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Aragon

Mr. Angel

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: LaBraD'or Records
Durchschnittswertung: 5.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Poloyannis Guitar, Programming, Backing Vocals
Les Dougan Vocals
Tom Behrsing Keyboards, Piano, Programming

Tracklist

Disc 1
1. Surface Tension 4.07
2. The Art Gallery 3.34
3. Here It Comes Again 4.35
4. The Crying Game 5.28
5. Wings Of Heaven 4.00
6. The Haunting 2.31
7. One More Angry Moment 4.19
8. I Don't Want To Know 3.45
9. Here In My Heart 3.57
10. A Little Bit Of Love 3.56
11. Mr. Angel 3.28
Gesamtlaufzeit43:40


Rezensionen


Von: Fix Sadler @ (Rezension 1 von 2)


1995 wurde nach langem hin und her das "neoprogressive Konzept-Meisterwerk" Mouse bei SI-Music veröffentlicht - dann ging SI-Music pleite...

Man könnte meinen, dass Aragon das zum Anlass nahmen ein Album rauszubringen, das radiotauglich ist. Denn als nur 3 Jahre später der Nachfolger Mr. Angel erschien, war das Geschrei unter Aragon-Fans groß. "Die ganze Platte klingt wie ein Album von Bryan Adams!" - war der zusammengefasste Tenor... Na ja, als ausgewiesener "Bryan-Adams-Hasser" kann ich das so zwar nicht unterschreiben (sonst würde ich laut Mitschreien), aber nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Platte ziemlich rock-poppig geworden ist. Was die Songlängen andeuten bestätigt sich teilweise bei den Kompositionen. Einfach gehaltene Stücke mit Strophe-Refrain-Solo-Schema. Was bleibt ist Aragons Sinn für wabernde Atmosphäre, Les Dougans markerschütterndes Organ und leichte Verweise auf Szenegrößen wie Peter Gabriel und/oder Pink Floyd. Dabei darf man aber sicher nicht verhehlen, dass die ganze Geschichte eigentlich nichts mehr mit Prog zu tun hat und nur der Vollständigkeit halber auf den BBS erscheint.

Dennoch können Aragon-Symphatisanten mal ein Ohr riskieren, da die Band trotz aller "Einfachheit" immer noch klar als Aragon erkennbar bleibt und Stücke wie The Art Gallery, The Haunting und I Don't Want To Know recht percussiven ArtPop bieten, wie er z.B. auch auf The Meeting zu finden war. Dass A Little Bit Love (stellvertretend für 3-4 weitere Stücke) fast schon Schlagerniveau hat, will ich aber auch nicht unausgesprochen lassen (auch wenn ich dabei schmunzeln kann...).

Fazit: alles andere als essentiell, alles andere als völlig daneben.

P.S.: Eine weitere Platte mit "wieder progressivem Kram" ist seit VÖ von Mr. Angel angekündigt - das kennt man ja schon bei der Truppe.

Anspieltipp(s): Surface Tension
Vergleichbar mit: Aragon mit Rock-Pop-Attitüde
Veröffentlicht am: 10.10.2004
Letzte Änderung: 10.10.2004
Wertung: 5/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Süßes Cover, oder!?

Aragon veröffentlichten nach ihrem Maus-Konzept eine CD mit ausschließlich kurzen „Songs“. Man kann es ihnen nach dem Vorgänger nicht verdenken. Mit Stücken wie „The Cradle“, „The Meeting“ oder auch „Brave New World“ hat die Band schon intensiv unter Beweis gestellt, dass sie Top-Shorties schreiben können. Soviel zur grundsätzlich guten Idee.

Eine lausige Idee hingegen war es, das Album mit „Surface Tension“ zu eröffnen: beim ersten Hören dachte ich, aus Versehen wäre eine CD mit einem alten Arrive Alive-Demo in meinem Player gelandet. Identischer Rhythmus, böser Sound (keine Sorge, das wirkt nur die ersten Augenblicke so). Hm! „The Art Gallery“ entschädigt hingegen im Anschluss – dumm nur, dass mir altem Aragon-Bewunderer seinerzeit nach Track 1 der Spaß sofort vergangen war.

Was nun noch folgen sollte sind insgesamt doch recht gleichartige und für sich genommen gar nicht mal sooo schlecht Songs. Nur leider ist es eben nicht das, was ich von Aragon hören möchte. Dazu kommt, das solche Musik von ca. fünftausend anderen Bands besser dargeboten wird. Wozu also...

Aber man sollte eben doch im Hinterköpfchen behalten, dass die Mannen um Les Dougan eben mal etwas ganz Simples raushauen wollten, was ihnen auch gelungen ist. Man interpretierte also wohlwollend, dass die Band weiterhin Musik schrieb und so die Hoffnung auf ein zukünftiges tolles Aragon-Prog-Album am Leben gehalten wurde.

Abschließend möchte ich den Kennern dieser CD noch offenbaren, dass mir der wohl einfachste Song der CD am besten gefällt und er sogar Dauergast auf der 16gb Karte meines Handys ist: Das Titelstück. Doo doodoo, doo doodoo!

Anspieltipp(s): The Art Gallery
Vergleichbar mit: Aragon in platt
Veröffentlicht am: 7.11.2009
Letzte Änderung: 7.11.2009
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Aragon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Don't Bring The Rain 9.00 2
1992 The Meeting 11.00 2
1993 Rocking Horse (and other short stories from the past) 9.50 2
1995 Mouse 10.00 1
2004 The Angels Tear 9.33 3

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