Käärmelautakunta
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Silence |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jarno Sarkula |
soprano & tenor sax, bass clarinet |
| Erno Haukkala |
trombone |
| Miikka Huttunen |
pump organ, grand piano, keyboards |
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| Tuukka Helminen |
cellos |
| Marko Manninen |
cellos |
| Teemu Hänninen |
drums, percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Kivitetty Saatana
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4:49
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| 2. |
Vasaraasialainen
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5:50
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| 3. |
Pelko Antaa Siivet
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4:00
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| 4. |
Hamarapuolella
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5:16
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| 5. |
Astiatehdas
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3:10
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| 6. |
Vanha Lapsuudenystävä
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6:15
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| 7. |
Olisimme uineet Vieläkin Pidemmälle
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5:44
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| 8. |
Lentävä Mato
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3:42
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| 9. |
Jää, Hyvä Mieli
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6:00
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| Gesamtlaufzeit | 44:46 |
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Rezensionen

Der "Hammer der Unterwelt" schlägt wieder zu. Alamaailman Vasarat beglücken uns anno 2003 mit ihrem zweiten Album. Und wer gedacht hat, harte Musik benötigt Gitarren, sieht sich im Falle der Finnen gehörig getäuscht.
Schon die ersten Klänge des Openers (Namen erspare ich mir, da ich mir regelmäßig beim Tippen die Finger breche ;-) ) machen klar, dass auch ein Cello harte Klänge produzieren kann. Dazu bedient sich die sechsköpfige Mannschaft freizügig an allen möglichen Blasinstrumenten. Der damit fabrizierte Sound jedoch klingt hochspannend und nimmt phasenweise skurrile Formen an. Spätestens wenn mit dem zweiten Stück ein lupenreiner Walzer vorgestellt wird weiß man, dass hier nichts gewöhnlich ist.
Dabei fällt es mir wirklich nicht leicht, die Musik der Finnen zu beschreiben. Finnische Polka und folkloristische Einflüsse sind an allen und Ecken präsent, Ska-Elemente werden verwurstet, die beiden Celli dominieren bei den eher metallischen Songs (Freunde von Apocalyptica sollten mal lauschen!) dazu gibt es echte Dampfhämmer, die Temporekorde brechen wollen und zum Pogo tanzen einladen. Zähe, eher orchestrale Stücke kriechen unheilschwanger und bedrohlich in die Gehörgänge, dazu gibt es auch noch angejazzte traurige Barmusik zu hören.
Was ist das nur für eine Band, die derart abgedreht zur Sache geht? Keine Ahnung, aber ich denke in Finnland gibt es genügend düstere Tage, um sich so etwas einfallen zu lassen. Wer also wirklich mal was anderes hören will und fremde Klänge aus quietschigen Trompeten, bratzenden Celli und Akkordeon nicht scheut, der sollte unbedingt diese verrückten Finnen antesten. Fantastisch!
| Anspieltipp(s): |
Vasaraasialainen, Lentävä Mato, Jää, Hyvä Mieli |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.6.2004 |
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Im Gegensatz zu Thorsten hat mich der Zweitling von Alamaailman Vasarat etwas enttäuscht. Die Scheibe ist zwar nach demselben Rezept gebraut wie das mich begeisternde Debut der Finnen, lässt mich aber trotzdem weitestgehend kalt. Vielleicht liegt es daran, dass hier kaum etwas Neues geboten wird.
Sehr gleichförmig, zäh, fast statisch wirkt die Musik auf "Käärmelautakunta" oft, gleichzeitig aber auch voller und, wie Thorsten schon angemerkt hat, orchestraler. Letzteres könnte man auch weniger positiv mit dem Adjektiv breiig beschreiben. Durch die beiden Celli wird die Musik zu einer eher einheitlichen Klangmasse verbacken, aus der sich selten einmal ein Instrument solistisch so richtig herausarbeiten kann. Insbesondere Haukkalas Posaune kann sich kaum so knallig-agressiv in Szene setzen, wie sie das noch auf "Vasaraasia" getan hat.
Auch wenn die heftigeren Stücke, in denen die beiden Celli metallisch dahinschrubben (die zweite Hälfte von "Hamarapuolella", "Astiatehdas" und das genauso gewichtige wie viskose "Jää, Hyvä Mieli"), durchaus spassig sind, kann ich nicht verhehlen, dass ich etwas mehr vom Hammer der Unterwelt erwartet habe. Ganz schlecht ist das Ganze natürlich auch nicht, doch möchte ich fast behaupten, dass es eigentlich genügt das Debut der Finnen zu kennen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
25.1.2005 |
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Von: Fix Sadler @ (Rezension 3 von 4)

Ungewohnte (fast) Einigkeit zwischen Achim und mir. Auch ich ziehe das Debut der "spinnenden Finnen" vor, sehe allerdings Käärmelautakunta noch im Bereich "sollte man doch haben" (so einem der Stil gefällt - natürlich).
Insgesamt ist diese Platte "symphonischer", da durchgehend voller instrumentiert. Am Stil hat keiner gedreht, aber trotzdem wirkt das ein bisschen wie "more of the same", der Überraschungseffekt ist natürlich nicht mehr so groß und ich habe eigentlich immer ein bisschen das Gefühl, dass die Jungs nicht den gleichen Spaß bei den Aufnahmen hatten wie bei Vasaraasia. "Schuld" an meiner etwas zurückhaltenden Rezi ist übrigens nicht die chronologische Abfolge! Beide Alben habe ich mir zeitgleich zugelegt. Das passt im übrigen auch wunderbar zu meiner Einstellung zur Vorläufer-Combo Höyry-Kone; auch da finde ich den Erstling eine Spur besser als das zweite Album der Band...
Wie gesagt: ich mag diese Scheibe nicht so gerne wie den Vorgänger, eine Empfehlung bleibt sie aber dennoch. Ist doch schön, dass man sich nicht nur an (bis dato) einer CD der Band erfreuen kann - und wer es mag kauft sowieso beide CDs.
| Anspieltipp(s): |
Kivitetty Saatana |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
26.1.2005 |
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Finnen, die mit Cellos nicht klassisches, sondern eher heftiges Terrain bevorzugen, sind spätestens seit Apocalyptica für die Allgemeinheit nichts Unbekanntes mehr. Doch bereits viel früher existierten Höyry-Kone, aus deren „Überresten“ Alamaailman Vasarat entstanden, die mit ihrem „Ethnic Brass Punk“ sowohl die World Music Charts aufmischten, wie sie mit ihrem Debüt „Vasaraasia“ Fans aus so unterschiedlichen Bereichen wie Progressive Rock, Folk, Heavy Metal und Filmmusik ansprachen. Völlig zu recht erhielt die Band, die ohne jegliches elektrisches Instrumentarium auskommt, eine Einladung zum NEARfest 2003 und legten bereits Anfang März in jenem Jahr ihren zweiten Longplayer „Käärmelautakunta“ vor.
Welch heftige Musik man irgendwo im Dunstkreis zwischen Folk, jüdischen Klezmerklängen, Kirmesmusik, Metal, Jazz und Prog nur mit Saxophon, Klarinette, Posaune, Trompete, Tuba, Cello, Pumporgel und Schlagzeug spielen kann, bewiesen die agilen Finnen bereits auf dem Erstlingswerk. Einiges davon bekommt man natürlich ebenfalls auf dem Nachfolger geboten, allen voran natürlich die spannende Mischung aus Härte, Witz, Abgedrehtheit und Ironie. Doch wo früher viel häufiger Fröhlichkeit und Polka-ähnliches Tempo angesagt waren, herrscht mittlerweile mehr getragener Weltschmerz vor. Nicht mehr nur flott und unbekümmert dringt es aus den Boxen, vielmehr von Melancholie bestimmt, traurig und zuweilen recht schleppend geht die etwas andere Folkband aus Nordeuropa zu Werke.
Durch verlangsamtes, nachdenkliches Tempo bekommen die Kompositionen eine wesentlich bombastischere und bedrohlichere Komponente angehängt. Man hat bisweilen den Eindruck, die Band ist erwachsen geworden, will sich nicht mehr nur den kindlichen Späßen hingeben. Ein Umstand, mit dem man sich erst einmal anfreunden und der „Käärmelautakunta“ keineswegs zu einem sofortigen Muntermacher macht. Hat man sich jedoch einmal mit dieser inhaltlichen Änderung arrangiert, so gewinnen auch die neuen Klänge an Format. Zudem trauen Alamaailman Vasarat nicht ganz ihrer neuen Melancholie und packen im hinteren Teil der CD doch noch die altbekannten, wirbelnden Humpa-Humpa Takte mit Saitengewitter an den Cellos aus.
„Käärmelautakunta“ löst zwar insgesamt nicht ganz die Begeisterung wie „Vasaraasia“ aus, ein tolles Album ist es dennoch, und andererseits wäre es verdammt langweilig, wenn sich Alamaailman Vasarat nur selbst zitieren würden. Eine der interessantesten, ganz anderen „World Music“-Bands bleiben die Nordmänner auf jeden Fall.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.6.2005 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Alamaailman Vasarat
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