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Styx

Styx

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Wooden Nickel
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

James Young Guitar, Vocals
Dennis DeYoung Keyboards, Synthesizer, Vocals
John Curulewski Guitar, Synthesizer, Vocals
Chuck Panozzo Bass Guitar, Vocals
John Panozzo Drums, Percussion, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Movement for the common man

1. Children of the land 5:14
2. Street collage 1:55
3. Fanfare for the common man 0:45
4. Mother nature's matinee 5:19

13:11
2. Right away 3:41
3. What has come between us 4:55
4. Best thing 3:14
5. Quick is the beat of my heart 3:51
6. After you leave me 4:02
Gesamtlaufzeit32:54


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 2)


Wie so viele andere Bands, fingen auch Styx (zu Beginn noch unter dem Namen TW4) ganz klein an und mussten sich mühevoll über die jahrelange Ochsentour den kommerziellen Erfolg erspielen. Der Weg zur Multi-Platinum und stadionfüllenden Band war steinig, jedoch letztendlich von Erfolg gekrönt.

Zu Beginn ihrer Karriere hatte die Band Glück vom Saxophonisten und Produzenten Bill Traut unter die Fittiche genommen zu werden. Dieser war auf der Suche nach so etwas wie der amerikanischen Antwort auf den komplexen, britischen Progressive Rock, jedoch in einer wesentlich zugänglicheren Spielweise, sowie mit einer gewissen, typisch amerikanischen Lockerheit. Und so landeten Styx mit ihren ersten vier Alben beim Label Wooden Nickel, die jedoch über einen Vertrag mit RCA verfügten, womit ein landesweiter Vertrieb gewährleitstet war. Doch anfangs fand man außerhalb der Heimat Chicago nur relativ wenig Beachtung, was vielleicht auch am etwas unausgewogenen Stilmix des namenlosen Debüts lag. Immerhin schaffte es die Single "Best thing" auf Platz 82 der Billboard Charts.

Der etwas überambitionierte, rund 13-minütige Opener "Movement for the common man", wartet mit mehreren Fragmenten auf. Nach dem hardrockigen, mitunter leicht psychedelisch angehauchten "Children of the land", welches in einem mitreißenden Orgelsolo mündet, folgt eine wenig inspirierte Soundcollage mit Gesprächfetzen der Musiker, bevor sich langsam das Thema von "Fanfare for the common man" herausschält. Ja, richtig gelesen, genau jenen Song von Aaron Copeland, der ELP einige Jahre später einen weitaus größeren Erfolg bescheren sollte. Richtig ab geht es aber vor allem im letzten Part "Mother Nature's Matinee", der richtig schönen, sinfonischen Art Rock der elegischen Art bietet.

Zwar finden sich auf dem Debüt noch keine jener Schmachtballaden, der der Band die größten Erfolge bescherte, aber dennoch wirkt die etwas unausgewogene Mischung aus Hard und Art Rock, gitarrendominierten bzw. orgellastigen Songs noch etwas wie die Suche nach der eigenen Identität. Dennoch ist der Erstling von Styx durchaus hörenswert, hat er trotz kleiner Wiedererkennungseffekte dennoch sehr wenig mit dem zu tun, was man später von dieser Band zu hören bekommt und ist sicherlich das Werk mit dem höchsten Prog-Anteil in der umfangreichen Discografie von Styx.

Anspieltipp(s): Mother Nature's Matinee, Best thing
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.2.2007
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 8/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


1972 wurde das erste Album der amerikanischen Band Styx mit dem gleichnamigen Titel veröffentlicht. Und es ist sehr interessant zu sehen (beziehungsweise zu hören), wie die Anfänge dieser Band klangen, die später, im weiteren Verlauf ihrer Karriere, eigentlich ein Synonym für das Label „AOR“, also Adult Orientated Rock darstellte.

Auf dem ersten Album der Chicagoer Band klingt es noch nicht so glattgeschliffen, so rund, wie auf vielen der späteren Alben. Hier gibt es noch diese Ecken und Kanten, die ein Lied auch ausmachen können. Die Platte beginnt mit dem sehr ambitionierten „Movement For The Common Man“. Über dreizehn Minuten ist dieses Stück lang und besteht aus insgesamt vier Teilen. Diese einzelnen Parts wirken allerdings sehr unabhängig voneinander, sodass das Ganze ein klein bisschen zusammengestückelt wirkt. Gerade so, als wäre der Grund für diesen Song gewesen, dass man eben „mal ein langes Lied machen wollte“, weil Lieder über zehn Minuten Länge Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts gerade en vogue waren.

Der erste Teil des Stücks „Children Of The Land“ klingt zunächst wie ein ganz normales Mainstream Rock-Lied und wird dann richtig gut, wenn der Gesang endlich schweigt und die musikalischen Ideen in den Vordergrund rücken. Hier klingt die Nummer dann sogar richtig progressiv. „Street Collage“ ist eine Soundcollage aus Alltagsgeräuschen. Man hört einer Unterhaltung zu und verschiedenen Verkehrsgeräuschen. Diese Einlage mündet in dem kurzen „Fanfare For The Common Man“, einer Copeland-Adaption, die ein paar Jahre später von Emerson, Lake And Palmer auf „Works“ in einer knapp zehnminütigen Version zu hören sein wird. „Movement For The Common Man“ endet mit dem Part „Mother Nature's Matinee“. Hier bewegen sich Styx dann auf einer Grenzlinie zwischen Mainstream-Rock und wieder progressiveren Abschnitten. Allerdings sehr schön gemacht, denn hier klingen die Amerikaner richtig gut.

„Right Away“ ist eine eingängige Nummer, die schon sehr in die Richtung abzielt, in die man Styx in den späteren 70ern hantieren sehen wird. Melodiös und ziemlich geradlinig. Mit „What Has Come Between Us” wird es aber sogleich wieder deutlich spannender. Zumindest zu Beginn des Stücks. Hier wird “Hektik” am Piano produziert, bis das Lied in eine elegische und überaus melodiöse Ballade mündet, die zum Schluss sogar rockt. Den Text lassen wir mal außen vor. „Best Thing“ war der erste „Hit“ von Styx. Radiotauglich und bereits mit dem für Styx auch später so typischen Chorgesang ausgestattet. In die gleiche Richtung geht „Quick Is The Beat Of My Heart“. Ganz nett ohne großartigen Eindruck zu hinterlassen. Wobei die beiden Soli von Orgel und Gitarre sogar sehr hörenswert sind. Beschlossen wird das Album durch „After You Leave Me“. Textlich erneut unterste Kajüte, rockt der Song aber nicht schlecht.

Fazit: Es ist interessant zu hören, welche Wurzeln späteren Veröffentlichungen der Band Styx zugrunde liegen. Mit Sicherheit ist dies nicht das beste Debutalbum einer Band, aber man hat auch schon deutlich schlechtere Einstiege gehört. Für Styx-Fans natürlich ein „Muss“ und wer auf guten gemachten, nicht immer ganz geradlinigen Rock steht, der kann hier durchaus auch mal ein Ohr riskieren. Die ganz großen Höhepunkte fehlen dem Album allerdings und blitzen nur hier und da in den einzelnen Liedern auf.

Anspieltipp(s): Movement For The Common Man, What Has Come Between Us
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2012
Letzte Änderung: 28.7.2012
Wertung: 8/15
Nettes Debüt. Nicht mehr.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Styx

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 The serpent is rising 6.50 2
1973 Styx II 7.00 2
1974 Man of miracles 5.00 1
1975 Equinox 9.00 1
1976 Crystal Ball 8.00 1
1977 The Grand Illusion 10.33 3
1978 Pieces of Eight 10.50 2
1979 Cornerstone 5.00 2
1980 Paradise Theater 10.00 2
1983 Kilroy Was Here 3.00 1
1984 Caught In The Act 11.00 1
1990 Edge Of The Century 4.00 1
1997 Return To Paradise 10.00 1
1999 Brave New World 6.50 2
2000 Arch allies - Live at Riverport 8.00 1
2001 Styxworld Live 2001 9.00 2
2003 Cyclorama 9.50 4
2005 Big Bang Theory 6.00 2
2005 The complete Wooden Nickel Recordings - 1
2006 One with everything 9.00 1

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