Murderock
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
3/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Keith Emerson |
keyboards |
| Doreen Chanter |
lead vocals on 2-3-4, backing vocals |
| Mike Sebbage |
vocals on 4 |
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| Mike Sheppard |
guitars,bass guitar |
| Derek Wilson |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Murderock
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2:49
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| 2. |
Tonight Is Your Night
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3:35
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| 3. |
Streets to Blame
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2:40
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| 4. |
Not So Innocent
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3:37
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| 5. |
Prelude to Candice
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1:48
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| 6. |
Don't Go In The Shower
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1:05
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| 7. |
Coffee Time
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2:37
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| 8. |
Candice
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3:42
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| 9. |
New York Dash
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1:32
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| 10. |
Tonight Is Not Your Night
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1:13
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| 11. |
The Spillone
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1:54
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| Gesamtlaufzeit | 26:32 |
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Rezensionen

Selten so lieblos und uninspiriert zusammengeschusterte Musik gehört, wie auf diesem von Keith Emerson komponierten Soundtrack-Album. Einige entwicklungsfähige Melodieeinfälle, einige vielversprechende Keyboardarrangements für Piano und Synthies vermischen sich hier mit einfallslosem Mainstreamrock und geschmacklosen Discorhythmen. Es scheint fast so, als könnte Emerson nur Keyboards (bei Bedarf auch noch Orchester) halbwegs vernünftig arrangieren, den Rest, sprich, die Gitarre, den meist weiblichen Gesang und die Rhythmustruppe müsste ein halbwegs fähiger Produzent übernehmen. Ist das die altbekannte Keyboarderkrankheit? Oder wurde die Keyboardlegende des Prog vom bösen Auftraggeber zu alledem gezwungen?
Der Gerechtigkeit wegen sollte ich doch vielleicht einige wenige teilweise anhörbare Stücke lobend erwähnen. Als da wären: das mit elektronischen Rhythmen versehene, die Platte eröffnende Keyboardinstrumental, einige ansprechende Teile des musicalartigen "Tonight is your night", das mit Keyboardbombast aufwartende "Not so innocent" und das klassisch angehauchte Pianostück "Prelude to Candice".
Für eine musikalisch derart bescheidene Platte gab es bisher ziemlich viele verschiedene Ausgaben des "Murderock"-Soundtracks. Darunter eine japanische CD, eine vom Inhalt her gleiche italienische (mir vorliegende) LP-Ausgabe sowie eine leicht gekürzte CD-Ausgabe, zusammen mit dem "Best Revenge"-Soundtrack (ebenso vorliegend). Es existiert außerdem noch eine neuere italienische (schließlich handelt es sich bei "Murderock-uccide a passo di danza" um einen italienischen Film von 1984) CD-Ausgabe von Cinevon, mit vier kurzen Bonustracks.
"Murderock" ist meines Erachtens nur für Sammler interessant.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.2.2006 |
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"Murderock" ist ein Film, der sich um die Frage dreht, was wohl aus "A Chorus Line" geworden wäre, wenn ein wilder Ausweider auf die Tanztruppe losgelassen worden wäre. Der Film stammt von Lucio Fulci, dem wir so unvergessliche cineastische Perlen wie "Die Nackte und der Kardinal", "Der lange Schwarze mit dem Silberblick" oder "Ein Zombie hing am Glockenseil" verdanken. Immer auf der Suche nach Arbeit blieb es nicht aus, dass Keith Emerson auch dem Paten des Ausweidens begegnete, und so steuerte er die Musik zu dessen Interpretation des Tanzfilm-Genres bei.
War "Inferno" der Porsche unter Emersons Soundtracks, so ist "Murderock" der Fußgänger. Ein schneller, trittsicherer, der tanzen kann, aber eben doch nur ein Fußgänger. Das liegt daran, dass der Anteil an anonymen Kompositionen, für die es einen Keith Emerson nicht gebraucht hätte, hier besonders groß ist. Schon das Titelstück ist blasser Instrumentalpop, Emerson soliert über einer immerhin recht nervösen Begleitung, allerdings ist er in seinen Keyboardfiguren an keiner Stelle wiederzuerkennen. Auch will das Hauptthema der Musik einfach nicht im Kopf hängen bleiben und so ist schon der Einstieg einer der schwächsten Momente des Albums. Kein guter Beginn.
Leider geht das so weiter: "Tonight Is Your Night" ist eine sentimentale zuckerige Softrockballade, die man von Keith Emerson eigentlich nicht hören wollte, und die beste Musik an "Streets to Blame" stammt von Ludwig van Beethoven - nämlich aus dessen Sonate "Pathétique".
Besser gut adaptiert als schlecht komponiert? Nun, es ist nicht so als hätte Emerson es verlernt gehabt. "Not So Innocent" beginnt mit einem kontrapunktischen Orgelintro, dann fällt Doreen Chanter mit einer süßlichen Melodie ein. An der Textstelle "You're not so innocent" zerschlitzt dann Emerson den Song mit dissonanten Keyboardklängen und einer seiner typischen Fanfaren – das ist schon sehr sehr gut gemacht. Und auch wenn Doreen Chanter (Chanter Sisters? Irgendjemand?) nicht die allerbeste Sängerin ist, sie bringt den Song glaubwürdig genug rüber. Ein Highlight des Albums – und interessant als Vorläufer der Musik auf "To the Power of Three".
Es folgt "Prelude to Candice", eine jener Pianominiaturen aus der gleichen Reihe, in die auch „Dream runner“ (von "Best Revenge"), "Interlude" (von "Changing States") oder "Close to Home" (von „Black Moon“) gehören. Das Stück greift die Orgelmelodie vom Beginn von "Not So Innocent" auf und variiert sie virtuos ebenso durch verschiedene Metren wie durch verschiedene stilistische Zusammenhänge hindurch. Der Titel verrät, dass das Klavierstück eine Art Intro zum Titel "Candice" ist, warum es hier separiert wurde, leuchtet mir nicht ganz ein. Vielleicht wäre dieser Höhepunkt des Soundtracks ansonsten etwas untergegangen? In diesem Fall: Richtig entschieden! "Prelude to Candice" ist eines der Highlights des Albums.
"Don't Go In The Shower" greift den 6/4-Rhythmus von "Not So Innocent" wieder auf, ebenso einen Teil aus dessen Keyboardmotiv, und kombiniert diese mit schrillen, dissonanten Tönen, die andeuten, was unter der Dusche wohl passiert. Es unterstreicht Emersons Klasse, dass er innerhalb weniger Sekunden eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugen kann – leider dauert "Don't Go In The Shower" aber nur wenige Sekunden, und so bleibt, was ein Höhepunkt des Soundtracks hätte werden können, ein bloßes Anreißen großartiger Musik. Schade!
"Coffee Time" ist ein lässiges Happy-Jazz-Stück, das offenbar für eine Kaffee-Szene entstanden ist. Nett zu hören, aber die Improvisationen sind blass und anonym, und man fragt sich die ganze Zeit, warum stattdessen nicht "Don't Go In The Shower" drei Minuten lang ist. Oder dreizehn.
"Candice" ist eine instrumentale Ballade, die das Motiv von "Prelude to Candice" aufgreift und weiterspinnt. Schöne Gitarrenarbeit von Mike Sheppard, aber wie viele andere Stücke des Soundtracks bleibt auch "Candice" leider blass und nichtssagend.
Das ändert sich mit "New York Dash", das mit seinem treibenden Funk-Rhythmus dem Album wieder ein wenig Drive verleiht. Der wird von "Tonight Is Not Your Night" wieder aufgegriffen, das im Grunde eine Variante von "Don't Go In The Shower" ist, rhythmischer, dichter instrumentiert, dafür nicht so unheimlich. Leider ist das Stück schon wieder vorbei, wenn Emerson gerade dabei ist, es mit einigen aufsteigenden Keyboardakkorden aufzuwerten.
Von da an gibt es nichts Spannendes mehr zu hören: "The Spillone", ein Keyboardfunk ohne jegliche Spannung, beendet das Album ebenso schwach, wie es mit "Murderock" begonnen hatte.
Auf der Cinevox-Ausgabe von 2001 schließen an dieser Stelle übrigens von vier kurze Stücke an, "Murderock, part 1" bis "Murderock, part 4", die das Album allerdings auch nicht aus seiner Mittelmäßigkeit befreien.
Die Soundtracks Emersons hatten sich bis dato dadurch ausgezeichnet, dass die Musik für sich alleine stehen konnte. Dies ist bei "Murderock" nicht mehr der Fall: Die Musik macht ohne den Film kaum irgendwelchen Sinn. Die meisten Stücke, an sich gar nicht so schlecht, sind leider total anonym und könnten aus der Feder irgendeines durchschnittlichen Filmmusik-Komponisten stammen. "Tonight Is Not Your Night" und "Don't Go In The Shower" sind klasse, aber viel zu kurz, um ins Gewicht zu fallen. Und so bleiben "Not So Innocent" und "Prelude to Candice" als die einzigen Stücke übrig, die zu hören sich wirklich lohnt. Für Emerson-Fans, nicht aber für Progger: Das eine ist ein angeproggter Pop-Rock-Song, der den Stil Threes vorwegnimmt, das andere eine kurze Pianofantasie. Schade!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
13.7.2012 |
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