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Univers Zero

Implosion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: instrumental; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: Cuneiform
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Michel Berckmans Oboe, Englischhorn, Fagott
Serge Bertocchi Saxofon, Tuba
Aurélia Boven Cello
Daniel Denis Schlagzeug, Keyboards, Sampler, Akkordeon, Gitarre
Dirk Descheemaker Klarinette, Bassklarinette
Bart Maris Trompete, Flügelhorn
Eric Plantain Bass
Christophe Pons Gitarre
Bart Quartier Marimba, Glockenspiel
Igor Semenoff Violine

Tracklist

Disc 1
1. Suintement (Oozing) 1:13
2. Falling Rain Dance 4:14
3. Partch's X-Ray 5:23
4. Rapt D'Abdallah 3:01
5. Miroirs (Mirrors) 1:18
6. La Mort De Sophocle (Sophocle's Death) 3:11
7. Ectoplasme 1:07
8. Temps Neufs 4:56
9. Mellotronic 4:04
10. Bacteria 1:28
11. Out Of Space 4 2:53
12. First Short Dance 0:43
13. Second Short Dance 0:44
14. Variations On Mellotronic's Theme 3:05
15. A Rebours (In Reverse) 1:56
16. Méandres (Meanderings) 9:38
Gesamtlaufzeit48:54


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"More of the same" schrieb Kollege Achim zum Vorgänger "rhythmix", und diese Einschätzung passt auch zu "Implosion", das alle Ingredienzen eines typischen Univers-Zero-Albums aufweist. Klassische Instrumente (v.a Holzbläser) und Schlagwerk dominieren die - wieder völlig instrumentale - Musik, die keinerlei typische Rockstrukturen aufweist, sondern wieder eher im Bereich der modernen Klassik mit leichtem Einfluss mittelalterlicher Musik angesiedelt ist.

Allerdings wirkt die Musik auf "Implosion" nicht mehr ganz so düster wie auf früheren Werken der Band: Stücke wie "Falling Rain Dance" oder "Rapt D'Abdallah" sind deutlich "heller" und haben schon etwas geradezu Ausgelassenes. Einige düstere Momente gibt es dennoch, so "La Mort de Sophocle", in dem sich die Musik in geradezu quälender Langsamkeit bewegt, oder "Mellotronic". Die Namensähnlichkeit des letzteren mit einem von Proggern bevorzugten Instrument kommt übrigens nicht von ungefähr ;-)

Neben den klassisch instrumentierten gibt es immer wieder kurze elektronische Stücke, die teils mit einer Art maschinenhaft stampfendem Rhythmus versehen ("Suintement", "Partch's X-Ray", "A Rebours"), teils völlig strukturlos sind ("Miroirs", "Ectoplasme", "Bacteria"). Diese erinnern etwas an neuere Sachen von Art Zoyd.

Insgesamt ist "Implosion" nicht ganz so druckvoll wie "rhythmix" oder die frühen UZ-Alben. Für RIO-Fans ist es aber in jedem Fall empfehlenswert.

Anspieltipp(s): Falling Rain Dance
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.7.2004
Letzte Änderung: 12.7.2004
Wertung: 10/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 2)


Kaum eine andere Prog-Band, die in meinem ausgedehnten CD-Regal eine Heimstatt findet, macht düsterere und gleichsam hypnotischere Musik als die Belgier von Univers Zero um den Drummer, Keyboarder, Komponisten und Arrangeur Daniel Denis. Auch auf ihrem neunten Album "Implosion" überzeugen die Belgier mit ihrer perfekt arrangierten Musik. Der hohe kammermusikalische Anteil (allein das riesige Instrumentarium weist schon in diese Richtung), die nicht-linearen Kompositionen, Percussion als melodie-führende Instanz(!), dies alles bestätigt die alte Weisheit 'Belgier sind anders' und macht ihre Musik fast unbeschreiblich für den Rezensenten (eine Sünde, so etwas in ein Review schreiben zu müssen...).

Obacht! Univers Zero sind keine Rockband oder zumindest keine Rockband mehr. Niemand erwarte hier wirklich irgendetwas, das auch nur ein wenig nach gängigen Rock-Klischees klingt. Etiketten sind in der Avantgarde eh immer ein wenig problematisch, aber bei Denis und seiner Truppe ist seit ihrer Neuformierung Ende der 1990er Jahre quasi nichts (mehr) von diesem Genre übrig. Sie bewegen sich bestenfalls innerhalb (besser auf dem Felde) der Rock-Traditionen genauso wie auf anderen weiten und weit entfernten Feldern der Musik, namentlich der Kammermusik, Theater- oder Filmmusik, Volksmusiken (einige Kompositionen klingen eher nach Volkstänzen aus Mittel- und Osteuropa), schiere Klangcollagen oder bisweilen sogar mittelalterlicher Musik. Dabei extrahieren und abstrahieren Univers Zero so stark, dass die einzelnen Quellen nicht mehr direkt nachvollziehbar bleiben und das Ergebnis neu und unverwechselbar klingt. Ist dies wirklich "more of the same"? Finde ich wirklich nicht. Niemand erwarte bei einer Formation wie Univers Zero eine musikalische Revolution (Wohin sollte diese denn bitte führen?), wohl aber eine stringente Evolution von der starken Betonung der rhythmischen Komplexizität auf rhythmix (Nomen est omen) zur melodischen Vielfalt auf "Implosion".

Anspieltipp(s): Falling Rain Dance
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2006
Letzte Änderung: 25.2.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Univers Zero

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1977 Univers Zero (1313) 13.00 2
1979 Heresie 12.00 2
1981 Ceux Du Dehors 12.00 3
1984 Uzed 13.00 1
1986 Heatwave 11.50 2
1999 The Hard Quest 10.00 2
2001 Crawling Wind 10.00 1
2002 rhythmix 12.00 1
2006 Live 12.50 4
2009 Relaps - Archives 1984 - 1986 11.25 4
2010 Clivages 12.00 2
2014 Phosphorescent Dreams 12.00 1

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