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The Alan Parsons Project

The Turn of a Friendly Card

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (Neuauflage 2008 mit Bonustracks)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; Rock / Pop / Mainstream
Label: Arista
Durchschnittswertung: 6.25/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Alan Parsons Additional Keyboards
Eric Woolfson Keyboards, Vocals
Ian Bairnson Guitars
David Paton Bass
Stuart Elliott Drums, Percussion

Gastmusiker

Elmer Gantry Vocals
Lenny Zakatek Vocals
Chris Rainbow Vocals

Tracklist

Disc 1
1. May be a Price to pay 4:57
2. Games People play 4:19
3. Time 5:05
4. I don't wanna go home 4:57
5. The Gold Bug 4:33
6. The Turn of a Friendly Card

1. Part 1 2:40
2. Snake Eyes 3:18
3. The Ace of Swords 2:58
4. Nothing left to lose 4:05
5. Part 2 3:21

7. May be a price to pay (bonus track 2008)   (Intro-Demo) 1:32
8. Nothing left to lose (bonus track 2008)   (Basic backing tracks) 4:35
9. Nothing left to lose (bonus track 2008)   (Chris Rainbow vocal overdub compilation) 2:02
10. Nothing left to lose (bonus track 2008)   (Early studio version with Eric's guide vocal) 3:11
11. Time (bonus track 2008)   (early studio attempt) 4:42
12. Games people play (bonus track 2008)   (rough mix) 4:32
13. The gold bug (bonus track 2008)   (demo) 2:49
Gesamtlaufzeit63:36


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 5)


Ein zweiter "Geniestreich" im gleichen Jahr? Bei aller Kontinuität im Schaffen von Alan Parsons Project muss man doch vorsichtig in der Beurteilung sein. Licht und Schatten liegen hier eng beieinander. Wenn das Konzept aufgeht, gelingen mehr oder minder gute, z.T. klassisch gute Werke (Pyramid, z.T. Tales of Mystery). Wenn nicht, Schwamm drüber (siehe Eve).

Auch diesmal gibt es eigentlich nichts Neues, aber die Mixtur stimmt. Thematisch geht es um das Laster des Spielens. Nun ja, ein nicht so ambitioniertes Thema wie bei Eve, aber dafür ist das Thema klarer zu umreißen. Das Album enthält durchweg handwerklich gut gemachte Songs. Eric Woolfson darf hier zum erstenmal sein auf Wehmut programmiertes Organ ertönen lassen ("Time"). Sogar für Freunde des langen, mehrteiligen Musikstückes ist auf dieser Scheibe gesorgt. Der Titelsong gliedert sich in fünf Teile, die die Ingredienzien eines progressiven Werkes enthalten: Manierierter Gesang, Rythmenwechsel, verspielte Instrumentalpassagen, Anspielungen an klassische Motive etc.. Und mit dem Teilstück "Nothing left to loose" gibt Woolfson eine zweite Kostprobe seines Looser-Gesangs. So lass ich mir das Project gefallen.

Anspieltipp(s): The Turn of a friendly Card
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.4.2002
Letzte Änderung: 13.3.2008
Wertung: 7/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 5)


Nach dem schwachen Eve geht`s hier in etwa auf gleichem Niveau weiter. Wirklich begeistern oder auch nur aufhorchen lassen kann mich auch dieses Album nicht. Alles klingt vertraut und bekannt. Wirklich herausragend oder wenigstens packend ist keine Komposition.

"May be a price to pay" klingt nach "The Raven", "games people play" driftet etwas in die Disco-Dance-Ecke ab, des weiteren wabbern Future-Synthies vor sich hin (das gab`s auch schon auf I Robot), "Time" ist eine typische Parsons-Ballade, die es so auch schon gab und später noch oft geben wird. Langweilig.

"I don`t wanna go home"? Naja, vielleicht hätte er dies besser getan. 08/15 Musik ohne Anspruch.

Mit "the gold bug" haben sich Parsons und Kollegen eine weitere E.A. Poe Geschichte zum Thema genommen. Ist zwar eines der besseren Stücke, erreicht aber bei weitem nicht die Stimmung der Stücke auf Tales of Mystery and Imagination. Das Saxophonspiel ist ganz nett.

Abschließend folgt der Longtrack "the turn of a friendly card". Part one ist lieblich und hat eine schöne Melodie, mit "snake eyes" kann ich nichts anfangen, "the ace of swords" nimmt das "friendly card"-Thema wieder auf. Versprüht anfangs mittelalterliches Flair und pumpt dann in einem 7/8-Takt vor sich hin. Ein Krummtakt, eine Seltenheit bei APP. Doch so richtig zündet auch dieser Track nicht. Und mit "Nothing left to lose" wirds gleich noch eine Ecke langweiliger. Part two beschliesst die Platte mit einer Reprise des "friendly card"-Themas.

Das ganze Album ist relativ belanglos und einförmig und enthält im Vergleich zu EVE nicht einmal einen echten Kracher. Lohnt nicht!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Alan Parsons Projekt : EVE
Veröffentlicht am: 20.8.2003
Letzte Änderung: 20.8.2003
Wertung: 3/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 5)


So schlecht wie das katastrophale Eve finde ich dieses Album nicht. Es bietet zwar auch in seinen besseren Momenten nichts neues, aber immerhin sind ein paar Songs dabei, die an den symphonischen Art-Pop der ersten drei Parsons-Alben anknüpfen. Und mit dem mittelalterlich angehauchten The Ace of Swords findet sich hier ein richtig guter Instrumentaltrack. Apropos instrumental, dies ist das erste Parsons-Album, das nicht mit einem instrumentalen Stück anfängt. Na, wenn das mal keine Neuerung ist. Leider findet man aber auch einiges an Schrott, der die schwachen Mitt-80er-Alben des Project vorwegnimmt (besonders übel: Games People Play, I Don't Wanna Go Home).

Die im Frühjahr 2008 erschienene Remaster-Ausgabe enthält als Bonusmaterial alternative Versionen einiger Songs, darunter gleich drei Demoversionen von Nothing Left to Lose: einen "basic backing track", im wesentlichen als Keyboard-Solo, eine "vocal overdub compilation", die ausschließlich aus größtenteils textlosem Gesang (hier von Chris Rainbow) besteht, schließlich eine frühe Studiofassung in etwas anderer Instrumentierung als die spätere Albumversion. Das gibt einen recht interessanten Einblick in die Entstehungsweise eines Songs.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: eher "Eye in the Sky" als "Eve"
Veröffentlicht am: 12.3.2008
Letzte Änderung: 12.3.2008
Wertung: 6/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 5)


Es ist schon eine seltsame Fügung des Schicksals, dass ausgerechnet ich auf den Babyblauen Seiten über das Erscheinen einer erweiterten Neuauflage von The Turn of a Friendly Card von The Alan Parsons Project berichten darf. (Ein "turn of a friendly card" ist das aus meiner Sicht nicht unbedingt).

Jetzt verstehe ich erst recht, wieso ich um The Alan Parsons Project bisher einen großen Bogen gemacht habe, nachdem ich mir vor vielen Jahren einige Scheiben der Band angehört habe. Ich kann nämlich nichts mit der manchmal aufwendig orchestrierten, federleichten Popmusik a la Parsons anfangen. Unter unseren Rezensenten scheint auch keiner die Band besonders zu mögen. Es bleibt also zu hoffen, dass wenigstens unter den Lesern einige TAPP-Sympathisanten auszumachen sind.

Im Vergleich zu den tanzbaren und funkigen Rhythmen von The Alan Parsons Project wirken Kapellen wie Journey und Toto wie Meister der musikalischen Tiefgründigkeit. Allerdings findet man auf The Turn of a Friendly Card auch einige ansprechende Melodien, wie beispielsweise die beiden Teile des Titelsongs. Nur die glattgebügelte Darbietungsart ist nicht unbedingt mein Ding. Da helfen die wenigen eingestreuten Spuren der progressiven Kunst auch nicht sehr viel.

Aber nun ist die halt da, die am siebten März 2008 erschienene Neuauflage von The Turn of a Friendly Card. Es handelt sich hierbei um eine frisch remasterte "Expanded Edition" mit 7 Bonustracks, darunter 3 Versionen von "Nothing left to lose". (Für mehr Infos dazu siehe die Tracklist oben. Die oben für die älteren CD-Ausgaben aufgeführten fünf Teile des Titelsongs sind auf der Neuauflage aber als Einzeltracks aufgelistet, so dass die vorliegende CD mit Bonustracks insgesamt 17 Stücke beinhaltet).

Es wird wohl kaum einen The Alan Parsons Project-Fan geben, der dieser "Expanded Edition" widerstehen kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.4.2008
Letzte Änderung: 5.4.2008
Wertung: keine

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Von: Peter Meyer @ (Rezension 5 von 5)


Vier Rezensionen zu dem Album von Alan Parsons Project. Und jetzt noch eine fünfte? Ist das überhaupt notwendig? Ich meine: Ja!

Dieser Art von Musik Progmerkmale nachweisen zu wollen, wird immer etwas holprig bleiben. Die Produzenten beabsichtigten einen progressiven Ansatz auch gar nicht. Sie wollten einfach nur Konzeptalben - natürlich für einen Massenmarkt - aufnehmen, mit dem Optimum an den verfügbaren tontechnischen Möglichkeiten. Und das muss man ihnen, das werde ich ihnen zugutehalten. Denn man sollte diese Produktionen aus der Perspektive der Zeit ihres Entstehens betrachten. Ende der Siebziger gingen viele gestandene Acts infolge des (medial gesteuerten) veränderten Publikumsgeschmacks, der zu vergleichsweise simplizistischen Punk -und New-Wave-Kreationen tendierte, den Bach runter. Das war nach dem Bubblegum-Pop der frühen 70er (euphemistisch: "Glam-Rock") der zweite Tiefschlag für Liebhaber komplexer Rockmusik. Argwillige Kritiker werden jetzt sagen, Parsons sei von Bubblegum nicht allzu weit entfernt. Wie dem auch sei, Barry Graves formulierte im Rocklexikon schon treffend: „ Die zentrale Figur im Studio war nicht mehr der singende oder musizierende Rockstar, sondern der Produzent am Mischpult“.

Eines sollte klargestellt werden: Musiker wollen umfangreiche Zielgruppen begeistern, sie wollen maximalen Erfolg mit ihrer Musik haben, denn ansonsten hätten sie gleich Buchhalter werden können. Oder Müllwerker. Sicherlich hat es immer Künstler gegeben, denen das tatsächlich (und nachweisbar) egal gewesen ist, ich stelle mir Peter Green vor (der wohl auch psychische Probleme gehabt haben dürfte), oder die New Yorkerin Laura Nyro. Kunst ohne Kommerz ist schlechterdings immer eine kurzlebige Erscheinung. Nur, wer sich an den Mainstream (mehr oder weniger) assimilierte, hatte eine Chance im Geschäft zu bleiben (man denke an Yes mit 90125 oder an einige sehr umstrittene Genesis-Alben nach Wind and Wuthering). Wie viele geniale Bands sind untergegangen, weil sie es nicht geschafft haben, umstritten, aber erfolgreich zu sein.

Einem Musikmagazin aus jenen Jahren zufolge war APP besonders bei Eltern beliebt, weil die Musik durch die Orchesterarrangements bei ihren heranwachsenden Kindern die Hinwendung zur klassischen Musik ermöglichen bzw. fördern konnte (und sie nicht auf dumme Gedanken brachte wie, z.B., die Dead Kennedys 1981: Too Drunk To Fuck). In der Zeit vor Etablierung der Compact Disc machte die Branche den größten Umsatz mit Käufern unter 25. Parsons und Woolfson hatten mit dem als „Pink Floyd für Arme“ geschmähten Projekt nicht das Ziel, sich auf The Turn of a Friendly Card neu zu erfinden. Weiter Graves: „Parsons und Woolfson sind nun mal keine Rocker und wollen es auch gar nicht sein. Sie sind Handwerker.“ Sie lieferten Parsons-Standard ab; es fehlen Highlights wie Hyper Gamma Spaces, Lucifer und If I Could Change Your Mind, andererseits werden Ärgerlichkeiten (The Eagle Will Rise Again, You Won´t Be There, Winding Me Up) vermieden. Besonders Time sollte durch den sehr nachdenklichen Text in Erinnerung geblieben sein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2017
Letzte Änderung: 13.10.2017
Wertung: 9/15
nicht „Tales Of Mystery“, aber auch nicht zu verdammen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Alan Parsons Project

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Tales of Mystery and Imagination 11.25 5
1977 I Robot 8.80 5
1978 Pyramid 8.25 4
1979 Eve 3.00 3
1982 Eye in the Sky 5.67 3
1984 Ammonia Avenue 3.00 3
1985 Stereotomy 8.00 4
1985 Vulture Culture 2.75 4
1987 Gaudi 5.00 3
1990 Freudiana 6.50 2
1992 The ultimate collection 10.00 2
1993 Try Anything once 5.00 2
1994 Alan Parsons Live 1.00 3
1996 On Air 9.00 1
1999 The Time Machine 5.00 1

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