Implosion
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Cuneiform |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (3 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Michel Berckmans |
Oboe, Englischhorn, Fagott |
| Serge Bertocchi |
Saxofon, Tuba |
| Aurélia Boven |
Cello |
| Daniel Denis |
Schlagzeug, Keyboards, Sampler, Akkordeon, Gitarre |
| Dirk Descheemaker |
Klarinette, Bassklarinette |
|
| Bart Maris |
Trompete, Flügelhorn |
| Eric Plantain |
Bass |
| Christophe Pons |
Gitarre |
| Bart Quartier |
Marimba, Glockenspiel |
| Igor Semenoff |
Violine |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Suintement (Oozing)
|
1:13
|
| 2. |
Falling Rain Dance
|
4:14
|
| 3. |
Partch's X-Ray
|
5:23
|
| 4. |
Rapt D'Abdallah
|
3:01
|
| 5. |
Miroirs (Mirrors)
|
1:18
|
| 6. |
La Mort De Sophocle (Sophocle's Death)
|
3:11
|
| 7. |
Ectoplasme
|
1:07
|
| 8. |
Temps Neufs
|
4:56
|
| 9. |
Mellotronic
|
4:04
|
| 10. |
Bacteria
|
1:28
|
| 11. |
Out Of Space 4
|
2:53
|
| 12. |
First Short Dance
|
0:43
|
| 13. |
Second Short Dance
|
0:44
|
| 14. |
Variations On Mellotronic's Theme
|
3:05
|
| 15. |
A Rebours (In Reverse)
|
1:56
|
| 16. |
Méandres (Meanderings)
|
9:38
|
| Gesamtlaufzeit | 48:54 |
|
|
Rezensionen

"More of the same" schrieb Kollege Achim zum Vorgänger "rhythmix", und diese Einschätzung passt auch zu "Implosion", das alle Ingredienzen eines typischen Univers-Zero-Albums aufweist. Klassische Instrumente (v.a Holzbläser) und Schlagwerk dominieren die - wieder völlig instrumentale - Musik, die keinerlei typische Rockstrukturen aufweist, sondern wieder eher im Bereich der modernen Klassik mit leichtem Einfluss mittelalterlicher Musik angesiedelt ist.
Allerdings wirkt die Musik auf "Implosion" nicht mehr ganz so düster wie auf früheren Werken der Band: Stücke wie "Falling Rain Dance" oder "Rapt D'Abdallah" sind deutlich "heller" und haben schon etwas geradezu Ausgelassenes. Einige düstere Momente gibt es dennoch, so "La Mort de Sophocle", in dem sich die Musik in geradezu quälender Langsamkeit bewegt, oder "Mellotronic". Die Namensähnlichkeit des letzteren mit einem von Proggern bevorzugten Instrument kommt übrigens nicht von ungefähr ;-)
Neben den klassisch instrumentierten gibt es immer wieder kurze elektronische Stücke, die teils mit einer Art maschinenhaft stampfendem Rhythmus versehen ("Suintement", "Partch's X-Ray", "A Rebours"), teils völlig strukturlos sind ("Miroirs", "Ectoplasme", "Bacteria"). Diese erinnern etwas an neuere Sachen von Art Zoyd.
Insgesamt ist "Implosion" nicht ganz so druckvoll wie "rhythmix" oder die frühen UZ-Alben. Für RIO-Fans ist es aber in jedem Fall empfehlenswert.
| Anspieltipp(s): |
Falling Rain Dance |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
11.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
12.7.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 3)

"More of the same" kann ich als UZ-Neuling natürlich nicht sagen. Aber als Quasi-Amateur in der Welt der Belgier möchte ich ein paar Bemerkungen loswerden.
Ich empfinde Implosion ebenfalls eher als gelöst, teils romantisch, gar schwelgerisch... Beeindruckend ist das Schlagzeugspiel von Bandleader Daniel Denis, der ohne Unterlass "melodisch" trommelt und keineswegs für Rhythmus-Aktivitäten zuständig ist. Das macht ausnahmslos Basser Eric Plantain mit einfachen Läufen, die nur selten das Band-dienliche Fundament durchbrechen. Federführend ist aber natürlich das "Mini-Orchester" mit wunderschönen Melodien. Einzig die elektronischen Zwischenspiele sind live sicher beeindruckend (ich hab's beim Freakshow-Festival erleben dürfen), langweilen aber spätestens beim dritten Durchlauf und erzielen nicht das wohl gewünschte Konzept-Feeling.
Fazit: eine schöne Scheibe, brauchbar für Univers Zero Einsteiger, man sollte aber über die Zwischenpassagen hinwegsehen können.
| Anspieltipp(s): |
Falling Rain Dance |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
11.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
12.7.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Kaum eine andere Prog-Band, die in meinem ausgedehnten CD-Regal eine Heimstatt findet, macht düsterere und gleichsam hypnotischere Musik als die Belgier von Univers Zero um den Drummer, Keyboarder, Komponisten und Arrangeur Daniel Denis. Auch auf ihrem neunten Album "Implosion" überzeugen die Belgier mit ihrer perfekt arrangierten Musik. Der hohe kammermusikalische Anteil (allein das riesige Instrumentarium weist schon in diese Richtung), die nicht-linearen Kompositionen, Percussion als melodie-führende Instanz(!), dies alles bestätigt die alte Weisheit 'Belgier sind anders' und macht ihre Musik fast unbeschreiblich für den Rezensenten (eine Sünde, so etwas in ein Review schreiben zu müssen...).
Obacht! Univers Zero sind keine Rockband oder zumindest keine Rockband mehr. Niemand erwarte hier wirklich irgendetwas, das auch nur ein wenig nach gängigen Rock-Klischees klingt. Etiketten sind in der Avantgarde eh immer ein wenig problematisch, aber bei Denis und seiner Truppe ist seit ihrer Neuformierung Ende der 1990er Jahre quasi nichts (mehr) von diesem Genre übrig. Sie bewegen sich bestenfalls innerhalb (besser auf dem Felde) der Rock-Traditionen genauso wie auf anderen weiten und weit entfernten Feldern der Musik, namentlich der Kammermusik, Theater- oder Filmmusik, Volksmusiken (einige Kompositionen klingen eher nach Volkstänzen aus Mittel- und Osteuropa), schiere Klangcollagen oder bisweilen sogar mittelalterlicher Musik. Dabei extrahieren und abstrahieren Univers Zero so stark, dass die einzelnen Quellen nicht mehr direkt nachvollziehbar bleiben und das Ergebnis neu und unverwechselbar klingt. Ist dies wirklich "more of the same"? Finde ich wirklich nicht. Niemand erwarte bei einer Formation wie Univers Zero eine musikalische Revolution (Wohin sollte diese denn bitte führen?), wohl aber eine stringente Evolution von der starken Betonung der rhythmischen Komplexizität auf rhythmix (Nomen est omen) zur melodischen Vielfalt auf "Implosion".
| Anspieltipp(s): |
Falling Rain Dance |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
25.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
25.2.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Univers Zero
Zum Seitenanfang
|