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Jane

live at home (at home - live)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Krautrock; Rock / Pop / Mainstream
Label: Brain
Durchschnittswertung: 8.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Klaus Hess guitar, vocals, taurus bass pedals
Martin Hesse bass, vocals
Peter Panka drums, vocals
Manfred Wieczorke keyboards, vocals

Tracklist

Disc 1
1. All My Friends 4:57
2. Lady 3:32
3. Rest Of My Life 4:34
4. Expectation 5:29
5. River 3:48
6. Out In The Rain 10:25
7. Hangman 7:42
8. Fire, Water, Earth + Air 4:00
9. Another Way 5:37
10. Daytime   (nur auf LP) 9:24
11. Hightime For Crusaders 5:09
12. Windows 19:11
Gesamtlaufzeit83:48


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 3)


Neben Eloy war Jane in den frühen 70ern das Aushängeschild der hannöverschen "Progbands". Auch musikalisch sind beide Bands miteinander verwandt, was durch den Ex-Eloy-Keyboarder Wieczorke noch verstärkt wurde. Der Titel dieser DoLP/CD ist nicht eindeutig. Auf der LP klebt ein runder Sticker: "jane *at home* live (kann man andeutungsweise auf dem COverbildchen sehen). je nachdem, in welcher Reihenfolge man das liest, kommen nun unterschiedliche Aussagen zustande. Auf den LP-Vignetten selbst steht nur JANE live.

Diese Doppel-LP, meine einzige Jane-Platte, ist ein Mitschnitt im heimatlichen Hannover, entsprechend gut ist die Atmosphäre. Jane spielen melodischen Hardrock mit langen Instrumentalpassagen mit Gitarre und Orgel im Wechsel mit eher pathetischen Gesangspassagen. Zudem leisteten sie sich drei Leadsänger, was der Musik mehr Farbe gibt.

Seite 1 beginnt mit "All my friends" sehr konventionell mit einem soliden Hardrockstück. Aber ab "Lady" kommt der Jane-Kosmos durch, getragene Midtempostücke, pathetisch schwer im Rhythmus mit Hammondorgelwogen und Streichersounds. Wer die frühen Eloy-Platten kennt, wird den Keyboardsound sofort wiedererkennen.

So schleppt sich das Ganze durch die folgenden drei LP-Seiten. Bei "Daytime" klingt eben mal Jon Lord und Deep Purple durch, bei "Hightime for crusaders" der "Echoes"-Groove von Pink Floyd. Höhepunkt ist "Windows", welches die gesamte vierte Seite einnimmt. Sanfte Orgelklänge leise aus dem Hintergrund mit elegischen Gitarren und ein verschleppter Beat leiten den Titel langsam ein, dann ziehen Jane das Tempo an, und ab geht der Track. Es gibt dazu hübsch anzuhörende Gitarrenausflüge in höhere Sphären. Einziges Manko: statt Hesse hätte Hess die Leadvocals singen sollen. Mit Bornemann ginge "Windows" problemlos als Eloy-Titel durch.

Tja, nichts Weltbewegendes. Es ist nett anzuhörender, mit langen Instrumentalpassagen durchsetzter melodiöser Hardrock, wie er damals modern war, aber aus heutiger Sicht leicht anachronistisch ist. Wer Jane einfach mal kennenlernen will, dem dürfte diese LP/CD reichen. Wer die frühen Eloy kennt und diese zu schmalzig findet: Jane sind etwas rockender. Was besonders lustig ist: alle Ansagen sind in Englisch und das in der Heimatstadt ;->> Komplette Selbstüberschätzung nenne ich so was. So viel vom "Lokalpatrioten".

Anspieltipp(s): Windows
Vergleichbar mit: ELOY
Veröffentlicht am: 3.1.2005
Letzte Änderung: 12.2.2005
Wertung: 8/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 3)


Diese Doppel-LP habe ich mir irgendwann Mitte bis Ende der 80er zugelegt, als ich alles absorbiert habe, das auch nur entfernt nach Pink Floyd geklungen hat. So kam ich zu diversen LPs von Nektar, Eloy, Omega und eben Jane. Die Live-Scheibe von Jane war auch deshalb interessant, weil hier ein seitenlanges Stück darauf zu finden war, für mich - damals - ein Gütezeichen für unkommerzielle und progressive Klänge.

Die Ernüchterung stellte sich dann, wie auch bei den meisten Produktionen der oben angeführten Gruppen, bald ein. Allzuviel Progressives oder Komplexes gibt es auf "Live At Home" nämlich nicht zu hören. Wie Andreas es kurz und treffend zusammengefasst hat: "Mit langen Instrumentalpassagen durchsetzter melodiöser Hardrock" wird hier geboten, getragen von Gitarre und Orgel (mitunter sehr Floyd-beeinflusst) und versehen mit ziemlich pathetischem Gesang. Da mir zudem der entsprechende Lokalpatriotismus fehlt, finde ich das Ganze inzwischen ziemlich einfallslos, langweilig und abgestanden, auch wenn man den Musikern bescheinigen muss, dass sie ganz ordentlich ihrer Tätigkeit nachgehen.

"Out In The Rain" (von "Here We Are") und "Daytime" (vom Debut) sind wohl die besten Nummern hier und zudem fast so etwas wie Klassiker der Gruppe. Etwas unverständlich ist es daher, dass gerade letzteres Stück auf dem CD-Reissue dem Zeitlimit zum Opfer gefallen ist. "Windows" ist auch nicht schlecht, nur deutlich zu lang.

Trotzdem denke ich, dass "Live At Home" immer noch eines der besten Alben von Jane ist. Die Produktion ist druckvoll, der Live-Sound ist sehr gut und die vertretenen Titel geben einen guten Überblick über die Musik der Hannoveraner. Wer also Jane kennenlernen möchte, der sollte zu diesem Album greifen! Ach ja, die englischen Kommentare und Ansagen - "live in der heimat" - sind wirklich albern, aber vermutlich, da die resultierende Scheibe auch im Ausland verkauft werden sollte, war das eine Anweisung von "oben".

Anspieltipp(s): Out In The Rain, Windows
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2005
Letzte Änderung: 24.3.2006
Wertung: 6/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


Dieses Album ist ein großartiges Live-Dokument einer Band, die mit ihren Nachfolgeformationen seit 1994 (Peter Panka's Jane, Klaus Hess' Mother Jane und Werner Nadolny's Jane) heute immer noch - auch z.T. juristisch gegeneinander! - unterwegs ist. Damals aber war die Jane-Welt noch in Ordnung und die Band auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Entwicklung und ihres Erfolgs.

Live wird nur eine kleine Werkschau geboten. Das Album sollte höheren Ambitionen dienen! Die hardrockigen Seiten der Band werden nur gestreift, das hardrockigste Album (Jane III) bleibt bis auf das softe, ins Konzept passende I need you (hier: Rest of my Life) ausgespart. Soundmäßig dominiert ganz deutlich der keyboardlastige sinfonisch erhaben schwebende, melodische Softrock, wie er im gleichen Jahr auf dem Album Fire, Water, Earth & Air zu hören war. Das Besondere ist, dass hier live jede Menge Songs zu hören sind, die sonst auf keinem Studio-Album zu finden sind - allen voran der Longtrack Windows -, die aber im wesentlichen alle in der für jenes Jahr typischen, soft-schwelgerischen Stimmung gehalten sind. Immer wieder sorgen aber auch rockige Passagen für Abwechslung und Dynamik.

Mittlerweile gibt es auch die Doppel-CD-Ausgabe, die neben der kompletten LP (bis dahin fehlte Daytime!) auch noch Live-Aufnahmen einiger Stücke aus dem Live at Home-Repertoire aus dem Jahr 1977 für den WDR enthält.

Wer Jane auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erleben will und diese LP oder Doppel-CD hört, hat eine Ahnung davon, warum sich die Band in den 70ern so großer Beliebtheit erfreute, und speziell dieses Album so ein Renner war. Kult!

Anspieltipp(s): Hangman, Windows
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Eloy, Barclay James Harvest
Veröffentlicht am: 29.10.2011
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jane

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Together 10.33 3
1973 Here We Are 7.50 2
1974 III 5.00 1
1975 Lady 4.00 1
1976 Fire, water, earth & air 9.00 2
1977 Between Heaven And Hell 5.00 1
1978 Age of Madness 5.50 2
1979 Sign No. 9 3.00 1
2002 Genuine 5.50 2

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