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Ardo Dombec

Ardo Dombec

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971 (CD-Reissue 2002, Garden Of Delights)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Krautrock
Label: Pilz
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Harold Gleu Gitarre, Mundharmonika, Gesang
Hemut Hachmann Sax, Flöte
Wolgang Spinner Schlagzeug, Gesang
Michael Ufer Bass

Tracklist

Disc 1
1. Spectaculum 4:02
2. Supper time 3:19
3. A bit near the knuckle 4:32
4. Clean-up sunday 6:50
5. Downtown paradise lost 5:52
6. Oh, sorry 0:08
7. 108 4:36
8. Unchangable things?! 5:58
9. Heavely Rose   (9-12, Bonustracks CD-Reissue) 3:54
10. Open the door, open your mind 2:11
11. Young and strong 3:15
12. Riverside 4:15
Gesamtlaufzeit48:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Macht das Ohr auf!" So stand es neben dem rosaroten Ohr zu lesen, welches das Label der LPs aus Rolf-Ulrich Kaisers gleichnamigem Plattenverlag zierte. Offenbar folgten eine ganze Reihe von Plattenkäufern diesem Motto, waren doch einige der Ohr-Produktionen (die frühen Scheiben von Tangerine Dream z.B.) recht erfolgreich. Dies veranlasste die BASF an Kaiser heranzutreten, um ihm die Gründung eines zweiten, von der Badischen Anilin und Sodafabrik finanzierten Plattenlabels vorzuschlagen. Das Resultat der Verhandlungen war Pilz, eine Art Schwesterlabel von Ohr, auf dem ab 1971 LPs erschienen, z.B. Alben von Wallenstein und Popol Vuh. Eine der ersten Pilz-Poduktionen war das Debüt der Hamburger Formation Ardo Dombec.

Das im Sommer 1971 eingespielte "Ardo Dombec" hat allerdings noch nichts mit den krautig-elektronischen Sphärenklängen zu tun, die Kaiser ein paar Jahre später bevorzugt veröffentlichen sollte. Das hatte folgenden Grund: Ardo Dombec waren ursprünglich 1971 für das neue BASF-Label "mouse" verpflichtet worden, welches allerdings noch vor der Erstveröffentlichung mit Pilz fusioniert wurde. "Ardo Dombec" wurde daher nicht von Kaiser, sondern von Jürgen Schmeisser produziert, der sich u.a. auch für LPs von Virus, Dies Irae oder McChurch Soundroom verantwortlich zeichnete. Einen erdigen, bluesverwurzelten Jazzrock hatten die Hamburger daher im Angebot, den man mit den zeitgleichen, oder etwas früher erschienenen Produktionen von Colosseum oder stilistisch ähnlichen Formationen wie If, Warm Dust und Mogul Thrash vergleichen kann. Die Saxophone von Helmut Hachmann dominieren die Stücke und sorgen für einen leichten Brassrock-Flair. Dazu erklingt recht kraftvoller Gesang in Englisch, die jazzig dahingleitende E-Gitarre von Gleu und die vorantreibende Rhythmusfraktion. Einige Einlagen an der Mundharmonika sorgen für Bluesrockatmosphäre, die von zwei locker-flockigen Jazzrockern mit virtuosem Flöteneinsatz, in denen Gleu auch einmal zur Akustikgitarre greift, kontrastiert wird ("Clean-Up Sunday" und "108").

Das CD-Reissue von Garden Of Delights beinhaltet noch vier kürzere Bonusnummern, die nach dem eigentlichen Album eingespielt wurden. Zwei davon, die Instrumentaljazzrocker "Haevenly Rose" und "Open The Door, Open Your Mind", waren für einen Pilz-Weihnachtssampler (mit dem Titel "Heavy Christmas" - den es sogar auf CD gibt) bestimmt. Das 8-sekündige "Oh sorry" bietet dann noch einen Vinyl-Scherz, der auf einer CD natürlich etwas anachronistisch wirkt. Erschrecken tut man bei dem lauten Kratzgeräusch aber trotzdem.

"Ardo Dombec" bietet virtuos musizierten Jazzrock, wie er in den frühen 70ern von einer ganzen Reihe von Bands praktiziert wurde. Richtige Höhepunkte gibt es hier zwar nicht zu vermelden und die Musik plätschert eher recht unaufgeregt dahin, doch muss man der Gruppe attestieren, dass sie ihr Handwerk verstanden hat. Kurzum: Eine sehr ordentliche, wenn auch nicht wirklich essentielle Scheibe. Kraut- und Jazzrocksammler können aber trotzdem zugreifen! Seltsames Cover (eine Eistüte, unter deren Eisbefüllung ein Kaktus zum Vorschein kommt)!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2006
Letzte Änderung: 12.3.2016
Wertung: 9/15

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