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Quasar

Fire In The Sky

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1983
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Keith Turner Fender Bass, Moog Taurus, Electric 12 String Guitar
Cyrus Kmajavi Guitar, Roland Guitar Synthesiser
Paul Vigrass Vocals
Dillon Tonkin Mini Moog, ARP Solina, Hammond Organ
David Cairns Drums

Gastmusiker

Susan Robinson Vocals on 8

Tracklist

Disc 1
1. Seeing Stars 0:49
2. Mission 14 3:36
3. U.F.O - U.F.O 13:04
4. U.F.O - Flying 5:53
5. U.F.O - Fire in the Sky 3:05
6. U.F.O - Moon 4:00
7. Fire in the Sky 2:49
8. Fire In The Sky   (Bonus Track) 6:18
Gesamtlaufzeit39:34


Rezensionen


Von: Fix Sadler @ (Rezension 1 von 2)


Eigentlich war ich drauf und dran einen gnadenlosen Verriss zu diesem Album zu schreiben, doch meine Recherchen im Internet führten zu der verblüffenden Erkenntnis, dass Fire In The Sky ein Album aus den Untiefen der beginnenden 80er Jahre ist.

Mit diesem Wissen sind meine Ressentiments gegen den katastrophalen Sound der Aufnahme (der in meiner CD-Version gar von einem Vinyl-Scheibchen kopiert wurde), die "klischeehafte" Ausrichtung der Musik und die dünn eingesetzten Gitarren-Klänge zu relativieren.

Fire In The Sky ist ein Konzeptalbum über Aliens, welches unter Berücksichtigung der damaligen Aufnahme- und Finanzmöglichkeiten sogar ganz gelungen ist. In der Schnittmenge Camel/Genesis mit klassischem 80er Neoprog-touch (soll heißen: komische Keyboardsounds, recht melodisch, unauffälliger, guter Gesang [vgl. Wetton/Lake], wenig vertracktes...) musiziert die Band um Mastermind Keith Turner solide vor sich hin. Im Prinzip sind die knapp 33 Minuten des Original-Albums ein Longtrack, bei dem der 13-minütige Part U.F.O. besonders hervorsticht und mit einer vernünftigen Produktion sogar zu einem Klassiker hätte werden können.

Irgendwo schielt das Feeling der 70er immer wieder durch den dumpfen Bootleg-Sound der Aufnahme, was die Geschichte richtiggehend sympathisch macht. Im Verhältnis zu den all zu lieblichen Stücken des viel späteren Nachfolgers können die Kompositionen durchaus überzeugen. Auch die gewünschte "Science Fiction Atmosphäre" erreicht die Truppe durch viel Hall, (damals) moderne Synthie-Sounds und epische Momente.

Bevor jetzt natürlich jemand denkt, dass Album sei wirklich überzeugend, rudere ich schnell zurück! Dafür ist der Sound wirklich völlig indiskutabel und wenn man die Scheibe zum Vergleich mit Twelfth Night, Pendragon oder Castanarc hernimmt (die zur etwa gleichen zeit ihre "Debut"-Alben veröffentlichten), ist das auch einfach nicht zu entschuldigen.

Allerdings kann die Platte musikalisch den Neoprog-Fanatic doch unterhalten und ist sozusagen ein historischer Fingerzeig auf die "bösen Jahre". Wenn zum Abschluss die gute Susan Robinson (Ex-Solstice) eine wirklich (auch klanglich überzeugendere) schöne Version von Fire In The Sky hinlegt, ist man doch mal wohlig-erfreut über so viel schöngeistige Sympho-Mucke...

Fazit: eine musikalisch hübsche, klanglich katastrophale, historische Platte. Empfehlung für alle Neoporg-Oberfreaks...

Anspieltipp(s): Mission 14
Vergleichbar mit: Pendragon, Pallas, Marillion
Veröffentlicht am: 6.6.2004
Letzte Änderung: 6.6.2004
Wertung: 4/15
mit vernünftigem Sound: 7

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Oh fire in the sky, make the heart beat faster…

Eigentlich waren Quasar eine von mir in den 80ern recht gern gehörte Band. Ihr „Live-Tape“ (1984) und die auf dem Fire in Harmony enthaltene Version des Songs „Fire in the Sky“ waren zwar keine Highlights, aber doch ganz gut hörbar (die Richter dieser Zeilen bedenken, dass ich bevorzugt neuen Prog hören wollte…und die Auswahl war eben so gering, dass solche Demotapes wie jene von Quasar häufig zum Einsatz kamen). Selbstverständlich verband ich mit Quasar eine weibliche Stimme. Susan Robinson überzeugte bei Solstice ebenso wie im Anschluss bei Quasar. Doch 1987 bekam ich diese LP (endlich) von einem befreundeten Sammler auf Kassette (gebrannt wollte ich schon schreiben!) aufgenommen. Ich hörte sie recht selten.

Der Sound! Der Sound! Der Böse!

Paul Vigrass macht auf dem der CD beiliegenden Bildchen in seinem typischen 80er Outfit (so schrecklich war die Mode der 80er!) einen sympathischen Eindruck. Seine Stimme hingegen bricht mir das Herz, anders jedoch als z. B. jene von Fish! Mag sein, dass es an der „Produktion“ liegt, sie klingt dünn und uninteressant. Der schwülstige Keyboardsound ertränkt jede musikalische Idee, so dass es auch im Jahre 1982 kaum einen Grund dafür gab, dieses Werk in Vinyl zu pressen.

Doch nicht allein der Sound sorgte dafür, dass „Fire in the Sky“ kein Erfolg wurde. Die Musik bietet typischen neuen Progressive „Rock“ (gerockt wird hier eigentlich nie), der kaum herausragende Momente enthält. Die großen neo-progressiven Stücke wurden von anderen Bands komponiert. Zwar gibt’s mit „Mission 14“ und „UFO“ zwei Longtracks zu hören („Mission 14“ und „UFO“ sind jeweils rund 14 Minuten lang – Track 1 ist nicht wie oben angegeben „Seeing Stars“ sondern „Fanfare“), doch musikalisch sind hier eher Idealisten denn Perfektionisten am Werk.

Ok, richtig schlecht ist in erster Linie der Sound. Die Musik selbst ist nicht weltbewegend, nicht überzeugend, aber auch nicht völlig schrecklich. Sie ist „nur“ unterdurchschnittlich. Quasar spielten niveaumäßig in einer Liga mit Airbridge oder Liaison und konnten sich mit Twelfth Night oder Marillion niemals messen.

Oh fire in the sky, make the heart beat faster… - schneller klopft mein Herzchen nun aber nicht, es pocht weiterhin mit rund 70 Schlägen pro Minute. Interessante Info? Der „Bonus“-Song „Fire in the Sky“ besteht aus den beiden finalen Parts der UFO-Saga, was nun aber Wissen darstellt, das man für „Wer wird Millionär?“ wirklich nicht abspeichern muss.

Quasar waren und sind Keith Turner. Unzählige Wechsel im Line-Up und 30 Jahre später hält er die Band noch immer am Leben. Inzwischen lebt er in den USA und man liest immer wieder mal von einem möglichen Quasar-Comebackalbum mit dem Arbeitstitel „The Innocents“ …2007…2008…2009, inzwischen 2010.

Fortsetzung folgt…?

Anspieltipp(s): Seeing Stars
Vergleichbar mit: Airbridge, Pendragon, Solstice
Veröffentlicht am: 9.2.2010
Letzte Änderung: 10.2.2010
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Quasar

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1989 The Loreli 2.00 1

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