Aramed Forces of Simantipak
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MUSEA |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Jaakko Koikkalainen |
bass, keyboards, vocals, guitars, melodica |
| Atte Kurri |
guitars, keyboards, vocals |
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| Ilkka Piispala |
drums, keyboards, vocals |
| Ilkka Saarikivi |
keyboards, cello, vocals |
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Gastmusiker
| Matti Muraja |
violin, backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prelude
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0:38
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| 2. |
The grand Pariah lament
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5:14
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| 3. |
Oh, cosmic pearl (No return to what never has been)
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8:35
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| 4. |
Advent rise
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4:23
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| 5. |
Scenario triangular
1. No integrity 2. Babylon taxi 3. A short dance with the melodyman
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11:57
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| 6. |
The new masters of my body
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2:38
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| 7. |
I've got your daddy's phonenumber!
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4:00
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| 8. |
Guidance of blinded light
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4:16
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| 9. |
Chromatic movement
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7:02
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| 10. |
The mass
1. Self prior to insight 2. Qualm / To measure the given 3. Venture my own road
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15:09
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| 11. |
Upon the plummeth
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3:50
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| Gesamtlaufzeit | 67:42 |
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Rezensionen

Der Neoprog geht schon seit einer Weile zum Teil neue und kreative Wege (das hat sich vielleicht herumgesprochen, so dass ich mich mit Namen wie „Strangefish“ oder „Nemo“ hier nicht länger aufhalten muss). Khatsaturjan aus Finnland schlagen auch einen überraschenden Weg ein, überraschend vielleicht auch für sie selbst: dass diese Band mit Klassik-Adaptionen angefangen hat, ist jedenfalls ihrem ersten Langalbum „Aramed forces of Simantipak“ überhaupt nicht mehr anzuhören.
Soweit erstmal die gute Nachricht.
Wenn es denn nun noch eine weniger gute mitzuteilen gibt, dann ist sie gar nicht leicht in Worte zu fassen: das Album ist als Konzeptalbum angelegt, ohne dass es mit den für solche Werke typischen Wichtigtuereien langweilt. Die Musik wird durchweg virtuos dargeboten, jeder Song enthält eine Vielzahl stilistischer Ideen, eigenartiger Solostimmen und schmissiger Vokalsätze, wie sie bei Spock’s Beard nicht besser waren; es wird teils gerockt, teils lyrisch-verspielt geplänkelt, teils gefrickelt (aber nie zu selbstverliebt), teils anspruchsvoll komponiert, teils skurril getextet, ab und zu werden Klassizismen eingesetzt, dann wieder fallen ungewohnte Instrumentierungen aus dem gewohnten Neoprog-Rahmen, minimalistische Elemente wechseln sich mit symphonischen ab, sogar Walzerrhythmen kommen zum Einsatz, und überhaupt sammeln sich hier die Zutaten, die mich ein Album lieben lassen könnten…
Dennoch bleibt meine Liebe eher vernünftig, statt Begeisterung stellt sich eher nüchterne Anerkennung ein.
Vielleicht sollte man – gerade im Prog – auch mal an seine Hörer und ihr Fassungsvermögen denken: was Khatsaturjan hier zelebrieren, zeugt zwar von enormem Fleiß und detailfreudiger Sorgfalt bei der Konzeption dieses langen Werks, das ja bis zu seiner endgültigen Fertigstellung einige Jahre verschlungen hat. Aber das, was sich in den Ohren der Autoren sicherlich als ein Nonplusultra darstellt, das so und nicht anders hätte ausfallen dürfen, läuft Gefahr, an den Ohren des Publikums relativ schnelllebig vorbeizurauschen:
Ein Blick z.B. auf die Tracklist vermittelt den trügerischen Eindruck, das Album sei relativ differenziert in längere und kürzere Tracks gegliedert. Tatsächlich ist es aber so, dass man hier jegliche Gliederung in Tracks als komplett gegenstandslos betrachten kann: manche Tracks gehen nahtlos ineinander über (z.B. 5 und 6), manche enden völlig abrupt und unvermittelt, obwohl ein typischer Longtrack-Aufbau in der Tracklist angedeutet wird (z.B. 10), und innerhalb jedes einzelnen Tracks – ob lang oder kurz – wimmelt es von Brüchen und konzeptionell kaum nachvollziehbaren Wendungen, Sprüngen und Kapriolen.
Dabei bin ich sicher, dass diese Seltsamkeiten keineswegs Unsicherheiten im Bewusstsein der Band sind – das alles wirkt völlig beabsichtigt; ich höre zwischen den Tönen ein deutlich ausgeprägtes Selbstbewusstsein der Musiker heraus, das aussagt, dass sie genau das genau so haben wollten. Aber als Hörer komme ich dabei nicht mehr mit: mir stellt sich dieses Album als ganz typischer Sich-selbst-den-Wind-aus-den-Segeln-Nehmer dar. Dabei finden sich hier ausbaufähige Ideen in Hülle und Fülle, man könnte aus dem Rohmaterial dieses Albums mühelos drei Alben gestalten, die dieses Material so weit entfalten könnten, dass es abgerundet rüberkäme. So, wie es jedoch ist, erweckt es den Eindruck einer umfangreichen Sammlung von Rohmaterial.
Aber ich möchte betonen: wenn sich mir auch der tiefere Sinn des Albums nicht erschließen mag, so kann er trotzdem vorhanden sein: Freunde längerer Kompositionslinien werden zwar wenig Freude daran haben, aber wer sich beim Hören von Prog gern herausgefordert fühlt, sollte unbedingt mal reinhören!
| Anspieltipp(s): |
Am besten „Scenario triangular“ – Da ist alles dabei! Übrigens gibt’s auf der Band-Website auch MP3’s. |
| Vergleichbar mit: |
Solche Wechselbäder sind meines Wissens bisher noch unvergleichlich. |
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| Veröffentlicht am: |
12.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
12.8.2006 |
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