Down To Earth
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Bellaphon Records |
| Durchschnittswertung: |
5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Derek Moore |
Bass |
| Ron Howden |
Drums, Percussion |
|
| Allan Freeman |
Keyboards, Vocals |
| Roye Albrighton |
Guitars, Lead Vocals |
|
Gastmusiker
| P.P Arnold |
Vocals |
| Phil Brown |
Tuba |
| Bob Calvert |
Ringmaster |
| Ron Carthy |
Trumpet |
| Kenneth Cole |
Vocals |
| Steve Gregory |
Sax |
|
| Butch Hudson |
Trumpet |
| Chris Mercer |
Sax |
| Chris Pyne |
Trombone |
| Stephen Wick |
Tuba |
| The Chipping Norton Mandies |
Choir |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Astral Man
|
3:13
|
| 2. |
Nelly The Elephant
|
4:55
|
| 3. |
Early Morning Clown
|
3:24
|
| 4. |
That's Life
|
6:52
|
| 5. |
Fidgety Queen
|
4:06
|
| 6. |
Oh Willy
|
4:01
|
| 7. |
Little Boy
|
3:04
|
| 8. |
Show Me The Way
|
5:57
|
| 9. |
Finale
|
1:36
|
| Gesamtlaufzeit | 37:08 |
|
|
Rezensionen

Schon das Cover des 5. Studioalbums von Nektar verheisst nichts Gutes. Um einen Zirkus geht es auf "Down To Earth", den Lebenszirkus, den kosmischen Zirkus ... ein Konzeptalbum, na immerhin. Musikalisch geht es weniger kosmisch zu und auch nicht sonderlich progressiv. Selbst der psychedelisch-krautige Hardrock der drei Vorgängeralben ist hier fast verschwunden.
Eigentlich gibt es auf "Down To Earth" recht "normalen" Rock zu hören, etwas funky gelegentlich. Recht kurze Nummern sind das meist, mit Kirmes-Zirkusatmosphäre (insbesondere wenn die Bläser auftreten - à la Zirkusorchester), versehen mit stellenweise ziemlich grausligen Choreinlagen und alles in allem recht glatt und poppig. Offenbar haben Nektar mit dieser Platte nach dem US-Markt geschielt und auf den grossen komerziellen Durchbruch gehofft.
Harmlose, langweilige, mitunter auch schöne und recht melancholische ("Early Mornig Clown", "Thats Live") Rocknummern gibt es auf "Down To Eart" zu hören, solide eingespielt, perfekt produziert, versehen mit ein paar Scherzchen (der Zirkusansager z.B. - Bob Calvert von Hawkwind) und einigen Progrudimenten.
Wer hier Prog sucht, Krautrock oder Psychedelisches (so wie ich, der ich mir die Scheibe nach "Remember The Future" zugelegt, und etwas Ähnliches erwartet hatte - obwohl mir das Cover gleich sehr verdächtig vorkam), der wird ziemlich enttäuscht werden. Wer allerdings gutgemachten Mitsiebziger-Pop schätzt (z.B. Lake, Steely Dan, Fleetwood Mac), für den ist "Down To Earth" vielleicht interessant. Ansonsten: Finger weg!
| Anspieltipp(s): |
eigentlich nicht |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
3.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
10.2.2008 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Es stimmt wirklich, dass man einem Cover oftmals bereits ansehen kann, welche Musik sich auf der dazugehörigen Platte oder CD wohl sehr wahrscheinlich nicht befindet. Genau so verhält es sich auch bei „Down To Earth“ von Nektar aus dem Jahr 1974, der fünften Veröffentlichung der Band. Auf dem Cover sieht man einen englischen Doppeldeckerbus und davor vier Clowns und einen Zirkusdirektor. Nun und Clowns und Zirkusdirektoren haben noch nie Progressive Rockmusik gemacht. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Und somit hat die Musik auf „Down To Earth“ auch nur wenig mit der der Vorgängeralben zu tun.
„Down To Earth“ rockt mehr. Meist sehr geradlinig. Dabei kann es sich wie beim Auftaktstück “Astral Man” um eine Art Rockabilly-Adaption handeln, für die man schon eine ganz gehörige Menge an Toleranz aufbringen muss, um hier nicht die „Ein-Lied-Weiter“-Taste zu drücken. Oder aber es sind Rocker der Marke „Fidgety Queen“, ein wenig härter und mit Massen an Bläsern unterlegt. Allerdings groovt es hier und lässt sich jetzt auch gut anhören.
Sehr gelungen ist auch „Nelly The Elephant“. Man hört Nelly tröten, dann gibt es ein paar Begrüßungsworte unter anderem in Denglisch zu hören, was wiederum dem Umstand geschuldet ist, dass die Musiker zur damaligen Zeit in Hessen lebten. Das Orgelspiel des Stückes ist klasse, die Bläser und das Gitarrensolo sind bestens eingebettet, sodass der Titel während seines langen Instrumentalteils sogar ein wenig in die Richtung Psychedelic Rock abdriftet.
Mit „Early Morning Clown” bewegen sich Nektar dann auf der Schiene „netter und eingängiger Pop“, wohingegen „That’s Life“, die längste Nummer des Albums, mit uninteressanten Melodien und seltsamen Choreinlagen aufwartet. Zwar kommt dieses Stück dem Genre „Progressive Rock“ immer wieder relativ nah, allerdings aufregend ist das wahrlich nicht.
„Oh Willy“ ist schließlich zunächst ein Rocker im Stile von „Fidgety Queen“, weist im weiteren Verlauf allerdings einen Stilbruch auf und entwickelt sich hin zu einer relaxten, fast schon funkigen Nummer, um dann wieder in den ersten Part zu münden. „Little Boy“ ist erneut eine eingängige Popnummer, wohingegen sich „Show Me The Way“ gefährlich nahe der Überschrift „Hier packen wir mal alles rein“ nähert. Und man hofft inständig bei diesem dauernden weinerlichen „Show Me The Way“-Gesinge, dass sich doch endlich mal jemand erbarmt und Sänger Roye Albrighton den Weg zeigt, damit er nicht weiter danach rufen muss. Das letzte Stück, „Finale“ hat man bereits gehört und ist ein Teil von „Nelly The Elephant“, welches hier einfach noch mal recycelt wurde.
Fazit: Das ist kein Prog mehr, den Nektar hier fabriziert hat. Pop und Rock hört man auf „Down To Earth“. Manchmal ist dieser sogar ganz spannend gemacht, allzu oft allerdings auch einfach nur belanglos.
| Anspieltipp(s): |
Nelly The Elephant, Early Morning Clown, Fidgety Queen |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
30.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
29.7.2012 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nektar
Zum Seitenanfang
|