, welches ich spätestens beim zweiten Hören geskippt habe. Langweilig, vor allem im Kontext zu den ersten beiden 'Ausbrüchen'.

Der nächste Track "verso Kartini" zeigt sich musikalisch verbessert, aber auch noch nicht wieder auf dem Niveau von 1,2 oder 6. Wenigstens gute Piano-Parts, die von harten Gitarren und Flötentönen konterkariert werden, können unterhalten. Dazu kommt allerdings ein ziemlich nerviger Gesang, bei dem vor allem die "Deutschland-sucht-den-Superstar-Kanditaten-singen-alle-gemeinsam- ein-Lied"-Ästhetik in den Chor-Passagen ziemlich übel aufstösst.

Ein Sonderfall ist sicherlich das aussergewöhnliche "Music for 5 Players", welches aber ein bisschen wie ein Fremdkörper auf dieser CD wirkt. Klassische Kammermusik trifft auf exotische Instrumente. Teilweise wird's hier ziemlich quietschig, aber irgendwie kann der Track überzeugen und liefert eine Art "Isildurs Bane"-Feeling.

Ist diese CD nun gut oder schlecht? Eindeutig gut, "Daumen hoch" würde ich sagen, aber aus den genannten Gründen ziehe ich hier nicht die Höchstnoten. Allerdings sollten alle neugierig veranlagten Proggies hier mal ein Ohr riskieren.

Anspieltipp(s): "Anne" für eher traditionelle Proggies, alle anderen: Fangt vorne an!
Vergleichbar mit: eigentlich nix, aber Taal ist schon ein guter Hinweis...
Veröffentlicht am: 17.3.2004
Letzte Änderung: 17.3.2004
Wertung: 11/15
provisorisch...

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 5 von 6)


Nun habe ich es geschafft, auch das zweite Album der Band mehrere Male im Player zu haben - und es gefällt mir nicht so gut, wie das erste.

Es stimmt, was meine Vorredner sagen, es ist ein wirklicher Stilmix, ein Regelverstoß gegen alle Erwartungen, aber..

mich nerven die Metalleinlagen; musikalisch belanglos, gehen mir diese schnell gespielten, einfachen und verzerrten Gitarrenakorde und Machosängergröhlen auf den Keks, sie zerstören IMHO die Musik. Das bedeutet für mich, die CD beginnt erst mit Track 3, ab da aber ist sie wieder gut. Daher weniger Punkte als beim Debüt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2004
Letzte Änderung: 24.4.2004
Wertung: 11/15
ab Track 3:12

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 6 von 6)


Ich sehe es wie Andreas. Die häufigen Metal-Einlagen in den beiden ersten Stücken trüben die Freude an der sonst sehr abwechslungsreichen und originellen Musik etwas. Auch das Metal-typische Grunzen an einigen Stellen, vor allem in "breathe", missfällt mir. Erst ab dem dritten Stück wird es dann richtig gut, aber auch die ersten beiden haben durchaus ihre lohnenswerten Momente. Gerade die jazzigen und zappaesken Teile von "System Manipulation" mit den schönen Klarinetteneinsätzen gehören für mich zu den Höhepunkten des Albums. Empfehlenswert!

Anspieltipp(s): alles ab Nr. 3 ;-)
Vergleichbar mit: am ehesten Taal
Veröffentlicht am: 24.4.2004
Letzte Änderung: 24.4.2004
Wertung: 11/15
ohne die Metaleinlagen wären es 12 oder 13

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1999 1st 11.67 3

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