Alla är här utom jag
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Påhl Sundström |
Lead-Gesang, Gitarre |
| Erik Sundström |
Schlgzeug, Synthesizer |
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| David Hallberg |
Bass, Keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Död barrikad
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4:01
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| 2. |
Periferi
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5:02
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| 3. |
Försvunnen i antipoderna
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5:10
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| 4. |
Ingenting
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3:50
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| 5. |
Alla är här utom jag
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4:00
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| 6. |
Nu laddas vapnen
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3:58
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| 7. |
Gjutjärnsspis
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4:43
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| 8. |
Allvarligt talat
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3:46
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| 9. |
Kranium med minnen
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5:04
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| Gesamtlaufzeit | 39:34 |
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Rezensionen

Die schwedische Formation Villebråd formiert sich um die beiden Brüder Erik und Påhl Sundström und widmet sich einer Mixtur aus typisch skandinavischer Schwermut sowie der Vorliebe der beiden Protagonisten für den synthetischen New Wave Pop der 80er Jahre. Diese rein formal unüberbrückbaren stilistischen Gegensätze werden zu einem Soundgeflecht verwoben, das ständig nach den eigentlich kaum zu erwartenden Gemeinsamkeiten sucht und diese auch findet. Was läge nicht mehr auf der Hand, die nordländische Melancholie einer sowohl retrosymphonischen, als auch wave-poppigen "Behandlung" zu unterziehen.
Bereits der Opener "Död barrikad" verbindet schwermütig-sperrige Schweden-Anmut im Kielwasser von Landberk oder aber auch Anekdoten mit leichtgängigen Pop-Melodien. Der schwedische Gesang wirkt recht zerbrechlich und flachbrüstig, passt aber in seiner Fragilität zu dem melancholischen Gesamtsound. Eine schrullig-beißende Saitenbearbeitung und schwelgerische Mellotronsamples stehen für den retrosymphonischen Ansatz.
Lockere Popmelodien wissen die skandinavische Schwermut sehr angenehm und sanft abzufedern, ohne sie zu verwässern. Solch eine Nummer wie "Försvunnen i antipoderna" untermauert eindrucksvoll, dass sich die crimsonesk eingefärbte "Nordmann-Retroherrlichkeit" wunderbar mit verspielten Pop-Harmonien verträgt. Im hymnischen Instrumentalteil offenbart die Saitenbearbeitung auch eine bratzige Heavy-Alternative-Wucht.
Im weiteren Verlauf verschmelzen die leichtfüßigen Harmonien und die düster-kraftvolle Vertracktheit zu einem geschlossen wirkenden Gesamtsound. Einmal mehr kann einem weiteren Newcomer aus nordeuropäischen Gefilden das bekannte Qualitätssiegel des skandinavischen Progrocks erteilt werden. Wirklich ohne Bedenken!
| Anspieltipp(s): |
Försvunnen i antipoderna |
| Vergleichbar mit: |
Landberk und Anekdoten auf Pop |
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| Veröffentlicht am: |
13.10.2006 |
| Letzte Änderung: |
13.10.2006 |
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Dieses Album zeigt mir, wie sehr mein Prog-Bild eines Landes oder Erdteils durch eine maßgebliche Band geprägt sein kann, die für den Stil dieses Landes repräsentativ zu stehen scheint. So kam mir bei den ersten Tönen dieses Albums sofort der Vergleich zu den Flower Kings in den Sinn bzw. ich dachte wegen der zunächst leicht euphorischen Stimmung in der Musik auch etwas an Moon Safari. Aber zum Glück zeigt dieses Album auch, dass man aus der Stimmung der ersten Töne nicht gleich auf das ganze Werk schließen sollte; oder anders gesagt – Wenn man das zu Recht kann, ist das an sich etwas schade: wir sind ja nicht zuletzt Progfans, weil wir überrascht werden wollen.
Und dieses Album überrascht in seinem Verlauf tatsächlich und scheint beim Hörer ganz verschiedene Assoziationen auslösen zu können. Wenn zum Beispiel Kollege Horst nicht den Begriff „Pop“ benutzt hätte, wäre ich selbst nie darauf gekommen, ihn zu verwenden. Aber Horst hat Recht, man kann ihn verwenden. Ich hingegen höre im ersten und zweiten Song in der schmetternden Gitarre eher einen leichten U2-Anklang heraus, den ich als New-Wave-Stil bezeichnen würde, weniger als Pop. Überhaupt wird immer wieder ein unerwartet harter und kantiger Ton zwischendurch angeschlagen, der zusammen mit vielen Breaks im Songfluss einen leichten Verfremdungseffekt hervorruft. Wahrscheinlich hätte ich deshalb nicht von Pop gesprochen, weil ich das Wort immer eher mit Gleichförmigkeit assoziiere.
Da ich aber Horst auch nicht widersprechen kann, denke ich zusammenfassend, dass diese Breakhaftigkeit der Musik wohl auch Zeichen eines bisher noch nicht ganz ausgereiften Soundkonzepts sein könnte: die Band spielt und übt offenbar noch, braucht wahrscheinlich noch ein bis zwei Alben, bis sie das Gesuchte ganz gefunden hat. Ihre Musik ist auch jetzt schon ansprechend, keine Frage, aber wirkt auch noch hier und da etwas zerfahren: beim Hören eines Albums will man ja nicht andauernd aus jeder Atmosphäre möglichst schnell wieder herausgerissen werden (nicht einmal im Prog), und gerade angesichts der geringen Spielzeit des Albums wäre etwas weniger Überraschungseffekt wohl manchmal mehr gewesen. Obwohl es schon wirklich nette Ideen sind, die sich durch dieses Album ziehen: der staksige Rhythmus von „Ingenting“, die an eine verstimmte Sirene erinnernde Melodieführung in „Nu laddas vapnen“ oder der Einstieg von „Kranium med minnen“, der fast einen Reggae anklingen lässt.
So seien die oben erwähnten Kritikpunkte nur vorsichtig am Rande erwähnt, zum Beispiel für die Leser, die in der Fülle heutiger Prog-Veröffentlichungen über jedes mögliche Kaufrisiko informiert werden wollen – was ja gut verständlich ist: ich selbst neige auch mehr und mehr dazu, von der Verzichtbarkeit vieler Veröffentlichungen auszugehen. Andererseits weiß man ja vorher auch nie, aus welchem Neustarter mal ein großer Name wird, und dann will man hinterher die ersten Versuche natürlich auch kennen. Aber für solche Spekulationen ist es bei Villebrad natürlich noch viel zu früh.
Aber erfrischend ist die Musik dieser Band ganz sicher. Wer über die Prog-Entwicklung in Skandinavien den Überblick behalten will, sollte Villebrad mal eine Chance geben.
| Anspieltipp(s): |
Ruhig mal querbeet durchzappen – das passt auch etwas zum leicht „zappigen“ Charakter des Albums. |
| Vergleichbar mit: |
etwas FloKi-Richtung – aber mit Überraschungen und Widerhaken… |
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| Veröffentlicht am: |
9.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
8.11.2006 |
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