SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
25.5.2018
Fuchs - Station Songs
Sleep in Heads - On the Air
24.5.2018
Sleeping Pandora - From Above
Datashock - Kräuter der Provinz
23.5.2018
Yuka & Chronoship - Ship
JPL - Rétrospections Volume III
22.5.2018
Pink Floyd - Wish You Were Here
Judge Smith - The Garden Of Fifi Chamoix
21.5.2018
Sairen - Neige Nuit
M.A.L. - My Sixteen Little Planets
Alan Simon - Big Bang
20.5.2018
cosmic ground - cosmic ground IV
Tyndall - Durch die Zeiten
19.5.2018
Senogul - III
Tyndall - Reflexionen
Cracked Machine - I, Cosmonaut
Eldberg - Eldberg
Frequency Drift - Letters To Maro
ARCHIV
STATISTIK
24644 Rezensionen zu 16863 Alben von 6564 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Retroheads

Introspective

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Neoprog; RetroProg
Label: Unicorn Digital
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mike Mann lead vocals
Ann-Kristin Bendixen backing vocals
Deborah Girnius backing vocals, flute
Tommy Berre Electric and acoustic guitars
Gry Anett Stordahl Hammond B3, keyboards
Tore Bo Bendixen bass, bass pedals, keyboards
Trond Gjellum Drums

Tracklist

Disc 1
1. Rainy Day 5:28
2. Living in a Bubble 8:32
3. Black Hole Eyes 6:51
4. One World 5:36
5. Be Aware 6:21
6. I Turn to You 6:32
7. Slaves of Gold 7:14
8. Tidel Wave 8:26
9. Karma 9:28
Gesamtlaufzeit64:28


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 2)


Meine musikalische Reise führt mich heute durch aller Herren Länder. Erst eine Rezi zu Kanada (Rush), beim Label Unicorn geblieben und von dort aus Abstecher in die Ukraine (Karfagen), Frankreich (Nil) und nun nach Norwegen (Retroheads). Norwegen - ja, da fang ich doch glatt an zu träumen... vom diesjährigen Jahresurlaub, der mich in drei Wochen just in das Land der Fjorde und Elche verführt. Also schonmal Vorfreude mit norwegischer Musik tanken.

Die Retroheads sind - so sagt es ja schon der Name - retro ohne Ende. Hammond Sounds, Mellotron Teppiche, Arrangements, die man doch - wo war das nur gleich - schonmal gehört hat. Wenn ich einen aktuellen Vergleich ziehen darf, so muss eine Farbe herhalten: Magenta. Die Retroheads haben zwar ihre Damen "nur" beim Backgroundgesang, die Ähnlichkeit zu Magenta ist aber bezeichnend.

Da ich den Vorgänger dieses Albums nicht kenne, ziehe ich einfach mal Hennings Rezi zum ersten Album "Retrospective" zu Rate. Pink Floyd wird da genannt, von einer besonderen Mischung mit klassischem Prog gesprochen usw. Ich würde die floydigen Passagen, obwohl vorhanden, bei Introspective nicht mehr vordergründig betrachten. Vielmehr sind es die "alten" Sounds, die immer wieder die großen drei Namen des klassischen Prog durchblitzen lassen. Und hier und da muss ich sogar von 'Neoheads' sprechen, wenn nämlich die Keyboards sehr Marillion-verdächtig rumorgeln; aber auch die haben ja letztlich nur den Retrostil kopiert.

Was bleibt zu sagen. Mit Introspective ist den Retroheads ein schönes Album gelungen, just genau zu dem Zweck, an die Alten zu erinnern. Die Stücke sind nicht ausufernd lang, aber auch nicht zu kurz gehalten. Der Retro-Sound wird hervorragend in Szene gesetzt, hier und da mit schönen Ideen bereichert. Ein Album, dem man angenehm lauschen kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: allem was den Prog der frühen 70er ausgezeichent hat
Veröffentlicht am: 30.7.2006
Letzte Änderung: 30.7.2006
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Wir haben hier einen (immer wieder unterschiedlich großen) Kreis, der sich ab und zu zum Musikhören trifft. Leute von näher dran und weiter weg versammeln sich dann, gern mal bei uns zuhaus', um schon vorab die aktuellen Neuerscheinungen zu hören, in Boxen zu immergieren, das neue Konzeptalbum mit Textheft durchzuhören oder auch mal ein Album anhand der Noten durchzuarbeiten. Und natürlich, um heiß zu diskutieren, Chips zu futtern, Limo zu trinken und das Leben und den Prog zu feiern!

Mit dabei sind Rezensenten und Nichtrezensenten, Musiker und Nichtmusiker. Neulich kamen die Kollegen Roland Heil und Peter Meyer vorbei, und Peters Gastgeschenk war diese CD der Retroheads.

Danke, Peter! Ich revanchiere mich gern mit dieser Rezension.

Die Retroheads also. Kannte ich bisher nur vom Reinhören. Und das genaue Hören jetzt bestätigt meinen Reinhöreindruck.

Die Band hat einen ganz bestimmten Approach, seit einigen Jahren heißt das in lächerlicher Übertreibung "Philosophie". Na, also, nach der Philosophie der Retroheads kommt es bei (ihrer) Musik nicht auf die Art an, wie man sie kreiert, sondern auf die Art, wie man sie denkt. Auf die Grundhaltung des Musikers. Aus dieser Prämisse entstand der Bandname, als Huldigung der Art, wie die Größen des frühen Prog (Retro) Musik "gedacht" (Head) haben, und aus dieser Prämisse entsteht, so darf man annehmen, die Musik der Retro-Köpfe.

Wer jetzt erwartet, dass die Retroheads deshalb die eine Band sind, die nicht nur normale Musik mit historischen Instrumenten spielen, sondern wirklich und wahrlich den klassischen Prog wieder aufleben lassen, der wird enttäuscht sein. Tatsächlich klingen ausgerechnet die Retroheads nämlich besonders generisch. Vielleicht filtern sie durch ihren Versuch, die klassischen Progmusiker zu channeln, ihre eigenen Musikerpersönlichkeiten zu stark heraus, vielleicht reicht's kompositorisch einfach nicht - die Musik auf "Introspective" klingt jedenfalls weder besonders eigenständig, noch besonders nach den Größen der Siebziger. Das hier ist, wie Thorsten ganz richtig sagt, eine Mischung aus Neoprog und Retroprog, und eine ziemlich generische Mischung noch dazu, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich die Musik der Retroheads von der Musik anderer Bands in diesem Bereich sicher unterscheiden könnte. Magenta zum Beispiel.

Dabei ist das ganz schön gemacht: Die Melodien sind schön, die Rhythmen flüssig, die Soli auch, der Gesang geht in Ordnung, die Band eckt nirgends an. Die Band eckt aber eben auch nirgends an. Das ist (fast) alles so flüssiger Midtempo-Neoprog, wie ihn derart viele andere auch machen, dass man sich fragt, warum die Retroheads das Ganze auch nochmal machen müssen. Wie die klassischen Progbands aus den 70ern klingt das jedenfalls nicht. Yes, Genesis, King Crimson, Gentle Giant hatten deutlich mehr drauf, und sie waren bei weitem nicht so harmlos.

Trotzdem. Was die Retroheads machen, also musikalisch gesehen, das machen sie gut (das mit dem Channeln leider nicht). Man kann so ein Album gut hören. Wer gern auf den Parkplatz hoch überm Tal fährt, und mit seiner liebsten im Arm den Sonnenuntergang betrachtet, der sollte es mal mit "Introspective" versuchen. Könnte gutgehen.

...wenn man nicht auf die Texte hört. Denn da werden höchst unromantische Themen verhandelt, von häuslicher Gewalt über Geldgier bis hin zu Krieg und Zerstörung. Doch nix mit dem Sonnenuntergang. Dass dabei "we want the world to lay down the guns" gesungen wird, während Martin Luther King aus seiner Traum-Rede zitiert, ist halt leider ein Klischee, und deshalb der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerade angemessen. Aber die Musik wird der "Philosophie" der Band ja auch nicht gerecht. Das passt schon.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: zu vielem
Veröffentlicht am: 25.4.2018
Letzte Änderung: 25.4.2018
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Retroheads

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Retrospective 10.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum