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Black Shark Said

a(e)ffect structures drift

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pierre Laube programming, piano & synths, drums, vox (2, 3, 5, 6, 8, 9, 10, 11, 12, 13)
Uwe Reinholz programming, acoustic & electronic guitar, synth (4), bass (11), vox (3, 4, 5, 6, 9, 10, 11)
Georg Lehmann air instrument arr., saxophones, transverse flute, synth & electric piano (2, 14)
Yves Laube solo guitar (12), vox (2, 3, 6, 10, 12, 13)

Gastmusiker

Werner Lohmeier bass (6, 10, 12, 14)
Ron Schmidt bass (6, 13)

Tracklist

Disc 1
1. Phylum 1:32
2. Animal Act 4:46
3. f.e. Luna 5:43
4. Apcyze 3:39
5. Pressure 5:29
6. The Plasmic Ocean 5:27
7. Am I... 2:27
8. Zero 4:04
9. Increase 3:55
10. t.o.a.d.y 3:09
11. II Risma 5:26
12. Impasse Blackpapered Motel 4:31
13. Uprooted 4:56
14. Type 4 Sax-System   (2:19 plus Hidden Track) 10:42
Gesamtlaufzeit65:46


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Immer wieder kommen höchst spannende Bands aus dem Osten Deutschlands. So auch Black Shark Said aus dem Großraum Zwickau-Chemnitz. Nach der ersten instrumentalen CD bietet die neue CD einen Sound, der im Großraum des New Artrock beheimatet ist. Das von Pierre Laube initiierte Projekt bietet mittlerweile auch dem Toxic Smile-Gitarristen Uwe Reinholz die Gelegenheit Sounds zu realisieren, die in seiner Stammband so nicht zu hören sind.

Die Band schöpft aus einem ähnlichen Klangkosmos wie Porcupine Tree in ihrer noch nicht dem Metal zugewandten Phase, d.h. die Quelle scheint eine ähnliche zu sein, wenn auch die Musik im Ergebnis andere Akzente setzt. Man hat es also nicht mit einem Klon-Verhältnis zu tun, sondern eher mit einer Verwandtschaft im Geiste. Für das ganz Besondere von Black Shark Said sorgt neben einem gewissen Electronic-Einschlag auch u.a. Georg Lehmann an Saxophon und Querflöte.

Nach einem ruhigen Intro, das durch allerlei Störgeräusche irritiert, geht das teilweise aggressive Animal Act eher in die Indie-Rock-Richtung. Aber f.e. Luna mit virtuosem Finale stimmt bereits auf die relaxte, keinesfalls aber zahnlose, melodische Atmosphäre ein, die weite Teile des Albums bestimmt, und dabei allerlei ansprechende musikalische Ideen unterbringt. Genannt sei hier etwa das stimmungsvoll mit Percussion, Bass und Flöte eingeleitete The Plasmic Ocean oder das mit spanischem Flair versehene Zero oder das eigenartig fließende „Instrumentalstück“ Increase mit überraschendem, wunderschönem Gesangseinsatz ganz am Ende. Gerade der Harmoniegesang überzeugt auch bei anderen Stücken.

Kurz vor Schluss geht es aber mit II Risma noch einmal härter zur Sache. Auch Impassed Blackpapered Motel bietet nach ruhigem Anfang groovenden Rock ohne streng nach Metal zu riechen. Und Uprooted überrascht neben seinem warmen Saxofon mit einem quirlig-proggigen Mittelteil.

Insgesamt ein Album voller vielschichtiger, abwechslungsreicher, atmosphärisch dichter Ideen, die zudem ohne Aussetzer über die gesamte Länge des Albums verteilt sind. Für mich eins der überzeugendsten, der im Sound modernen Prog-Alben der letzten Zeit, schnell vertraut und doch jenseits bekannter Klischees.

Anspieltipp(s): f.e. Luna, Increase, Impassed Blackpapered Motel
Vergleichbar mit: Porcupine Tree (vor ihrer Metal-Phase)
Veröffentlicht am: 16.5.2005
Letzte Änderung: 18.5.2005
Wertung: 12/15

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