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Nic Potter

The Blue Zone

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1990
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Line Music
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Nic Potter Keyboards, Bass

Gastmusiker

Duncan Browne Gitarre (4,5)
Lindsay Cooper Fagott (5)
Malcolm Duncan Saxofon (6)
Guy Evans Percussion (1)
Stuart Gordon Violine (5)
Peter Hammill Gitarre (1)
Huw Lloyd-Langton Gitarre (3,6)
Catherine Milliken Oboe (5)
Snowy White Gitarre (2)

Tracklist

Disc 1
1. Ocean Blue 6:11
2. A Whiter Shade Of Blue 3:50
3. Blue Zone: One 5:47
4. Blue Zone: Two 3:30
5. Blue Zone: Three (Gods and Ancestors) 11:13
6. Hard As Irony 4:42
Gesamtlaufzeit35:13


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Auf "The Blue Zone" wird Nic Potter unter anderem von seinen ehemaligen Bandkollegen Guy Evans und Peter Hammill sowie Hammills langjährigem musikalischen Gefährten Stuart Gordon unterstützt. Das Ergebnis gefällt mir deutlich besser als das zu poppige "Mountain Music" (welches das einzige Potter-Album ist, das ich zum Vergleich heranziehen kann).

Die elegischen Synthieklänge von "Ocean Blue" sind charakteristisch für das ganze Album. Hammill liefert dazu dezente Gitarreneinsätze, Guy Evans steuert etwas Perkussion bei.

Mit "A Whiter Shade of Blue" geht es etwas flotter weiter. Ein leicht poppiges Stück, vergleichbar den besseren Sachen von Ex-Camel-Keyboarder Peter Bardens.

Höhepunkt des Albums sind die drei Teile des Titelstücks. Teil 1 beginnt mit einem schnellen, Sequencer-ähnlichen Rhythmus, wandelt sich dann in ein mächtiges Stück mit leicht klassischem Einfluss. Gegen Ende gibt es einen kurzen, aber schönen Gitarreneinsatz von Huw Lloyd-Langton (Ex-Hawkwind).

Die beiden anderen Teile sind deutlich ruhiger gehalten. Bei Teil 2 liefert Potter eigentlich nur ein paar sanft hin und her wallende Hintergrundklänge zu einem langen Akustik-Gitarren-Solo. Ähnlich ist auch Teil 3 aufgebaut, hier treten dann noch Oboe, Fagott und Violine dazu. Ein sehr elegisches Stück von teilweise schon mystischer Atmosphäre.

Mit "Hard as Irony" wird es dann wieder etwas konventioneller, das Saxofon finde ich hier etwas kitschig. Dieses Stück erinnert wieder an Solosachen von Peter Bardens.

Insgesamt eine schöne Elektronik-Platte, mit einer Spielzeit von nur knapp über einer halben Stunde aber reichlich kurz geraten!

Anspieltipp(s): Blue Zone 1-3
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.1.2005
Letzte Änderung: 8.10.2005
Wertung: 10/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Alles was Recht ist: The Blue Zone ist eine CD gefüllt mit wundervoller Musik. Nic Potter, ehemals Bassist von VdGG, schafft verwunschene, traumhafte Klanglandschaften und muss sich dafür - im Gegensatz zu mir wegen der vorangegangenen schwülstigen Formulierung - nicht im geringsten schämen.

Die Farbe Blau steht im Mittelpunkt dieses Werkes. Der Ozean ist tiefblau. In Musik ausgedrückt kommt dabei ein Stück wie „Ocean Blue“ heraus, welches sein musikalisches Thema zwar liebevoll aus „Das Boot“ entlehnt, aber damit vor seinem Richter durchkommt. Atmosphäre pur packt den Hörer und zieht ihn tief unter die Wasseroberfläche, immer wieder brechen Sonnenstrahlen durch die Wasseroberfläche und ich vergesse, dass ich seit Minuten keine Luft zum Atmen mehr um mich herum habe. Wieder schwülstig? Aber wenn's doch so ist...

Die drei „Blue Zone“ betitelten Stücke sind kein zusammenhängendes Werk, es sind drei einzelne Perlen, von denen sicherlich Teil 2 herausragt. Lauscht man diesem Stück an einem angenehmen Sommermittag auf dem Rücken liegend, so muss man lediglich seine Augen schließen um sich in einem griechischen Olivenhain zu wähnen. Genau diese Atmosphäre fängt Nic bei diesem Stück ein, geprägt durch die Akustikgitarre von Duncan Brown. Teil 1 hingegen erinnert an das seinerzeit zurecht über alle Maßen beliebte „Watermark“-Album von Enya.

Tolle, atmosphärische Instrumentalmusik, die leider zu unrecht von so gut wie niemandem auf diesem blauen Planten wahrgenommen wurde, wird und werden wird. Deshalb lieber VdGG-Liebhaber, Fan instrumentaler Musik, BBS-Leser, der gerne mal chillt und last not least alle, die keine harten Gitarren und unglaublich Kompliziertes, Schräges gar brauchen um freudig erregt Musik zu hören: suchen, zuschlagen, hören, zustimmen und diese CD dem Vergessen entreißen.

Anspieltipp(s): Ocean Blue
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.11.2009
Letzte Änderung: 7.11.2009
Wertung: 11/15
Im Sommer 12, im Winter 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nic Potter

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 The long hello Vol. II (mit Guy Evans) 7.00 1
1984 Mountain Music 8.00 1
1987 Self Contained 8.00 1
1997 Dreamworld 7.00 1
1997 Dreams in View 81-87 8.00 1

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