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Sonic Pulsar

Playing the Universe

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Ambient; Progmetal; Spacerock
Label: Fossil Records
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Hugo Flores vocals, guitars, synthesizers, bass, drum programming
Carlos Mateus Most Lyrics, Synthesizers, additional guitars (9), acoustic guitars (5)

Tracklist

Disc 1
1. Radio Silent 7:06
2. Dreamscapes 5:46
3. Sending Dead Flowers 6:13
4. Wasting 8:29
5. Old Man's Tale 2:41
6. Sonic Pulsar 3:56
7. I have this stone 4:29
8. In slow motion 6:41
9. This is not a jam session 6:54
10. New Perspective 5:56
11. Made of Dreams 2:59
12. Playing The Universe 4:24
13. Somewhere in the Universe 6:23
Gesamtlaufzeit71:57


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


“Radio Silent” brettert mit bestem Progmetal ähnlich Threshold los. Der Song hat ordentlich Drive, ist nicht übermäßig komplex, sondern legt Wert auf das melodische Zusammenspiel von Gitarren und Synthesizern. Hugo Flores entlockt hier wie bei anderen Songs des Albums seiner Gitarre im Solo allerlei singende Töne. Schön gemacht. Der nächste Song. „Dreamscapes“. Aus den Fernen des All erheben sich Echolaute, sphärische Engelsmusik und eine hingetupfte Klaviermelodie bis die Drums einsetzen, die schließlich vollends für eine spacige Ambient-Atmosphäre sorgen. Progmetal? Was soll das sein?

Zwischen diesen beiden Polen – melodiösem Progmetal und spacigem Ambient – entfalten sich nun die folgenden 11 Songs. „Sending Dead Flowers“ etwa wirkt gleich wie die perfekte Synthese beider Stilrichtungen. Diese Synthese gelingt allerdings nicht immer so gut. „Wasting“ stellt die traditionelle Metal-Ballade mit etwas schwülstigem Gesang dar, „New Perspective“ erinnert mich an die 70-er-Jahre Free. Besser kommt das ebenfalls in der Gesangsmelodie überzeugende „In slow motion“ irgendwo zwischen Pink Floyd und Vince Guaraldi. Und obwohl Hugo Flores eigentlich kein schlechter Progmetal-Sänger ist, gefallen mir die Instrumentals besonders gut. Neben dem erwähnten „Dreamscapes“ etwa das irgendwie krautig-rockende „Sonic Pulsar“.

Einwände könnten dagegen erhoben werden, dass keine echten Drums verwendet werden, aber das Drum-Programming wirkt keinesfalls steril und passt sowieso gut zum spacigen Sound des Duos. Störender empfinde ich eher den gelegentlichen Hang zu etwas sehr süßlichen Keyboardsounds. Insgesamt aber stellt Playing the Universe einen einigermaßen originellen und durchaus überzeugenden Stil-Mix dar.

Anspieltipp(s): In slow Motion, Sending dead Flowers
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.1.2005
Letzte Änderung: 5.2.2007
Wertung: 10/15

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Von: Kristian Selm @ (Rezension 2 von 2)


Zwei Portugiesen in Belgien. 1990 trafen sich Hugo Flores und Carlos Mateus während der gemeinsamen Studienzeit in Brüssel und entschlossen sich zusammen zu musizieren. Nach ein paar Jahren kehrte Hugo wieder in die Heimat zurück, während es Carlos nach vierjährigem England Aufenthalt, etwas später in die heimischen Gefilde zurückzog. So fanden sich beide im Jahr 2001 letztendlich wieder mit dem gemeinsamen Gedanken zusammen, eine eigene Band auf die Beine zu stellen. Das Endresultat liegt mit "Playing the universe" vor, welches unter dem Namen Sonic Pulsar veröffentlicht wurde.

Kopf des Duos ist eindeutig Hugo Flores, der neben Gesang und Gitarre, sich ebenfalls noch für Synthesizer, Bass und Drumsamples zuständig zeichnet, Carlos Mateus steuert die Texte, Synthesizer und zusätzliche Gitarrenlinien bei. Trotz der vielschichtigen, stilistischen Breite, die hauptsächlich auf sinfonische Elemente baut, immer wieder einige härtere Parts einfließen lässt, sind die Grundtendenzen mehr im leicht spacig angehauchten Neo Prog Bereich verwurzelt, gegen Ende des Album schlägt vermehrt der Space Rock Hammer zu. Zwar hört man den Titeln an, dass hier viel Arbeit und der Wille für Abwechslung hineingesteckt wurde, doch schon nach kurzer Anhörenszeit kommen die großen "Aber".

Die Arrangements und Einfälle wirken doch bisweilen sehr vorausschaubar, die Übergänge zu hölzern und die Songideen sprühen nicht gerade vor Überraschungen. Zwar mögen ätherische, spacige Parts noch zur Auflockerung dienen, aber letztendlich kriegt man den Eindruck nicht los, dass die Musik eigentlich nie so richtig aus den Startlöchern kommt. Als weiterer Minuspunkt kommt die sehr dünne Produktion hinzu, wobei man hier augrund des begrenzten Budgets sicherlich nicht zu kritisch sein sollte. Auch bei der Auswahl der manchmal recht käsig bzw. billigen Keyboardsounds bewies das Duo aus Südeuropa nicht immer ein glückliches Händchen.

Was aber wohl nur durch gehörige Nachbearbeitung verschlimmbessert hätte werden können, ist der emotional doch recht unterkühlt herüberkommende Gesang. Man kann den beiden Portugiesen mit Recht anrechnen, dass sie sich keineswegs eindimensional festlegen, mit ihrem inhaltlich stimmig wirkenden Stilmix so etwas wie eine eigene Identität erarbeiten. Dennoch zieht "Playing the universe", trotz einiger guten Ansätze im Vergleich mit anderen Veröffentlichungen einfach den Kürzeren. Aber Kopf hoch, jeder bekommt schließlich eine zweite Chance.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.7.2006
Letzte Änderung: 29.7.2006
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sonic Pulsar

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Out Of Place 8.67 3

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