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Bruce Main

Elements

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006 (November 2006)
Besonderheiten/Stil: Folk; HardRock; Melodic Rock / AOR; RetroProg
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bruce Main Keyboards, Guitars, Drums, Percussion, Harmony Vocals

Gastmusiker

Mark Phraner Vocals
Freddy Krumins Vocals
Don Freeborn Drums
Brian Phraner Bass, Harmony Vocals
Bruce Jones Piano
Matt Main Bass Clarinet

Tracklist

Disc 1
1. Before 7.56
2. The Heat 4.32
3. Feel The Rain 4.58
4. Arctic Toast 4.39
5. Things Of Earth 4.58
6. Red Flags

1. Preparation
2. The Waiting
3. The Storm

14.25
7. One Day 5.42
Gesamtlaufzeit47:10


Rezensionen


Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 2)


In der Ruhe liegt die Kraft!

Bruce Main will niemandem mehr etwas beweisen und macht was ihm Spass macht. Und wenn man das so offensichtlich auf seinem dritten "Solo-Album" hört, dann ist das alleine eine positive Einschätzung wert.

Der US-Amerikaner trommelt ein paar alte Weggefährten zusammen und produziert in seinem "Home-Recording" Studio relaxte, leichtfüssige Rock-Songs, die eingängig sind, aber nicht platt, die hardrockig sind, aber nicht klischeehaft, die proggy sind, aber nicht symphonisch-bombastisch. In der Tradition eines Steve Hackett, eines Ant Phillips, in Teilen an Camel erinnernd, musiziert Bruce Main "altertümlich" anmutend, aber nicht alt klingend. Die Musik wird mit einer Prise (europäischen) Folk durchzogen, es gibt Einflüsse aus 70er Jahre "Hard-"Rock Combos, zumindest lassen diese Gedanken ein "Shouter" Namens Freddy Krumins und so manche "dreckige" Gitarrenpassage zu. Insgesamt aber ist da ein gewisser "akustischer" Sound, der den roten Faden für Elements spinnt. Viele Piano-Läufe, viele ruhige Passagen, mal jubilierende, mal akustische Gitarren; in Things Of Earth eine wahrlich betörende Bass-Klarinette und so fort.

Die Stimmungen bewegen sich zwischen fröhlich beschwingt und melancholisch, nicht aber schwermütig. Geschickt werden "Retro-Versatzstücke" in den Sound verwoben. Mal gibt es angedeutete "Gentle Giant Vocal Akrobatik" (Arctic Toast), "Genesis-Gimmicks" im Longtrack Red Flags, oder einfach nur wunderschöne, hymnische, aber nicht kitschige Singer/Songwriter Balladen (Feel The Rain).

In aller Ruhe haben Bruce Main und seine Kameraden ein Album eingespielt, dass mal wieder Progger und "normale" Leute unter einen Hut kriegen könnte. Eine völlig unaufgeregte Prock-Scheibe aus den USA, die vielleicht etwas stark nach Europa klingt (was so mancher Progger als positiv empfindet), die womöglich etwas mehr "Saft" vertragen könnte - oder aber Bruce Main wollte den Sound so "authentisch" wie möglich halten. Das wäre ihm vollauf gelungen. Ein wirklich schönes Stück Musik, dass niemanden in wilde Raserei verfallen lassen muss, aber auf hochwertige Weise unterhält und Spass macht. Empfohlen!

Anspieltipp(s): Before, Feel The Rain
Vergleichbar mit: Steve Hackett, "Rainbow" (dieser leicht hardrockige Akzent soll damit angedeutet sein)
Veröffentlicht am: 3.12.2006
Letzte Änderung: 3.12.2006
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm @ (Rezension 2 von 2)


Das dritte Album des amerikanischen Künstlers Bruce Main hat sich komplett den Elementen verschrieben. Während das Cover noch eine direkte Verbindung zu den chemischen Elementen aufweist, sind Titel wie „The heat“ oder „Feel the rain“ eher den weitgreifenden, esoterischen Elementen Feuer – Wasser – Erde- Luft gewidmet. Dennoch handelt es sich bei diesem Album nicht um ein Konzeptwerk per se, sondern thematisch geht es vielmehr um die globale Erwärmung und die daraus resultierenden Klimaveränderungen.

Während Bruce Main Gitarre, Keyboards und Backgroundgesang beisteuert und eher gruppendienlich agiert, überlässt er meist seiner Band bzw. den Mitspielern das Feld. Der melancholische, träge Unterton des Albums wird dabei vor allem von den beiden Sängern Mark Phraner und Freddy Krumins unterstützt. Die meist im sinfonischen Progressive Rock / Sinfonic Rock angesiedelte Musik kommt weitgehend ohne große Gesten aus, sondern vertraut vielmehr auf die Kraft der leicht sperrigen Harmonien und geradlinige bzw. nicht zu komplexe Rhythmen. Der sehr melodiöse Sound sorgt trotzdem für sofortiges Zurechtfinden in der Musik, bietet er doch recht wenige Widerhaken, aber leider auch zu wenige Überraschungen für die Ohren.

„Elements“ hat unterschwellig einen typischen amerikanischen Touch, wirkt locker, ungezwungen eingespielt, kann sich aber auch einer Schlagseite hin zum Mainstream Rocksound nicht erwehren. Trotz einiger Blasinstrumente, dem Hang zu verspielten, elegischen Klängen, wirkt dieses Album irgendwie unfreiwillig verschlafen. So passt auch die Ankündigung ins Bild, dass dieses Album angeblich den Progressive Rock wieder für das Mainstream Publikum interessant machen könnte, auf recht ungewollte Weise. Denn einige balladenhafte Passagen und eher geradliniger Songaufbau entfernen sich doch zuweilen recht weit weg von ihren progressiven Ursprüngen und tendieren eindeutig hin zu einem ganz anderen musikalischen Bereich. Jedoch können vor allem einige spannende Instrumentalteile, wie auch eine eigenartige, unbestimmte Atmosphäre, die über dem Album liegt, einiges wieder musikalisch „geradeziehen“.

„Elements“ gefällt als ordentliche, solide Sinfonikscheibe mit einigen komplexeren Schlenkern, ohne zu viele Wagnisse eingehen zu müssen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.4.2010
Letzte Änderung: 9.4.2010
Wertung: 8/15

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