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Philippe Besombes

Cesi est Cela

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1979 (CD-Reissue 2004, MIO-Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RIO / Avant
Label: Divox
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Géant   (davor "Princesse Lolita", 3:32) 4:34
2. Pawa 1 12:11
3. Ceci est Cela 14:43
4. Seul 5:13
5. Traversée (1976)   (5-10, Bonustracks CD-Reissue) 9:12
6. Trio (1976) 7:49
7. L'or des fous 4 (1975) 5:51
8. L'or des fous 2 (1975) 5:07
9. PFJ 159 (1972) 5:53
10. PJF 137 (1972) 5:03
Gesamtlaufzeit75:36


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


1976 eröffnete Philippe Besombes, zusammen mit Jean-Lous Rizet (siehe Besombes - Rizet), ein eigenes Aufnahmestudio und begann sich hauptsächlich als Produzent zu betätigen (in den 90gern sollte er gar Alben von Whitesnake und Manowar produzieren). Nebenher komponierte und spielte er auch Musik für verschiedene Tanztheaterproduktionen ein. 1977 gründete er dann die Elektro-Rock-Band Hydravion, deren erste LP, zumindest in Frankreich, recht erfolgreich war. Ein zweites Hydravion-Album konnte ein Jahr später den Erfolg allerdings nicht wiederholen. Besombes beschäftigte sich daraufhin mit der Produktion von Musik fürs Fernsehen. 1979 fragte das Divox-Label bei Besombes an, ob er daran interessiert wäre ein Album mit elektronischer Musik zu veröffentlichen. Besombes sagte zu und stellte ein Album zusammen, welches aus Teilen der oben erwähnten Balletmusik und einigen neuen Stücken bestand und noch im selben Jahr unter dem Titel "Cesi est Cela" erschienen ist.

Neben dem eigentlichen Album von 1979 sind dem CD-Reissue von MIO-Records noch sechs Bonusstücke beigefügt, die in den Jahren 1972-76 entstanden sind. Darunter befinden sich auch die beiden ersten Aufnahmen von Besombes, die dieser zusammen mit seinem damaligen Partner Jean-Francois Dessoliers 1972 gemacht hat (Tracks 9 und 10).

Ein recht wüstes Konglomerat an Klängen wabert hier aus den Boxen, erzeugt von einer Ladung von Tasteninstrumenten, vor allem verschiedenen Synthesizern. Auch ein Mellotron kommt bisweilen zu Ehren, dazu erklingen diverse Geräusche und Stimmen vom Tonband und ab und zu Beiträge verschiedener Gastmusiker (leider sind im Beiheft der CD keine Besetzungsangaben zu finden), die zumindest mit ihrer Stimme, einer Flöte, einem Bass, verschiedenen Perkussionsinstrumenten und einer Bassklarinette das Klangspektrum bereichern. Am besten bezeichet man das auf "Cesi est Cela" Gebotene wohl als exprimentelle, elektronische Musik. Kosmisch oder meditativ wird es hier allerdings nirgends. Vielmehr wechselt die Musik zwischen intensiven, fast bedrohlichen Momenten ("Géant"), dichten Soundgebirgen, etwas ziellosen Klangdurcheinandern, zähem Tonschweben- und wabern, maschinellem Dröhnen und Klappern und seltsamem Geplinge, Krachen, Summen und Zischen hin und her. Ab und zu trudeln Sprachfetzen durch die Klanglandschaft, mitunter verfremdet und zerhackstückt, werden irgendwelche Texte rezitiert, erklingen Nonnen- oder Eingeborenenchöre, flötet jemand elegisch oder trötet ein Rohrblattinstrument dazwischen (vermutlich - wie oben angedeutet - eine Bassklarinette).

Divox verlangte von Besombes auch einen "Hit", der an den Anfang des Albums gestellt wurde. "Princess Lolita" bietet dann auch eine Art von wavigem Elektro-Pop, der aber so ganz und gar nicht zum Rest des Albums passen will. Daher haben die Macher von MIO-Records die Nummer wohl dem Album als "nulltes" Stück vorangestellt. Track 1 der CD ist "Géant", welches erklingt, wenn man die CD einlegt und startet. Um "Princess Lolita" zu hören muss man bei laufendem Player vor dem ersten Stück gut dreineinhalb Minuten "zurückspulen". Allerdings ist das Stück diesen Aufwand nicht unbedingt wert.

"Cesi est Cela" ist ein interessantes, aber stellenweise ziemlich anstrengendes Album, das vom Hörer ein gehöriges Mass an Geduld und Aufmerksamkeit verlangt. Wenn man sich aber darauf einlässt, sind auf "Cesi est Cela" durchaus lohneswerte, klangliche Entdeckungen zu machen. Elektronik-Freaks mit einer Ader für experimentelle Soundspielereien sollten wohl recht viel Spass an der Scheibe haben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2005
Letzte Änderung: 5.11.2005
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Philippe Besombes

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Libra 11.00 1

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