Crest of a Knave
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Chrysalis |
| Durchschnittswertung: |
7.67/15 (6 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ian Anderson |
Gesang, Flöte, Gitarre, Keyboards, Elektronisches Schlagzeug |
| Martin Barre |
Gitarre |
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Gastmusiker
| Gerry Conway |
Schlagzeug (3,4,6,8) |
| Ric Sanders |
Violine (6) |
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| Doan Perry |
Schlagzeug (1,2,7) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Steel Monkey
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3:40
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| 2. |
Farm On The Freeway
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6:31
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| 3. |
Jump Start
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4:55
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| 4. |
Said She Was A Dancer
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3:43
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| 5. |
Dogs in the Midwinter
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4:37
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| 6. |
Budapest
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10:05
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| 7. |
Mountain Men
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6:20
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| 8. |
The Walking Edge
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4:49
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| 9. |
Raising Steam
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4:06
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| Gesamtlaufzeit | 48:46 |
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Rezensionen

Nach ihrem etwas mißglücktem Flirt mit einem stärker Synthie-orientiertem Sound auf "Under Wraps" gönnten sich Tull eine dreijährige Besinnungspause. Und diese hat sich durchaus gelohnt, denn auf dem 87er Werk "Crest of a Knave" klingen sie als hätten sie sich einer Frischzellenkur unterzogen. Die Besetzung ist auf das Trio Anderson/Barre/Pegg geschmolzen, dazu kommen als Gastmusiker zwei Schlagzeuger sowie auf einem Song ein Geiger (Ric Sanders von Fairport Convention). Das elektronische Schlagzeug, das den Sound von "Under Wraps" bestimmte, ist erfreulicherweise nur auf ganz wenigen Songs zu hören.
Eingerahmt wird diese CD von zwei Tull-typischen Krachern, "Steel Monkey" und "Raising Steam", auf denen Martin Barre wieder einmal alles aus seinem Instrument rausholt. Die anderen Songs sind meist etwas ruhiger gehalten, aber immer wieder sind harte Gitarrenriffs eingesetzt. Besonders gelungen ist diese auf "Jump Start", das ruhig und akustisch beginnt, um sich dann in ein furioses Gitarrenstück zu verwandeln.
Sehr schön ist auch das knapp 10-minütige "Budapest", bei dem Martin Barre seine Fertigkeiten an der Akustik-Gitarre beweist.
Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Album, für mich ihr bestes Werk der 80er.
| Anspieltipp(s): |
Jump Start, Budapest |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
2.8.2003 |
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Von: Fix Sadler @ (Rezension 2 von 6)

Etwa in der Zeit als Crest of a Knave rauskam begann meine "Progger-Karriere" Fahrt aufzunehmen. Ich hatte große Teile der 70er abgegraben und mir war schon klar geworden, dass ich z.B. mit dem Canterbury-Sound nichts anfangen konnte. Darüber hinaus waren mir Marillion, Pendragon und IQ schon bekannt. Dennoch waren die 80er ein verlorenes Jahrzehnt, was den Prog angeht. Daher suchte ich verzweifelt nach Bands und Alben, die hier und da mal aus dem "5-Minuten-Song-Muster" ausbrachen und vielleicht sogar "exotische" Instrumente boten.
Ich freute mich also wie ein "Schneekönig" als die Ankündigungen eines neuen Tull-Albums die Runde machten (immerhin hatte ich bereits ein paar 70er-Alben von Anderson und Co., die zwar nicht an die "echten" Progbands rankamen, aber eine schöne Abwechselung boten). Zwar sprachen einige Magazine von "Anderson klingt wie Mark Knopfler", doch das konnte ich mir kaum vorstellen.
Schließlich hatte ich die CD. Schönes Cover, Bonus Tracks und ein fulminantes, hardrockendes (wenn auch auf PC-Drums basierendes) Steel Monkey dröhnte aus den Boxen. Klasse...
Allerdings ist aus dem Scheibchen und mir dennoch nie eine Liebesbeziehung geworden, denn tatsächlich klingt Anderson rel. häufig nach dem "Unsänger Mark Knopfler" (wie konnte das passieren?). Said She Was A Dancer ist defakto eine Verbeugung vor den Dire Straits (was soll das?), noch dazu eine grausam schlechte... und bis auf Farm On The Freeway, Budapest (mit Abstrichen - dieser "Gesang", mein Gott...), Dogs In The Midwinter, das angesprochene Steel Monkey und Mountain Men geht mir die Platte richtig auf den Keks. Ok, das ist keine absolut schrottige Ausbeute und ich bin auch weit davon entfernt die Platte "vernichtend" zu bewerten, aber irgendwie komisch finde ich das Ganze schon...
Wie auch immer, ich bin kein großer Crest Of A Knave Fan. Jedes andere Tull-Album der 80er ist imho besser (Ausgenommen: Under Wraps, welches ich nicht kenne).
| Anspieltipp(s): |
Budapest |
| Vergleichbar mit: |
Jethro Tull meets Dire Straits |
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| Veröffentlicht am: |
21.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
21.7.2004 |
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Eine kleine informative Ergänzung zu Fixens Rezi: Ian Anderson hatte ca. 1985 eine ernste Stimmbandentzündung mit der Folge, dass ihm von ärztlicher Seite das Singen für unbestimmte Zeit ganz verboten wurde. Anderson wollte aber unbedingt wieder ein Album machen und sich wohl nach dem unbeliebten Desaster "Under wraps" auch mit den "Die-Hard-Tullis" wieder versöhnen. So kam es zu "Crest..." und zu dem seltsamen krächzenden Gesang. Das war leider schlichtweg alles, was ihm damals stimmlich möglich war.
Die Tatsache, dass auf dem Album teilweise Trommeln aus der Steckdose stattfinden, ist ebenfalls den Stimmbandproblemen geschuldet. Es stand nämlich tatsächlich auf der Kippe, ob es jemals mit Tull weitergehen würde, und so begann Anderson das Album erstmal im High-Tech-Kämmerlein im Alleingang. Ein angeheuerter Drummer wäre evtl. nämlich bald wieder arbeitslos geworden. Später kam dann, wie bekannt, Doane Perry dazu, und am Ende gings noch mal gut.
Mir gefiel das Album damals sehr gut, es hat aber heute im Rückblick tatsächlich gelitten. 1987 waren halt 5 harte Jahre ohne echtes Tull-Album vergangen. "Under Wraps" und Andersons Solo "Walk into the light" ließen mich hungernd nach dem "echten" Sound zurück. Das war wohl der Hauptgrund, warum ich so begeistert war.
Heute gefällt mir "Budapest" mit seiner augenzwinkernd fast wahren Begebenheit im Text, immer noch sehr gut. Ebenso das unverwüstliche "Farm on the freeway". "Steel Monkey" dagegen hat für mich die Faszination von damals verloren. "Jump Start" war als Live-Jam schon damals wesentlich besser und der Rest ist alles so na ja – okay.
Kein Mussalbum also, außer für Komplettisten
| Anspieltipp(s): |
Budapest, Farm on the freeway |
| Vergleichbar mit: |
Himself |
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| Veröffentlicht am: |
23.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
23.7.2004 |
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Eigentlich wollte ich antreten, um den Kollegen Fix und Jürgen zu widersprechen. Schliesslich ist "Crest Of A Knave" eines meiner Lieblings-Tull-Alben. Leider kann ich das gar nicht so recht, denn die beiden liegen nicht so falsch... Daß ich "Crest Of A Knave" so mag, hat vor allem Nostalgie-Gründe, denn es war mein erstes Tull-Album, das ich mir nach einem - für mich damals - beeindruckenden Auftritt von Tull bei "Wetten daß..." zulegte, als es gerade neu erschienen war.
Was bleibt mit ein bisschen Abstand? Zu "Dogs in Midwinter" habe ich nach wie vor keine richtige Beziehung, da es auf meiner abgenudelten Vinyl-Version des Albums nicht enthalten war, obwohl ich schon seit einigen Jahren die erweiterte CD-Version besitze. Den Elektro-Hardrock von "Steel Monkey" und "Raising Steam" fand ich schon damals steril und wenig begeisternd, Drum-Machines sind meine Sache nicht. "Said She Was A Dancer" ist tatsächlich Dire Straits pur, aber trotzdem schön, mit nett klirrender Lead-Gitarre von Barre. "Mountain Men" ist ein ordentlicher hymnischer Track, und "Jump Start" fand ich immer klasse, da dort komplett ohne Keyboards alleine durch ein aufwändiges Gitarren-Arrangement und Andersons Flöte eine sehr farbige und abwechslungsreiche Soundwelt gestaltet wird.
Die beiden Hammertracks sind zweifellos "Farm On The Freeway", das nicht nur sehr melancholisch ist und zwischendrin gut abgeht, sondern auch mit einigen versteckten gemeinen Vertracktheiten aufwartet, sowie "Budapest", eine verspielte, filigrane akustische Mini-Rock-Oper, inklusive Flamenco-Gitarre und tollen Violine-Parts. Alleine diese beiden Songs rechtfertigen meines Erachtens den Kauf des Albums.
| Anspieltipp(s): |
Farm On The Freeway, Budapest, Jump Start |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
27.7.2004 |
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Normalerweise halte ich Fünftrezis so überflüssig wie nur sonst noch was, vor allem, wenn sie keine neuen Aussagen enthalten und die Note auch nicht großartig von den anderen abweicht. Warum ich trotzdem eine schreibe? Lest selbst!
Zur Musik ist genug geschrieben worden. Daß Peter-John Vettesse und sein Keyboard nach dem umstrittenen "Under wraps" gehen mußten, war ein richtiger Schritt. Was aber bislang noch nicht Erwähnung fand: Jethro Tull erhielten 1989 für dieses Album einen Grammy in der Kategorie: "Best Hard Rock/Metal-Performance Vocal Or Instrumental". Dabei stachen sie die eigentlich favorisierten Metallica aus, die darüber ziemlich sauer waren. Warum die Platte überhaupt in dieser Kategorie nominiert war? Da muß man sich nur mal "Jump start" anhören (das aber natürlich nicht für die gesamte Platte steht), das live sogar noch um einiges besser kam. Anschließend veröffentlichten Jethro Tull eine Anzeige: "The flute is a heavy metal instrument!"
Bei der folgenden Grammy-Verleihung wurde daraufhin diese Kategorie zweigeteilt in "Best Hard Rock Performance" und "Best Metal Performance". Metallica gewannen ihn diesmal für "One". Lars Ulrich bedankte sich mit den Worten: "Thanks to Jethro Tull for not releasing any record this year."
| Anspieltipp(s): |
Jump start, The walking edge |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
17.3.2005 |
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Eine unglaubliche Geschichte: Eine verdiente (Prog)Rockband macht ein (zumindest oberflächlich gesehen) Synthiepop-Album und verärgert damit die meisten Fans. Es folgt eine durch angeschlagene Gesundheit des Leaders bedingte mehrjährige Pause. Auf dem "Comeback"-Album klingt die verdiente (Prog)Rockband auf einmal abwechselnd wie ZZ Top und Dire Straits und gelegentlich auch nach sich selbst. Die von Anderson oft eingesetzte Drummaschine verleiht einigen Songs den Charme einer Demo-Aufnahme. Das hat er auf "Under Wraps" schon besser gekonnt. Da wird es nochmal deutlich, wie wichtig ein guter Schlagzeuger für Jethro Tull war.
Diese seltsame Unentschlossenheit und Einfallslosigkeit gefällt den Fans aus geheimnisvollen Gründen aber viel besser als das proggig angehauchte Synthiepop-Album ("Under Wraps") und bringt der Band ausserdem noch eine Auszeichnung als beste Hard Rock/Heavy Metal Band ein. Und "Crest of a knave" wird von einigen bald als neuer "Klassiker" in der Geschichte von Jethro Tull gefeiert. Unglaublicher hätte sich diese wahre Geschichte auch keiner ausdenken können. Schockiert von dem sehr dünn gewordenen Gesang des Leaders war ich auch.
Mir gibt "Crest of a knave" bis auf die ausgezeichneten "Farm on the freeway" und "Budapest" sehr wenig bis überhaupt nichts. Na ja, "Mountain men" und "Raising steam" können noch passable Melodien vorweisen. Im Gegensatz zu den einschläfernden "She was a dancer" und "The waking edge" und zum einfallslos stampfenden "Jump start". Dementsprechend enttäuschend und mainstreamig habe ich auch die Tour zu dem Album erlebt, wozu auch der austauschbare Gast-Keyboarder Don Airey beigetragen hat.
Der eigentliche Grund für diese Besprechung ist aber die remasterte Version von 2005. Neben dem verbesserten Klang und den interessanten CD-Heft-Kommentaren von Ian Anderson (er mag "Crest of a knave" auch) gibt es hier den vergleichsweise gelungenen Bonus Track "Part of the machine", den man zuerst auf "20 Years of Jethro Tull (Box Set)" hören konnte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
10.2.2007 |
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