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Robert Beriau

Falling back to where I began

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: instrumental; ArtPop; Neoprog; RetroProg
Label: Eigenverlag / Ipso Facto
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert Bériau piano, keyboards, synth, acoustic & electric guitar, bass, percussion

Tracklist

Disc 1
1. Anyone's Life: Humble Story In Mankind 6:32
2. Suicide... By Those Left Behind 10:06
3. Darkness 8:14
4. Looking Back 5:43
5. Night Running at -30C: The Warm Up 2:44
6. Night Running at -30C: The Cruising Zone 3:08
7. The Cycle Of Love

1. Part 1 - Kids' Playground
2. Part 2 - Teen Pain
3. Part 3 - Losing Parents
4. Part 4 - Home: An Empty Nest

25:23
8. Fell 1:36
Gesamtlaufzeit63:26


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Bei Alben, bei denen einer alleine alles macht... bin ich immer etwas skeptisch. Sowas gibt es ja vor allem in letzter Zeit häufig, weil's die Technik zunehmend leichter möglich macht. Gerade Keyboarder machen das ja gerne und dann entstehen seltsame Keyboard-Orgien, die eigentlich niemand wirklich hören will... soviel zur pessimistischen Ausgangsposition, denn "Falling Back To Where I Began" ist genau so ein "Ein-Personen-Album". Robert Beriau kommt aus Kanada und hält hier die Fäden in der Hand.

Interessant ist aber sicherlich schon mal die Person Robert Beriau an sich: Der Mann verdient sein Geld als Unternehmensberater und hat es dabei schon bis zu einer eigenen Firma gebracht. Daneben ist er aber auch schon seit mittlerweile 25 Jahren als, wie er das selbst beschreibt, parttime professional musician tätig. Das ist eine Kombination, die wie ich finde, eher exotisch wirkt. Beriau war in verschiedenen Bands tätig und hat nebenbei immer wieder eigenes Material komponiert. Die Quintessenz aus 25 Jahren Musik hat er nun mit "Falling Back To Where I Began" veröffentlicht.

Beriau spielt Piano, Keyboards, Synthesizer, Gitarren (akustisch wie elektrisch), Bass und "Percussion". Hier gleich einer dieser typischen Schwachpunkte solcher Einzelwerke: Die "Percussion" ist natürlich programmiert. Damit muss man mit dieser Schwäche leben, auch wenn Beriau das durchaus ansprechend gelöst hat. Er verzichtet auf ständige monotone Drumcomputer-Begleitung und setzt Pauken, Trommeln etc. nur als Stilmittel an geeigneten Stellen ein, wenn z.B. die Musik zu symphonischem Bombast abhebt. So wendet er den Nachteil fast schon in einen Pluspunkt.

Überhaupt ist die Musik von Beriau sehr ruhig, getragen, melancholisch, nachdenklich. Es herrschen gediegene ruhige Klänge vor, die zumeist von Piano und Gitarre getragen werden. Und doch schafft es Beriau auch viele symphonische Momente zu kreieren. Die Synthesizer und Keyboards stehen selten im Vordergrund und steuern meist nur Flächen, Teppiche und Intros zur Soundanreicherung bei. Dies gibt insgesamt einen eher erdigen Gesamteindruck und Beriau ist weit entfernt von einem großen aufgeblasenen Plastikorchester.

Neben der Tatsache, dass er gut Klavier spielt und damit durchaus einen Song tragen kann, setzt er auch die Gitarre geschickt ein und plaziert einige herzzereißende Soli, die stilistisch in etwa zwischen Oldfield und Gilmour liegen. Wie überhaupt einiges an diesem Album an die frühen Oldfield-Werke erinnert. Richtig rockig wird's allerdings nie, auch wenn sich Beriau mal kurze, etwas aggressivere Ausflüge erlaubt. Kleine Gimmicks, wie z.B. ein unterschwelliges Zitat der Keyboard-Linien von "Shine On You Crazy Diamond" sorgen dafür, das das Prog-Feeling nicht zu kurz kommt.

Mein Eindruck ist, die Leistung Beriaus liegt vor allem in der Komposition. Die Songs tragen sich einfach und der Hörer wird gefesselt, auch wenn die musikalische Umsetzung vielleicht nicht immer so spektakulär ist. Beriau webt sozusagen ruhige Epen, die sich ganz langsam entwickeln, aber dann eine gewissen Sogwirkung entfalten. Geschickt gibt er seinem Album auch ein gewisses Konzeptfeeling, in dem einzelne Melodien immer wieder auftauchen. Höhepunkt des Ganzen ist dann sicherlich der Songzyklus "The Cycle Of Love", in dem Beriaus Konzept vollends aufgeht.

Ein interessanter Versuch ruhigen, symphonischen Prog-Rocks, in den der Genre-Affine in jedem Fall mal reinhören sollte.

Anspieltipp(s): Darkness, The Cycle Of Love
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2006
Letzte Änderung: 28.7.2006
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Robert Beriau

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Selfishness: Source of War & Violence 11.00 1

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