Stadaconé
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
RCA |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Réjean Yacola |
E-Piano, Piani, Wurlitzer, Minimoog, Clavinet |
| Martin Murray |
Hammond, Solina, Minimoog, Sax, Tambourin |
| Caroll Bédard |
Guitars, Talk Box, Percussion |
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| Pierre Hébert |
Bass |
| André Roberge |
Drums, Percussion |
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Gastmusiker
| Gilles Ouellet |
Celesta, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stadacone
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10:19
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| 2. |
Le Cosmophile
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5:43
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| 3. |
Il Faut Sauver Barbara
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4:19
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| 4. |
Ad Hoc
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4:30
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| 5. |
La "Baloune" de Varenkurtel Au Zythogala
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4:57
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| 6. |
Isacaaron
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11:22
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| Gesamtlaufzeit | 41:10 |
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Rezensionen

Kann man sich Platten schön hören? Ich denke schon, genauso, wie man sich an Platten satt hören kann. Aber was ist der Unterschied zwischen "Schönhören" und eine anderen beliebten Floskel, "wächst mit jedem Durchlauf"? Bei "Stadaconé" bin ich nicht ganz sicher, wie es mir mit dem Album gegangen ist, aber - Floskel, die vierte - "im Zweifel für den Angeklagten".
Sloches Debüt "J'un oeil" kannte ich einige Zeit, bevor ich mir "Stadaconé" zulegte. Jenes nahm mich auf Anhieb mit dem locker-flockigem Charme gefangen, den Kollege Ralf J.G. in seiner Rezension treffend beschrieben hat. "Stadaconé" brauchte ein wenig länger, bis es zündete, obwohl es objektiv betrachtet - ohoh, das ist glattes Eis, die Sache mit der Objektivität in der Kunst - das bessere Album ist. Aber eben nicht "obwohl", sondern "weil"! "Stadaconé" ist raffinierter und verspielter, die Stücke sind komplexer, vielteiliger, kurz "proggiger". Und eben durch diesen Kontrast zur flüssigen Naivität von "J'un oeil" dauerte es ein Weilchen, bis ich das Album intus hatte.
Eigentlich bleiben sich Sloche treu: immer noch spielt die Band einen grossteils instrumentalen, leichtfüssigen Mix aus schwärmerischen, symphonischen Elementen und sanftem Jazzrock-/Canterbury-Sound. Der Sound ist immer noch - für heutige Ohren - herrlich angestaubt analog, dabei aber sehr farbig und vielfältig. Das Schlagzeug ist immer noch "unwuchtig". Nur dass die Gruppe die Stücke um ein paar Ecken mehr laufen lässt als beim Debüt. Mal wird Zappas "King Kong" beiläufig zitiert, mal regt sich in kantigen Rhythmen und Riffs ein Hauch von Gentle Giant, mal soliert ein jazziges Saxophon, mal blubbern die Synthesizer oder es taucht aus dem Nichts gregorianischer Gesang auf. Und wenn man sich schliesslich an die komplexeren Songstrukturen gewöhnt hat, merkt man, dass der Charme von "J'un Oeil" hier genauso vorhanden ist und nur mit schärferen Kanten versehen wurde.
Leider ist "Stadaconé" ebenso wie das Vorläuferalbum momentan nicht regulär erhältlich und nur in einer recht teuren Ausgabe zweifelhafter Herkunft verfügbar. Schade. Wer auf eine interessante Mischung zwischen behend-schlankem Fluss und verspielten Strukturen steht, würde mit Sloche sehr gut bedient.
| Anspieltipp(s): |
eigentlich egal |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.12.2004 |
| Letzte Änderung: |
9.12.2004 |
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Nach meiner schwärmerischen Einschätzung im Fall des Erstlings von Sloche könnte ich diese euphorischen Worte auch bezüglich von "Stadaconé" ohne Bedenken wiederholen. Da mache ich es mir nicht so schwer wie mein Vorredner. Hier wird die symphonisch-jazzige Variante der progressiven Rockmusik auf die Spitze getrieben und in eine kaum in Worte zu fassende leichtfüßige Eleganz gehüllt. Der Wechsel von elegischen Soundflächen und vertrackter Rhythmik verläuft fließend. In harmonischer Manier werden diese stilistischen Gegenpole zu einem wohlklingenden Sound verwoben.
Die beiden Nummern „Stadaconé“ und „Isacaaron“ setzen den vertrackten symphonisch-jazzigen Rahmen, in den sich die von der Spielzeit her kompakteren Titel perfekt einbetten. Hieraus ragt noch einmal solch eine Perle wie „Ad Hoc“ glänzend hervor. Der dynamische Beginn ist im Fall dieses Titels beinahe schon jazzig-funkig gehalten, woraufhin sich aber ganz behutsam eine feingliedrige Mixtur aus Grazie und zurückhaltendem Bombast einschleicht, die immer mehr das musikalische Gesamtbild erfüllt. Zwischenzeitlich wird dann wieder eine wohl dosierte Komplexität eingeflochten, welche sich dann endgültig zur eindringlichen Eleganz empor schraubt. Auch wenn mir jetzt eine inflationäre Bewertung vorgeworfen werden sollte, reiht sich das zweite Album der Frankokanadier qualitativ in die Riege der großartigen Progalben der 70er Jahre ein und steht dem Debüt in nichts nach, sondern übertrifft dies sogar um Nuancen.
| Anspieltipp(s): |
Ad Hoc, Isacaaron |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.7.2005 |
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Auch das zweite (und letzte) Album der Frankokanadier Sloche, das ursprünglich im Herbst 1976 erschienene "Stacadoné", wurde 2009 von ProgQuebec erstmals offiziell (legal) auf CD wieder veröffentlicht. Als Vorlage dienten die originalen Masterbänder, so dass der Klang dieses Reissues wirklich exzellent ist. Die gewohnt aufwendige Aufmachung von ProgQuebec rundet diese lang erwartete Wiederauflage ab.
Riesig sind die Unterschiede zum Sloche-Erstling "J'un Oeil" nicht. Auch "Stacadoné" bietet eine sehr tastenlastige Mischung aus Jazzrock und klassischem Prog, doch sind die komplexen Nummern des Zweitlings bisweilen etwas vertrackter, jazziger und auch funkiger ausgefallen, was dann zu Lasten der klassischen Progatmosphäre geht. Der neue Schlagzeuger André Roberge ist zudem deutlich druckvoller zu Gange, so dass das Album mit etwas mehr Wumms aus den Boxen kommt. Höhepunkt der Scheibe ist das abschließende "Isacaaron", welches den großen Klassikern unseres Genres aus den 70ern in nichts nachsteht.
Ansonsten gibt es hier "more of the same" auf sehr hohem Niveau, so dass "Stacadoné" ebenso wie "J'un Oeil" jedem Liebhaber jazzig-rockigen Progs im allgemeinen und der klassisch-progressiven Musik aus Quebec der 70er Jahre im besonderen sehr empfohlen sei!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
16.11.2009 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sloche
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 1975 |
J'un Oeil |
11.80 |
5 |
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