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23977 Rezensionen zu 16376 Alben von 6364 Bands.
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Eloy

Ra

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1988
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: ACI
Durchschnittswertung: 6.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Michael Gerlach Keyboards, Schlagzeug, Synth-Bass

Tracklist

Disc 1
1. Voyager of the Future Race 8:51
2. Sensation 4:46
3. Dreams 8:03
4. Invasion of a Megaforce 7:42
5. Rainbow 5:21
6. Hero 6:51
Gesamtlaufzeit41:34


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


Auf "Ra" und dem Folgealbum "Destination" waren Eloy zu einem Duo aus Frank Bornemann und dem Keyboarder Michael Gerlach geschrumpft. Dazu kam auf beiden Alben eine ganze Reihe von Gastmusikern. Vielleicht ist dieses Fehlen einer richtigen Bandstruktur mit ein Grund dafür, dass weder "Ra" noch "Destination" besonders gelungen ist. Zwar finden sich hie und da noch ein paar schöne, typische Eloy-Momente, wie z.B. "Voyager of the Future Race", das den härteren Sound des 1984er Albums "Metromania" mit für die früheren Eloy typischen Keyboardklängen verbindet, aber manches wirkt doch irgendwie zu sehr angestrengt. Richtig übel wird es aber auf "Ra" nur einmal, bei "Rainbow", genauer gesagt beim Refrain dieses Songs. Der fängt eigentlich noch ganz passabel an, ein eher ruhiger Song, aber plötzlich schießt Bornemanns Stimme in luftige Falsett-Höhen, und ein bedenklich nach Schnulzen-Pop klingender Refrain setzt ein. Der Falsett-Gesang tritt auf "Ra" noch mehrfach zu Tage (noch mehr dann auf "Destination"), und an manchen Stellen, z.B. "Dreams", klingen die Vokalharmonien sehr nach Yes.

Insgesamt kein Ruhmesblatt für Eloy. Andererseits, wenn man bedenkt, was andere Bands in den Achtzigern so fabrizierten, ist "Ra" noch ganz akzeptabel.

Anspieltipp(s): Voyager of the Future Race
Vergleichbar mit: Yes (tw.)
Veröffentlicht am: 1.5.2002
Letzte Änderung: 1.5.2002
Wertung: 6/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 4)


Ich glaube, ich muß diese CD mal etwas in Schutz nehmen.

Eigentlich hatte 1988 wohl niemand mehr mit einer neuen ELOY-Scheibe gerechnet und dann erschien RA von einer zum Duo geschrumpften Band.

Musikalisch knüpfen die beiden an die Zeit 1979-1982 an: härter und gleichzeitig melodischer als in den Zeiten von Rosenthal und Schmidtchen fabrizieren sie recht rockige Stücke mit allen Zutaten, die ELOY so beliebt oder hassenswert machten. So gibt es die schwelgerischen Gitarren, Chöre, orchestrale Keyboards zu Hauf, Bornemann singt wie immer und das Ganze modern produziert. Selbst das von Jochen "verrissene" Rainbow hat Vorläufer bei Alan Parsons Project. Schlimmer als den Refrain finde ich hier die Chöre. Aber dieser Titel ist der einzige wirkliche Verlust auf dem Album.

Einziges wirkliches Manko, ein echter Drummer hätte den Songs noch besser getan. So ist RA für mich deutlich besser als der Vorgänger "Metromania" oder das nachfolgende "Destination" und auch in Teilen spannender als "The tides return forever". Wenn man bedenkt, das die beiden das Ganze in getrennten Studios aufgenommen haben, ein in sich schlüssiges Werk.

Anspieltipp(s): Voyager of the future race, Dreams
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.10.2004
Letzte Änderung: 29.6.2011
Wertung: 9/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Kennt jemand das Phänomen „sich-die-Musik-schön-hören“? Genau das versuche ich seit einigen Tagen mit diesem Album... Aber es gibt einiges, was dabei einfach ziemlich hinderlich ist.

Als wir unseren Helden das letzte Mal auf ihren Reisen durch Raum und Zeit begegneten, befanden sie sich zwar nicht in einem optimalen Zustand, aber boten doch Anlass zur Hoffnung. Wenn ich mir allerdings das 88-er-Output der dezimierten Band-Besetzung anhöre, dann muss ich leider, leider sagen: Die Scheibe ist total blutleer, völlig überproduziert, PC-Drums und Bass sind absolut schrecklicher 80er Jahre Quatsch. Schlimm, was die 80-er Jahre aus einer Band machen konnten... wir alle kennen ähnlich schreckliche Beispiele... und nun auch Eloy. Nun gut, es war seit Performance – fünf Jahre zuvor – abzusehen, wohin die Reise gehen sollte.

Dass Bornemann „wie immer“ klingen soll, kann ich allerdings nicht unterschreiben. Auch sein Gesang hat gelitten bzw. entwickelt sich z.T. von der klassischen, von Fans lieb gewonnenen Eloy-Trademark fort in Richtung 80-er-Plastik-Pop-Kompatibilität: seine Stimme wird harmonisiert und zieht dabei nach oben, da man im Hause Eloy wohl der Ansicht war, dass Bornemanns Stimme so besser zum synthetischen 80-ies-Sound passen würde. Schlimmer soll es in dieser Hinsicht noch weitere vier Jahre später auf dem Nachfolgealbum Destination kommen. Wehe, es schimpft mir noch mal einer über die klassischen Bornemann-Vocals!

An den Keyboards wird durchaus versucht, an die goldenen Tage der Band anzuknüpfen, gerade bei den weniger drumlastigen Titeln der zweiten Hälfte. Heraus kommt jedoch lediglich eine ziemlich zahnlose Süßlichkeit. Die drahtigen Gitarrensounds gehen dabei noch ganz in Ordnung, aber die dumpfen Plastiktrommeln schmerzen schon sehr. Dennoch gibt es bei einigen Songs immer wieder auch Ansätze, bei denen man denkt: da hätte was draus werden können (Invasion of a Megaforce, Rainbow). Aber dann fällt einem doch nur Alan Parsons an seinen schlechten Tagen ein.

Die Lyrics entwerfen immerhin eine Dystopie zum Thema Ewiges Leben durch Biotechnologie in bester Eloy-Tradition!

Anspieltipp(s): Rainbow, Sensation
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.2.2008
Letzte Änderung: 6.8.2011
Wertung: 4/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 4 von 4)


1988, im pre-Internet-Zeitalter, als man noch keine regelmäßigen Updates live aus dem Studio via Facebook direkt aufs Smartphone getwittert bekam, war es für den geneigten Hörer eine schöne Überraschung, als man in einen Plattenladen stolperte und ein neues Eloy-Werk erspähte. Vier Jahre zwischen zwei Alben war damals noch eine Ewigkeit, so dass ich schon gar nicht mehr mit einem Comeback der Band um Frank Bornemann rechnete.

Ein neues Album namens „Ra“ also. Es waren nur sechs Stücke darauf enthalten, ein fantastisches Cover, dazu noch ein Konzept. Dies löste in der Summe Begeisterung aus.

Nun, wenn man aus dem 21. Jahrhundert auf „Ra“ zurückblickt, dann fallen natürlich ganz andere Dinge auf. Da ist natürlich das (Eloy-typische) Pathos. Im dreiminütigen Intro proklamiert eine Dame den Sieg des Menschen über den Tod dank Gentechnik. Eloy blieben sich auch in den 80ern treu! Doch wenn dann der eigentliche Song beginnt, offenbart sich unverzüglich der Grund, weshalb „Ra“ zwar ein überraschend gut gelungenes Album des Jahres 1988 war, jedoch schon kurz darauf als Plastikmusik abgetan wurde: das Schlagzeug aus der Dose ist schon sehr speziell. Es klingt wie der zuschlagende Deckel eines Mülleimers. Wenn ich nun behaupte, dass dies irgendwie auch einen gewissen Charme besitzt, dann werden mir die wenigsten Kenner des Albums zustimmen.

Trotzdem war der Sound damals durchaus zeitgemäß futuristisch. „Voyager of the Future Race“ ist ein starker Song mit typischen Gitarren-Soli, die auch von „Silent Cries“ stammen könnten. Ja, erst heute fällt mir auf, wie sehr das Album dann eben doch nach Eloy klingt, trotz massenweise Synthies und modernster Weltraumtechnik. Untypisch hingegen ist Bornemanns Fistelgesang, der vor allem während „Invasion of a Megaforce“, einem Stück, das musikalisch durchaus ok ist, an den Nerven zerrt.

Ein Minus also für den Gesang, der ohnehin nie die ausgesprochene Stärke Eloys war. Ein Minus für die heute nicht mehr akzeptablen Drums. Ein Plus aber dafür, dass es Eloy auch 1988 schafften, immer wieder Synth- und Gitarrenpassagen aufzunehmen, die auch aus ihren Glanztagen 1976-79 stammen könnten. Das musikalische Potential von „Ra“ knüpft nämlich durchaus an ihre besseren Tage an.

Anspieltipp(s): Voyager of the Future Race
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2015
Letzte Änderung: 30.7.2015
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

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