Waiting four
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenproduktion |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| David Reitz |
Violoncello, E-Cello, Growls |
| Milan Hofstetter |
Gitarren |
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| Dario Hofstetter |
Schlagzeug, Percussion |
| Matthias Kürsteiner |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Apokatastasia
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9:58
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| 2. |
Psycho wood
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7:08
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| 3. |
Different landscapes
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6:27
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| 4. |
Empty flower
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7:05
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| Gesamtlaufzeit | 30:38 |
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Rezensionen

Wenn eine Band Opeth und Gentle Giant für deren Inspiration dankt, dann horcht man doch auf, oder? So geschehen beim außergewöhnlichen Demo "Waiting four" der Schweizer Apokatastasia. Die Aufmerksamkeit läßt auch nicht nach, wenn man zusätzlich erfährt, dass einer der Musiker ausschließlich am Cello bzw. E-Cello aktiv ist. Betrachtet man dann noch das unheimliche Schwarz-Weiß Cover der CD und lauscht dem Horror-Film-Intro ... hat man zwar immer noch keine Ahnung, wie sich die Musik der Schweizer anhören wird, aber man erwartet etwas Besonderes.
Und wird nicht enttäuscht!!
Die vier Lieder sind komplex arrangierte kleine Kunstwerke, für die sich Gitarre, Bass und Cello freiwillig so verworren ineinander verknotet haben, dass es eine mitunter tatsächlich an Gentle Giant erinnernde Freude ist, den unzähligen Melodien und Wendungen zu folgen, die die drei anstrengen, um sich wieder zu befreien.
Gesungen wird auf "Waiting four" abgesehen von einigen vereinzelten Grunzern und gesprochenen Verfluchungen nicht. Dafür ist das Cello vollwertiges Mitglied des Ensembles, mal wird es aggressiv mit dem Bogen bearbeitet (hier und nur hier erinnert der Klang an die andere Cello-"Apo..."-Band), mal gibt es ein elegisches Thema vor und schwebt dabei so schwerelos in der Luft wie das Cello auf Megalazottak ... von After Crying. Insgesamt prägt das Instrument den Stil von Apokatastasia und trägt viel zu einem eigenständigen "Sound" der Gruppe bei.
Der Vergleich mit Opeth ist etwas gefährlich, zwar bedient sich der Gitarrist von Apokatastasia ebenfalls aus dem Metal-Fundus, anders als bei den Schweden ist jedoch kein Black- oder Deathmetal - Hintergrund auszumachen. Vielmehr fühlt man sich bei einigen der Riffs an die wenigen anspruchsvollen Thrashmetal-Bands wie z.B. Mekong Delta erinnert. Apokatastasia verwenden auch - trotz vieler ruhiger Momente - nicht die für Opeth so typischen Laut <> Leise Gegensätze innerhalb der Lieder, die Übergänge sind hier meist fließend. Dennoch klingt das Ganze irgendwie "wie" Opeth. Dies liegt daran, dass die Musiker eine ähnliche Atmosphäre erschaffen, die sich nur unzureichend mit Adjektiven wie "düster" oder "bedrohlich" beschreiben läßt. Diese Wirkungen muss man sich bei dieser Art von Musik erst einmal erarbeiten, bleiben doch die Gefühle, die sie bei den ersten Hördurchgängen hervorruft eher kammermusikalisch-abstrakt. Die Düsternis, die später eintritt, ist dafür um so undurchdringlicher.
Stimmen aus der allwissenden Tiefe des Internets werfen Apokatastasia vor, sie gingen zu anspruchsvoll an ihre Kompositionen heran und würden den einfachen Hörer vergessen. Dem ist entschieden zu widersprechen, denn die Musik ist zu jeder Zeit melodisch, keinesfalls wird hier schwer konsumierbare, avantgardistische Kost geboten. Der Track Apokatastasia ist sogar so aufgebaut, dass die Themen in umgekehrter Reihenfolge in der zweiten Hälfte wieder auftauchen, was ihn auch für diejenigen, die den Jungs beim Schreiben nicht über die Schulter geschaut haben, nachvollziehbarer macht. Schließlich geht im das Demo beschließenden "Empty Flower" auch einfach mal die "Post ab" und auch das einfache Metaler-Herz ist befriedigt.
Und dennoch fehlt der Musik von Apokatastasia in meinen Augen ein Sänger oder eine Sängerin. Damit keine Mißverständnisse entstehen: Das Demo ist wirklich außergewöhnlich gut, aber wenn es mir immer dann kalt den Rücken herunter läuft, sobald die ansatzweise vorhandenen "Gesangs-"Leistungen auf "Waiting four" einsetzen, drängt sich der Eindruck auf, das die Musik noch ausdrucksstärker sein könnte.
Cello-Freunde, Opeth-Verehrer (die perfekte Karaoke-CD für Akerfeldt-Fans), Düsterprogger und aufgeschlossene Techno-Thrasher dürfen hier einfach nicht vorbeigehen. Das bereits aus dem März 2003 stammende Demo gibt es auf der Homepage der Band zu erwerben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Opeth (Stimmung) |
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| Veröffentlicht am: |
5.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
3.10.2005 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Apokatastasia
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2005 |
Shedding |
11.00 |
1 |
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