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Trigon

Herzberg 2004

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; live; Psychedelic
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Rainer Lange Gitarre, Schrei
Stefan Lange Bass, Gummihuhn
Tihomir Lozanovski Schlagzeug

Gastmusiker

Udo Gerhards Keyboards, Samples
Nick Lieto Flügelhorn (*)

Tracklist

Disc 1
1. Trigonometrie 6:02
2. Archaische Extasetechniken 4:32
3. Ein kleines brachiales Machwerk 4:22
4. Wenn wir dich rauchen schreien wir 6:08
5. Peitscht das Kamel 6:27
6. Coitus Trigonus Continuum   (*) 7:06
7. Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne 6:19
8. Aural-Verkehr in Frickelposition   (*) 6:05
9. Wunder werden billigend in Kauf genommen 4:56
10. TanZEN 5:14
11. You do fräsend 7:02
12. Tückischer Tonterror 4:29
13. Blue Time 5:12
14. Hummelflug 3:03
Gesamtlaufzeit76:57


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 3)


Nachdem ich von TRIGON bisher nur "Das UMO-Mandat" kannte bzw. den Mitschnitt der 4. Progparade, der gut war, aber im Sound halt einige Lücken aufwies, kaufte ich mir diesen Mitschnitt des diesjährigen Herzbergfestivals (auch weil unser geschätzter BBS-Erfinder Udo mit von der Partie war) - ich bereue es nicht!

Geboten werden hier Titel der letzten Studio-CD sowie andere schon aus früheren Mitschnitten bekannte Titel. Spannend der Vergleich mit dem 2002-Mitschnitt - und siehe da, immer noch laut, straight und direkt, gewinnen sie aber deutlich an Format. Nicht nur, dass sie es hier auch mal etwas ruhiger (zumindest für ihre Verhältnisse) angehen, nein, gerade die beiden Gastmusiker geben den bekannten Stücken neue Facetten. Udos leicht an frühe Crimson erinnernde Sounds geben schon den Opener einen düsteren Touch, der vom "neuen" Drummer mit mächtigen Paukenschlägen noch verstärkt wird. Ähnliche Wirkungen auch bei "Ein kleines brachiales Machwerk", das von Rainer Lange viel flüssiger gespielt wird und durch Udos einfachen aber effektvollen Sound einen bedrohlichen Unterton bekommt. Lobenwert auch der Drummer - er ist sehr abwechslungsreich, mal percussiv, mal straight, was die Musik spürbar belebt.

Erste Highlights waren für mich "Peitscht das Kamel" mit einem sehr schönen Klaviersolo von Udo, bzw. die beiden Titel mit dem Flügelhornspieler Nick Lieto. Gerade "Coitus Trigonus Continuum" bietet Spannung und gleichzeitig den Ohren etwas Erholung vom doch harten Sound der Band.

Ebenso schön auch der "Hummelflug", der durch den Flötensound und den prägnanten Gitarrenlinien spürbar eleganter geworden ist - war sie 2002 quasi eine schwerfällige Hummel, mausert sie sich hier zum eleganten Flieger, klasse Ausklang.

So bliebt mir momentan nur zu sagen, sehr schöne CD, Udo sollte auch im Studio mitmachen, und wenn ich mir die Tracks der beigelegten Zusatz-CD anhöre, mit Gerdski wäre da noch jemand, den ich gern mit TRIGON hören möchte. Mit diesem Livemitschnitt bieten sie eine tolle JAM-Platte, für mich sozusagen die Alternative, wenn ich diverse Grateful-Dead-Aufnhamen hinter mir habe.

Anspieltipp(s): Hummelflug, Coitus Trigonus Continuum, Trogonometrie
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.9.2004
Letzte Änderung: 2.9.2004
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


2004 scheint kein schlechtes Jahr für Trigon aus Karlsruhe zu werden... erst das sehr schöne neue Studioalbum "Continuum" und jetzt der Live-Mitschnitt "Herzberg 2004" vom Auftritt beim gleichnamigen Hippie-Festival. Und die Veröffentlichung der "Progparade 4"-Live -CD liegt ja auch noch nicht solange zurück.

Eines vorne weg - und das ist vielleicht gleich das wichtigste: Der Sound von "Herzberg 2004" ist einfach ein Hammer! Dies steht einer "professionellen" Liveproduktion nun wirklich in nichts mehr nach (und "professionell" meint hier nicht, dass Trigon bisher nicht professionell waren, sondern, dass die Aufnahme nach Rolling Stones Mobile Recording Truck und viel, viel Geld für die Produktion klingt) und damit gibt es auch keine Ausreden mehr, sich nicht mit Trigon zu beschäftigen.

Trigon bieten hier mal wieder mit ihrer unnachahmlichen Spielfreude ein Live-Programm mit einer Mischung als alten "Band-Klassikern" und Material von der aktuellen Studio-CD dar. Im Liveumfeld klappt das musikalische Konzept der Trigonauten mit der viel besprochenen "singenden" Gitarre in Kombination mit der druckvollen Rhythmussektion einfach am besten. Rainer Lange bietet ein ums andere Mal einen Ohrenschmaus mit seinen virtuosen, verspielten, mitreissenden Gitarren-Eskapaden. Dazu trommelt Tihomir Lozanovski den einen oder anderen Beat, der nicht mehr von dieser Welt ist. Mittlerweile ist der "Neue" richtig in der Band angekommen und setzt selbstbewusst seine Akzente. Stefan Lange spielt solide wie immer und hält den anderen den Rücken frei (und quält das Gummihuhn...quietsch!).

Der Trend der letzten Studio-CD vom brachialen Rock hin zu mehr differenziertem, fast schon spacig-psychedelischem Spiel, setzt sich hier auch live ein bisschen fort und das macht die Musik von Trigon nochmals spannender. Auch wurden die teilweise ausladenden Kompositionen vom Studioalbum etwas gestrafft, was sich gut macht.

Seit einiger Zeit begleitet der Webmaster dieser Seiten, Udo Gerhards (auch aktiv bei Scythe und Nekropolis 23), Trigon live mit seinen Keys. Auf "Herzberg 2004" wirkt das so richtig wie aus einem Guss. Udo Gerhards hat grössere Anteile im Klangbild als je zuvor und weiss diese auch zu nutzen. Bedrohliche Sphärenklänge, Düstere Flächen, Samples, gar ein richtiges Solo (mit einem tollen Piano-Sound im übrigen)... das gibt den Trigon'schen Kompositionen eine zusätzliche Tiefe, die einfach Spass macht.

Spass machen auch die beiden Gastauftritte von Nick Lieto (von Frogg Café) am Flügelhorn. Schauer laufen einem über den Rücken, wenn Lieto seine melancholischen Linien über die Trigonauten legt... wie also ob er schon immer und lange Jahre ein Mitglied dieser Band gewesen wäre. Hier treffen sich grosse Musiker mit blindem Verständnis... und Trigon erleben sicherlich ihre jazzigsten Momente ever.

Tolle Scheibe! Man möchte den Karlsruhern zurufen: Mögen Euch Commander Iskander und die Götter Fon und Watt noch lange gewogen bleiben, damit wir noch viele Aufnahmen wie diese geniessen können.

Vorbesteller von "Herzberg 2004" kamen in den Genuss einer Bonus-CD mit drei zusätzlichen Tracks, die auf der regulären Ausgabe (die schon eine proppenvolle Spielzeit hat) keinen Platz mehr gefunden haben, diversen MP3-Titeln (unter anderem die komplette aktuelle Promo-CD der Trigonauten) und allerlei Infomaterial und Bilder. Wer diese Gelegenheit hat verstreichen lassen... Pech ;-)) Aber beim nächsten Mal wisst Ihr bescheid!

Anspieltipp(s): Peitscht das Kamel, Aural-Verkehr mit Frickelposition
Vergleichbar mit: Trigon stehen inzwischen für sich selbst ;-)
Veröffentlicht am: 3.9.2004
Letzte Änderung: 3.9.2004
Wertung: 12/15
Von den mir bekannten Trigon-Alben bisher der Höhepunkt

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 3 von 3)


Dies ist die ultimative Trigon-Scheibe. Das hier ist Krach, brachial, Gewalt, Wahnsinn, sogar Kunst, sogar Jazz manchmal. Ein Quantensprung für die Band und das absolute Highlight in der Discographie. Basta.

Eigentlich könnte ich mich jetzt locker zurücklehnen und mich an meiner überaus eloquenten Rezi erfreuen. Alles gesagt. Note drunter. Fertig.

Na gut, etwas ausführlicher: Herzberg 2004 bietet die ultimativen Live-Performances der Karlsruher Band Trigon. Alle Hits, alle Klassiker. Die Trumpf 3 + 1, also ihr mittlerweile fast als regulär anzusehendes Live-Outfit, sticht: Die Lange-Brüder, Timi Lozanovski und Udo Gerhards (Nekropolis 23), das ist mittlerweile auf der Bühne eine druckvolle und homogene Einheit und genau dies hört man auf dieser herrlichen CD: Alle Songs kommen deutlich ...äh... ultimativer daher (klingt doof, ich weiss), als in allen zuvor gehörten Versionen (und ich kenne viele Scheiben von den Irren), außerdem ist dies eine unglaublich gut klingende Scheibe, was für eine Band mit so nem Schmalspurbudget wie Trigon nun wirklich nicht immer zu bewerkstelligen ist. Udo Gerhards spielt so dermaßen wohl-gewählte Sounds auf dem Album, dass alles gleich mal drei Ecken satter, fetter, düsterer, brachialer und sonst was klingt.

Etwas besonderes ist Nick Lietos (Frogg Café) Einsatz. Der Trompeter spielt mal gerade auf zwei Stücken mit (heul, auf nur zwei Stücken) aber der Typ groovt so dermaßen ab, dass sich die Scheibe schon allein wegen seines Einsatzes lohnt. Doch halt, halt...bitte nicht missverstehen: Auch ohne Nick Lietos Einsatz wäre das ganze Album ein Kracher. Wie gesagt, Udos Beiträge werten den Gesamtsound auf, sehr clever, wie er innerhalb eines Jahres zwischen der Progparade 4 - Live und heuer die richtigen Sounds gefunden hat, um als atmosphärischer Konterpart zu Rainer den Sound satter zu machen; ebendieser Rainer spielt sich den A*sch ab (OK, das macht der immer); Thimi zeigt sein ganzes Können (Wer erinnert sich noch an Holzfäller-Daniel?); Stefan spielt Bass (jaha, und man hört es sogar), kurzum - bestes Material, bestens eingespielt, Sound bestens und das Artwork ist von solch psychedelischer Ürgseligkeit, dass es schon wieder geilomeilo ist.

Anspieltipp(s): Coitus Trigonus Continuum, Aural-Verkehr in Frickelposition, Blue Time, Tückischer Tonterror ... ach alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.9.2004
Letzte Änderung: 14.9.2004
Wertung: 12/15
Das ultimative Trigon-Album

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Trigon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Beschränkte Haftung 10.00 1
2002 HeiZEN 8.50 2
2002 Burg Herzberg Festival 2002 9.00 1
2003 Das UMO-Mandat 11.00 1
2003 2. Artrock-Festival - Live 2003 10.00 1
2004 Live im Schlachthof Lahr, 16.10.2004 10.00 1
2004 Continuum 11.00 1
2004 Progparade 4 - Live 9.50 2
2005 Emergent 11.67 3
2007 Live 2007 (DVD) 12.50 2
2011 2011 12.00 1

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