Three Friends
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Vertigo |
| Durchschnittswertung: |
11.2/15 (5 Rezensionen) |
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Besetzung
| Gary Green |
guitars, percussion |
| Kerry Minnear |
keyboards, vibraphone, percussion, Moog, vocals |
| Malcolm Mortimore |
drums |
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| Derek Shulman |
vocals |
| Phil Schulman |
sax, vocals |
| Ray Shulman |
bass, violin, 12 string guitar, vocals |
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Gastmusiker
| Calvin Shulman |
boy's voice on Schooldays |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prologue
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6:12
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| 2. |
Schooldays
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7:33
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| 3. |
Working All Day
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5:07
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| 4. |
Peel The Paint
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7:25
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| 5. |
Mister Class And Quality?
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5:51
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| 6. |
Three Friends
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3:00
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| Gesamtlaufzeit | 35:08 |
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Rezensionen

Das dritte "Gentle Giant"-Album ist ein Konzeptalbum. Die zugrundeliegende Idee ist die Geschichte dreier Schulfreunde, die sich im Laufe ihrer Leben von einander weg entwickeln.
Musikalisch wird die nachfolgende Blütezeit der Band schon angedeutet: polyphone, kontrapunktische Passagen in Band und Gesang, verzwackte Melodielinien, üppige Instrumentierung (Standard-Bandbesetzung plus Streicher, Saxe, Vibraphon) in ausgeklügelten Arrangements, seltsam abgehakte Rhythmen. Dennoch klingt das Album in einem hauptsächlich in einem Punkt anders als seine Nachfolger:
Es geht oft rockiger zur Sache. Der Sound weist daher mehr Berührpunkte mit den anderen zeitgenössischen Prog-Bands auf. Zum einen äußert sich dies in einer verstärkten Präsenz der Gitarre, die in späteren "Gentle Giant"-Alben nur ein Instrument unter vielen war, aber hier des öfteren im Rampenlicht steht, z.B. der jaulende Gitarrenpart in "Mister Class And Quality", aber auch das Solo in "Peel The Paint" mit Experimenten mit einer Echo-Einheit. Überhaupt bildet auch die Präsenz von ausführlicheren Instrumental-Soli einen Kontrast zur späteren Entwicklung der Band, steht ihr aber erstaunlich gut, wie im Hammond-Solo in "Working All Day".
Der komplexeste Song mit vielen Teilen und viel Abwechslung ist wohl "Schoolday", inklusive typischem mehrstimmigen Gesang und jazzig-treibendem Vibraphon-Solo. Ansonsten wird auch ab und an kräftig und gradaus gerockt. Der Mittelteil von "Peel The Paint" mit emotionalem Gesang, schwerer Orgel und den hervorstechenden Saxophonen klingt deutlich nach "Van Der Graaf Generator", und "Three Friends" mit den bewegten Linien unter Chorgesang, Orgel, Mellotron ist wohl so nahe am Bombast, wie "Gentle Giant" jemals kamen.
Insgesamt erreicht "Three Friends" vielleicht noch nicht ganz die Klasse und ureigene Sprache der nachfolgenden Platten, bleibt aber zu jedem Zeitpunkt niveauvoll und unterhaltsam, daher: von mir herzlich empfohlen, insbesondere wenn man mal in den "Gentle Giant"-Kosmos aus einer ganz anderen Ecke hereinschnuppern möchte.
| Anspieltipp(s): |
Schooldays |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2002 |
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Viel bleibt Udos Rezension nicht hinzuzufügen. "Three Friends" ist in der Tat rockiger und erdiger als "Acquiring The Taste" und auch die Nachfolgescheiben. Wie auf dem Erstling von Gentle Giant kann sich hier die E-Gitarre an vielen Stellen in den Vordergrund spielen; Beispiele dafür hat Udo schon angeführt.
Mit "Working All Day" gibt es auf "Three Friends" einen dem Stück "Wreck" vom Vorgänger ebenbürtigen, komplexen "Mitgröhlsong" und mit dem Titelstück einen erstaunlich monumentalen, fast sakralen Epilog. Ansonsten präsentieren Gentle Giant auch auf dieser Scheibe den gewohnten, ausgesprochen eigenständigen Multiinstrumentalprog, der mich aufgrund seiner komplexen Vertracktheit bei gleichzeitiger Melodiösität und Eingänglichkeit, immer wieder aufs neue begeistert! "Three Friends" ist wohl meine Lieblingsscheibe von Gentle Giant. Tolle Platte!
| Anspieltipp(s): |
Working All Day, Schooldays |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
24.1.2005 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 3 von 5)

Kommt es mir nur so vor, oder ist Three Friends insgesamt lauter als die "umliegenden" Alben? Oder liegt es tatsächlich an der rockigeren Ausrichtung dieses Albums, womöglich am, nur auf diesem Album zum Zuge kommenden Schlagzeuger Malcolm Mortimore? Dieser spielt keineswegs komplexer oder technisch versierter als sein Vorgänger Martin Smith oder Nachfolger John Weathers, aber vielleicht einfach farbiger und irgendwie selbstbewusster?
Auf jeden Fall hat Three Friends mehr von der Dynamik, die ich mir auch für die anderen 3 Frühwerke der Band wünschen würde. Udo beschreibt es als "der Sound weist daher mehr Berührpunkte mit den anderen zeitgenössischen Prog-Bands auf". Nun ja, vielleicht ist es das. Auf jeden Fall gefällt mir Three Friends von den ersten 4 Alben der Band am besten. Dies, obwohl die Kompositionen weniger Nachhaltigkeit mitbringen als auf dem vermeintlichen "Masteralbum" Octopus, und auch nicht die verspielte Brillanz (musikalisch, wohlgemerkt) der Acquiring The Taste haben.
Ich habe übrigens eine andere Ausgabe als oben angezeigte. Die "Columbia Canada" Version von Three Friends "schockt" damit, dass man im ersten Augenblick meint das Debut in Händen zu halten. Die Cover sind identisch, lediglich steht auf dem Schädel des Riesen der (richtige) Titel des Albums. Dafür hat diese Ausgabe Texte, was bei den ursprünglichen "Vertigo-Europa" Ausgaben wohl nicht der Fall ist.
| Anspieltipp(s): |
Schooldays |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
16.12.2006 |
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Ich empfinde "Three friends" (neben "Octopus", "The Power And The Glory" und "Free hand") als eines der kompositorisch und produktionstechnisch stimmigsten Gentle Giant-Alben. An diesem Eindruck können seltsamerweise auch nichts die vorhandenen Kontraste ändern, wie die sehr sanften, introventiert-komplexen Passagen, die sich neben rockigeren Teilen behaupten müssen. Solche Kontraste wirken im Gegensatz zu "In a glass house" nachvollziehbar. Malcom Mortimores einfühlsames Schlagzeugspiel passt perfekt zur Band, während der Nachfolger Weathers sehr oft wie ein Fremdkörper wirken sollte. An dem Wechsel war bekanntlich ein Motorradunfall des Herrn Mortimore schuld...
Wieso schreibe ich das überhaupt? Ganz einfach: im Jahre 2008 hat Repertoire Records eine Mini-LP-Neuauflage des Albums herausgebracht, die designtechnisch (mit allen Texten und dem Originalcover von Rick Breach) und wohl auch klangtechnisch keine Wünsche mehr offen lässt. Verkauft wird die Ausgabe hier und da als "original recording remastered". Auf dem Cover konnte ich bisher keine Hinweise zu dem Thema entdecken. Erst ein Blick auf www.eroc.de, eine Erocs "Remastering Ranch" gewidmete Seite, verrät, wer Three Friends neulich remastered hat.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
29.12.2008 |
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Der dritte Longplayer der sanften Riesen - Konzeptalbum "Three friends" erzählt die Geschichte dreier Freunde und ist deutlich geschlossener und homogener als die anderen Alben der Band aus der frühen und klassischen Phase. So nimmt es fast eine Sonderstellung ein. Für mich hat der Song-Zyklus etwas von einem 35-minütigen Longtrack. Auch markiert es den Übergang der Früh- zur klassichen Phase. Natürlich ist "Peel the Paint" ein Rock-Kracher, jedoch empfinde ich das Album mit seinen verspielten Instrumentalpassagen auch als sehr Jazz-beinflußt. Es gibt viele leisere, polyrhythmische Passagen und mit dem Xylophon kommt hier und dort ein jazziger Groove auf. Gesanglich ist es weicher, zarter und weniger rocktypisch als die Nachfolgealben. Der Gesang erscheint mir manchmal weniger Leadgesang als quasi ein weiterers Instrument im Rock-Jazz-Blues-Kosmos von Gentle Giant. Schön auch die relativ langen Soli des Albums. Ein Kleinod, nicht das auffälligste GG-Album, aber wie immer voller komplexer, verrückter musikalischer Ideen.
Nachtrag: Heute kam die "Remastered Version" mit der Post, lohnt auf jedem Fall ! - viel klarer vom Sound. Schön auch das Klapp-Papp-Cover der ursprünglichen Vinylausgabe nachempfunden.
| Anspieltipp(s): |
Prologue, Peel the Paint |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
12.11.2009 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gentle Giant
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