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Yang

A Complex Nature

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Frédéric L'Epée Guitar
Julien Vecchié Guitar
Stéphane Bertrand Bass
Volodia Brice Drums

Tracklist

Disc 1
1. The two worlds 8:16
2. Subterranean 6:35
3. Innocent seducer 5:46
4. Compassion 4:26
5. Homme-enfant 4:41
6. Impatience 7:03
7. The red mask 5:27
8. Pride 5:54
Gesamtlaufzeit48:08


Rezensionen


Von: Udo Gerhards @


Eigenbandbeschreibungen von Plattenfirmen muss man in der Regel mit einer Spur Skepsis geniessen. Im Fall von Yang mag ich Cuneiform aber recht geben: die Namen King Crimson und Gordian Knot werden genannt, und das passt in etwa. Das Quartett um Gitarrist Frédéric L'Epée (Shylock, Philharmonie) bietet mit zwei Gitarren plus Bass plus Schlagzeug verspielten instrumentalen Prog, der in der verschränkten Gitarrenarbeit und der immer wieder aufblitzenden kraftvollen Rockigkeit ein ums andere Mal an die oben genannten Gruppen erinnert. Rotzig-verzerrtes findet dabei ebenso seinen Platz wie Introvertiert-balladeskes mit cleanem Klang.

Die einzelnen Nummern, obschon instrumental und soundmässig recht gleichklingend, bieten kompositorisch einigen Abwechslungsreichtum: mal wird beinahe Latin-artiger treibender Rhythmus zugrundegelegt, mal fast funky schrammelnde Rhythmusgitarren, mal wird einfach nur schräg-verzwirbelt gerifft, mal im Gitarren-Duo melodische Leadlinien zelebriert, mal fast jazzrockig gegroovt, mal stampfend gerockt. Nicht alles funktioniert dabei gleichgut: "Compassion" etwa, obwohl nur gut vier Minuten lang, zieht sich träge schleppend etwas zu lang: die Instrumentierung kann den hymnischen kompositorischen Ansatz nicht tragen.

Der oben erwähnte King Crimson-Einfluss schlägt in der Gitarrenarbeit, insbesondere dem Arpeggio-geprägten Spiel beider Gitarristen - Julien Vecchié ist ein Schüler L'Epées; dieser betreibt eine Gitarrenschule in Nizza - immer wieder durch. Kompositorisch sind Yang aber zugänglicher, harmonischer und wirken dabei menschlicher. Dies wird unterstützt durch den sehr direkten, natürlichen Sound. Man hört dem Album - in guter Weise - an, dass es in nur drei Tagen aufgenommen wurde: der erwünschte Eindruck von Spontaneität kommt rüber und sorgt auch ohne Publikum für Live-Feeling. Das wäre überhaupt eine schöne Idee: ich könnte mir vorstellen, dass Yang auch live eine sehr gute Figur abgeben. Vielleicht kann einer der einschlägigen deutschen Veranstalter die Franzosen für ein oder zwei Auftritte über den Rhein locken. Bis dahin müssen wir aber wohl mit einer sehr gelungenen Platte vorlieb nehmen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: King Crimson, Gordian Knot
Veröffentlicht am: 26.10.2004
Letzte Änderung: 26.10.2004
Wertung: 11/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Machines 11.00 1

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