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Blackfield

Blackfield II

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (23.02.2007)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream
Label: SPV
Durchschnittswertung: 8.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Steven Wilson Vocals, Guitars, Keyboards
Aviv Geffen Vocals, Keyboards, Guitars

Gastmusiker

Daniel Salomon Piano
Seffy Efrati Bass
Tomer Z Drums & Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Once 4.04
2. 1.000 People 3.55
3. Miss U 4.13
4. Christenings 4.38
5. This Killer 4.06
6. Epidemic 5.00
7. My Gift Of Silence 4.05
8. Some Day 4.22
9. Where Is My Love? 3.00
10. End Of The World 5.14
Gesamtlaufzeit42:37


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 4)


Die gute Nachricht ist: Die zweite Blackfield klingt wie das selbstbetitelte Debüt; die schlechte Nachricht ist: Die zweite Blackfield klingt wie das selbstbetitelte Debüt. Manchmal ist des Pudels Kern die Wahrheit und ihre zwei Seiten.

War das Debüt-Album noch überraschend und überraschend frisch, so kommt der Nachfolger schon deutlich kalkulierter daher. Nicht nur das Überraschungsmoment ist weg, auch die Unbeschwertheit, mit der Wilson (und Geffen) sich austoben konnte(n), ohne auf die Spielregeln im Prog achten zu müssen. Entweder wollten Blackfield einfach so weiter machen oder ihnen fehlte dieses Mal die Zeit, um neue Nuancen dieser Konstellation auszuloten. Blackfield merkte man nicht an, dass es nur ein Side-Project war; bei "Blackfield II" hör ick da schon einiges trapsen. Das Debüt-Album war sorgfältig produziert und neu(artig), obwohl es alte Ideen aufgriff. "Blackfield II" greift zwar auf dieselben Ideen zurück, aber es überrascht einen nicht mehr. Um es klar zu machen: Ich mag "Blackfield II", aber ich weiß, dass ich einfach nur musikalisch naiv genug war, um ein zweites Mal auf denselben Trick reinzufallen: Eine Mischung aus Porcupine Tree (Lightbulb Sun-Phase), Beatles und Siebziger-Jahre-Pop/Rock. Sicher, die Songs haben kaum mindere Qualität als die des Debüts. Auch bei "Blackfield II" ertappt man sich schnell dabei, dass einem die Songs einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Lack abblättern wird, zumindest wenn man noch einmal einen Aufguss des ersten Albums präsentieren würde.

Nun, so weit ist es ja noch nicht: Fürs erste pardon zweite Mal ist es noch einmal gut gegangen, zumindest solange man die Augen schließt und durch das Blackfield-Wunderland der Melodien fährt, meinetwegen im Cabrio. Falls es noch ein drittes Blackfield-Album geben wird, empfehle ich allerdings dringend mehr Zeit und mehr Ideen. Spätestens bei einem dritten Aufguss wären Blackfield dann auch nicht besser, als die vielen anderen etablierten Selbst-Plagiatoren, an denen man sich irgendwann einmal gründlich satt gehört hat.

Anspieltipp(s): Once, End of the World
Vergleichbar mit: Blackfield
Veröffentlicht am: 4.3.2007
Letzte Änderung: 4.3.2007
Wertung: 9/15
im Vergleich zum Debüt: 2 Punkte Abzug für das Selbstplagiat, 1 Punkt Abzug für die etwas schwächeren Songs

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Von: Jan Hamm (Rezension 2 von 4)


Ich kenne die Solosachen von Aviv Geffen nicht und somit fehlt mir der direkte Vergleich, es würde mich aber schon interessieren, wieviel von ihm in Blackfield II steckt. Das Album klingt mehr noch als sein Vorgänger nach einem Pop-Nebenprojekt von Porcupine Tree. Und Porcupine Tree sind gelegentlich schon poppig genug. Das muss prinzipiell garnicht schlecht sein, solange das Songwriting von einem guten Geist beseelt ist. Den hat Steven Wilson zwar mit Songs wie 'Piano Lessons' oder 'Trains' zur Genüge unter Beweis gestellt, hier finde ich aber wenig davon wieder.

Blackfield II ist allersimpelster Poprock - toll produziert, kuschelig, melancholisch. Aber bei einer Cabriofahrt durch sonnigere Gefilde würde ich die Gefahr, mich unnötig über die gepflegte Harmlosigkeit aufzuregen, lieber vermeiden und zu etwas anderem greifen. Der Platte fehlt jede Ausdrucksstärke, nirgendwo wird ein vom Vorgänger oder einer Menge anderer Poprockbands ausgetretener Pfad verlassen. Es gibt dabei durchaus Stellen, die zu gefallen wissen. 'Epidemic' entwickelt fast soetwas wie einen Drive und bricht das schleppende Midtempo für einen lichten Moment auf. Und die Vocals sind nach wie vor eine Schmeichelei für die Ohren.

Wenn Blackfield durch seine absolute Massenkompabilität Wilsons heimlicher Goldesel werden soll, und Aviv Geffen derweil noch stolz erzählen kann, er würde mit einem echten Progrocker musizieren, werden die beiden sicher glücklich. Und produzieren bald Blackfield III, zu dem sich eine musikalische Beschreibung dann noch eher als zur neuen Neal Morse erübrigen wird. Das Album ist nicht wirklich schlecht, aber schlaftrunken und aalglatt. Wer eine gute Alternative zur aktuellen Kuschelrock-Compilation sucht, kann zugreifen. Alle anderen sollten dringend probehören, bevor sie sich zu frohen Mutes ins Blackfield stürzen.

Anspieltipp(s): Once, Epidemic
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.4.2007
Letzte Änderung: 6.4.2007
Wertung: 5/15
ausdrucksloser Hochglanz-Poprock

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 4)


Eines sollte wahrlich nicht verwundern. Wenn der Name einer Band auf dem Cover steht, dann sollte es durchaus nicht überraschend sein, dass auch die Musik, die anschließend, nach dem Einlegen der CD zu hören ist, nach der, auf dem Cover genannten Band, klingt. Und nicht anders ist es bei Blackfield. Denn es stimmt, das Album „Blackfield II“ klingt ähnlich dem Debutalbum „Blackfield“ der gleichnamigen Band, bestehend aus Aviv Geffen und Steven Wilson. Auch diese CD ist vollgepackt mit hauptsächlich ruhigen, meist sehr harmonischen und immer melodiösen Titeln.

Zehn Stücke gibt es auf „Blackfield II“ zu hören. Zehn Titel, die maximal ein ganz kleines bisschen noch an die eher ruhigen Stücke von „Porcupine Tree“ erinnern. Diese Assoziation kommt allerdings irgendwann zwangsläufig auf, da Steven Wilson bei allen Titeln, mit einer Ausnahme, den Hauptgesang hinzusteuerte. Sehr viel mehr erinnern die Lieder jedoch an das Debut-Album „Blackfield“, denn in genau dieser Tradition wurden auch die Stücke auf „Blackfield II“ geschrieben. Die einzelnen Nummern sind ebenfalls wieder relativ kurz gehalten und haben mit progressiver Rockmusik, für die in großen Teilen „Porcupine Tree“ steht, so gar nichts gemeinsam. Was hier, wie beim Debut, allerdings wieder negativ auffällt, das ist die Kürze der gesamten Darbietung. Um die 40 Minuten für eine CD im 21. Jahrhundert. Da wird nur relativ kurz etwas für das Geld geboten.

Das, was allerdings geboten wird, das kann sich sehen oder besser hören lassen. Eingängiger Pop-Rock ist da zu hören. Pop-Rock der deutlich besseren Sorte. Ruhiger, melodiöser Pop-Rock, der durchaus auch mal im Hintergrund laufen kann. Selbst beim Lesen eines Buches wird „Blackfield II“ nicht großartig ablenken. Und das ist sicherlich für viele Hörer die Schwäche dieses Albums, Ecken und Kanten fehlen nämlich auf „Blackfield II“ vollständig. Und was ebenfalls fehlt, das sind diese Lieder die herausstechen, die, nennen wir sie mal „Übersongs“, die uns ein Album immer wieder einlegen lassen. Auf „Blackfield II“ befindet sich keine schlechte Musik und auch kein einziger schlechter Song. Alles ist irgendwie gut – allerdings richtig überragend ist es auch nicht.

Fazit: Dieses Album strömt Melancholie aus. Hier hört man keine progressive Rockmusik à la „Porcupine Tree“. Nein, hier hört man ruhige Musik, die sich irgendwo zwischen Pop und Rock ansiedelt. Und diese Musik ist überaus harmonisch und melodiös. Wahrlich kein schlechtes Album und für alle die gedacht, die es lieben in Musik zu schwelgen, von ihr umschlungen zu werden und mit Musik zu träumen.

Anspieltipp(s): Once, Christenings, Epidemic, My Gift Of Silence, Some Day, End Of The World. Tatsächlich, irgendwie ist alles gut.
Vergleichbar mit: Dem ersten Blackfield Album
Veröffentlicht am: 8.7.2012
Letzte Änderung: 7.7.2012
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Prog? Nein, kein Prog wie wir ihn kennen. Blackfield sind anders. Anders als „normale“ Musik. Also doch Prog? Ist Prog nicht einfach ein Sammelbecken für alles was nicht „normal“ ist? Ist alles was nicht „normal“ ist auch „progressiv“? Falls ihr diese Frage mit einem „Ja“ beantwortet, dann lest ruhig weiter. Natürlich spielen Blackfield im „normalen“ Modus „Strophe-Refrain-Strophe-Bridge-Refrain“. Wenn es aber auf solch einem Niveau gemacht ist wie hier, warum nicht?

Das interessante Debüt erschien ja 2004 und war ursprünglich als einmaliges Projekt zwischen Wilson und Geffen gedacht. Doch der Erfolg überraschte die beiden so sehr, dass sie sich entschieden 3 Jahre später noch einmal zusammen ins Studio zu gehen.

Blackfield II enthält eine Handvoll absoluter Songperlen, die allesamt unwahrscheinlich leicht, wie aus dem Ärmel geschüttelt daherkommen. In seiner Gesamtheit kommt das Album aber aus einem sehr einfachen Grund nicht ganz an das Debüt heran: die Überraschung des Erstlings fehlt.

Von den Songs sind 1.000 PEOPLE mit seiner süchtig machenden Melodie, MISS U mit seiner aufwühlenden Art oder CHRISTENINGS mit seinem tollen Refrain hervor zu heben. Der letzte Track END OF THE WORLD besticht durch seine Schlichtheit.

Im Vergleich zum Debüt geht es öfters lauter zur Sache, man hört noch mehr Mellotron was das Progherz doch eigentlich so liebt. Leider aber sind Songs wie MY GIFT OF SILENCE und THIS KILLER auch etwas belangloser. Bei so kurzen Spielzeiten von knapp 42 Minuten ist das ärgerlich, aber trotzdem ist die CD immer noch gut und empfehlenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.1.2017
Letzte Änderung: 9.1.2017
Wertung: 10/15
für Steven Wilson Fans unverzichtbar

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blackfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Blackfield 11.60 5
2007 NYC (DVD) 10.00 1
2011 Welcome to my DNA 7.00 4
2013 IV 7.00 1

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