Somewhere Else
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Intact record |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (5 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Hogarth |
vocals, percussions, occasional piano |
| Mark Kelly |
keyboards |
| Ian Mosley |
drums |
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| Steve Rothery |
guitars |
| Pete Trewavas |
bass, occasional e-guitar, accoustic guitar on "Faith" |
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Gastmusiker
| Mike Hunter |
"played all sorts of things" |
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| Sam Morris |
french horn on "Faith" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The other half
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4:23
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| 2. |
See it like a baby
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4:32
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| 3. |
Thank you whoever you are
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4:51
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| 4. |
Most toys
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2:47
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| 5. |
Somewhere else
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7:51
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| 6. |
A voice from the past
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6:21
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| 7. |
No such thing
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3:58
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| 8. |
The wound
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7:18
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| 9. |
The last century for man
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5:51
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| 10. |
Faith
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4:11
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| Gesamtlaufzeit | 52:03 |
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Rezensionen

Wenn Marillion ein neues Album herausbringen, stehe ich diesem (zumindest seit "Radiation") immer besonders skeptisch gegenüber und brauche etliche Hördurchgänge, um möglichst sicher sagen zu können, wie mir das Album gefällt.
Die gute Nachricht: Es erwarten den geneigten Fan keine halbgaren Experimente und auch keine orientierungslosen Selbstfindungsprozesse wie auf "Radiation" und "marillion.com". "Somewhere Else" schließt sich lückenlos an den hervorragenden Vorgänger "Marbles" an, mit dem Marillion wieder zu sich selbst und ihrem unverwechselbaren Sound gefunden haben. Dabei ist das neue Album keineswegs eine Resteverwertung aus Marbles-Sessions, sondern überzeugt vielmehr durch die Art von Songs, die mit dieser Intensität und fesselnden Atmosphäre, wie sie auf "Brave" und "Afraid of Sunlight" zu finden ist, nur von Marillion geschrieben werden können.
Der Opener "The Other Half" und die Singleauskopplung "See It Like A Baby" gehen gleich beim ersten Anlauf mit ihrer leichten Mischung aus Beatles und (alten) Pink Floyd gut ins Ohr. Man fühlt sich als alter Marillion-Fan direkt ein wenig zu Hause. Pete Trewavas Bass wummert wie gewohnt warm, abwechslungsreich, aber nie aufdringlich, Rothery hat Gott sei dank immer noch Bock Solis zu spielen, ohne seinen Rocksound zu vernachlässigen, und Hogarth beweist wieder einmal, dass er ein bemerkenswerter Ausnahmesänger ist. Konkret wird dies spätestens beim Titelsong "Somewhere Else". Ein wunderbarer, atmosphärischer Song! Fast filigran zu Anfang mit einem fesselnden Spannungsaufbau und einem furiosen, kraftvollen Finale.
"Voices From The Past" und "No Such Thing" schlagen stimmungstechnisch in die selbe Kerbe, lassen es aber um einiges ruhiger und melancholischer angehen, während "Wounded" wieder etwas mehr zur Sache geht und von der Struktur her ähnlich aufgebaut ist wie der Titeltrack.
Die übrigen Songs reihen sich gut in den Albumfluss ein ohne positiv wie negativ aufzufallen, wobei "Thank You, Whoever You Are" trotz seiner leicht kitschigen Attitüde das Potential hat sich positiv weiter zu entwickeln und "Most Toys" sich als typisch schlechter Marillion-Mitklatsch-Song von vornherein disqualifiziert hat.
Alles in allem bin ich durchaus zufrieden mit "Somewhere Else". Marillion-Alben wachsen mit der Zeit, wie ich seit "Brave" und "Afraid Of Sunlight" festgestellt habe. Die Klasse dieser beiden Alben wird "Somewhere Else" zwar nicht ganz erreichen und auch der Vorgänger "Marbles" hat noch leichte Vorteile was die Stimmung und die Ausstrahlung der Songs angeht, jedoch kann man beruhig aufatmen: Marillion haben wieder das gemacht, was sie am besten können.
| Anspieltipp(s): |
Somewhere Else |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
15.7.2008 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 5)

Irgendwann entstand das Gerücht, dass Somewhere Else so etwas wie die Outtakes von Marbles seien. Die Singer/Songwriter-orientierten Stücke im Gegensatz zu den eher epischen, melodischen, getragenen Sachen von Marbles. Nun ja, auffällig ist natürlich, dass kein Stück auf dem neuen Album die 8-Minuten Grenze knackt, im Gegenteil, die 4-5 Minuten Sachen sind die prägenden Elemente der Scheibe.
Wir befinden uns also wieder mal in einer Umbruch-Phase? Nein und ein bisschen ja. Ich höre auf Somewhere Else eine Menge Einflüsse, die schon Radiation und Marillion.com ins Blickfeld beissender Kritik gerückt haben. Doch die Entwarnung folgt auf dem Fusse; wo die beiden genannten Scheiben zu stark in untypischen Stil der Band verhaftet, bzw. viel zu "experimentell" ausgefallen waren, verbindet Somewhere Else diese klanglichen Komponenten mit typischer Melancholie, Softrock und stilvoller Wohlfühl-Stimmung. Ein Hauch 60ies Beat-touch umweht die Platte, wie eine Mischung aus Früh-Floyd, Beatles und zurückhaltender (Folk-)Rocktradition.
Mark Kelly scheint seine Freude an "echten" Tasten-Instrumenten wiedergefunden zu haben. Ich kann mich nicht erinnern bereits ein Album mit soviel Piano-Anteil bei Marillion gehört zu haben. Die Keyboard-Teppiche haben häufig einen "mellotronigen" Sound. Trewavas und Mosley liefern sowieso immer 1A-Leistungen ab, allerding sollte man auch keine weltbewegenden Neuerungen an ihren Instrumenten erwarten. Dem "Short-Track" Konzept geschuldet findet man sicherlich keine endlosen Gitarren-Soli von Rothery, aber die dosierte Verabreichung seiner stimmungsvollen Ausflüge macht die Geschichte nicht so austauschbar, weil immer und immer wiederkehrend. Es gibt verschiedene Stimmen, die sich bei Somewhere Else an Hogarths weinerlichem Gesang stören. Ist nicht von der Hand zu weisen, Hogarth singt durchgehend zerbrechlicher, "höher", "jammervoller" als noch auf Marbles. Dies macht er aber wie gehabt in würdevoller Formvollendung.
Aufbruchstimmung ist aber auch wieder da, zumindest wenn man den direkten Vorgänger zu Rate zieht, der dem geneigten Zuhörer ja das "klassische" H-Marillion-Brett gegeben hat. Die Platte wirkt unglaublich reif und in sich ruhend. Fast jeder Song hat "Hit-Potential", ohne auch nur im geringsten blöd zu sein. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn die Höhepunkte (Titelstück und The Wound) sind sicherlich klar identifizierbare Marillo-Sympho-Kracher und die schwächeren Stücke (Most Toys, No Such Thing, The Last Century For Man) sind zumindest in Teilen auch blöd...
Dennoch; Somewhere Else geht fast schon als Alterswerk einer Band durch, die es inzwischen locker schafft, strukturelle Veränderung und neue Ideen zu einem stimmigen Ganzen aus dem Hause Marillion zu verbinden. Fast möchte ich sagen; wenn nach Afraid Of Sunlight und Radiation/com diese Platte erschienen wäre, dann wäre das ein absolut logischer Schluss gewesen. Befürchtungen habe ich vielleicht für die Live-Präsentation des Albums, denn die großen, emotionalen und/oder rockigen Höhepunkte sind relativ rar gesät, warten wir es ab. Das Studio-Album wirkt wieder ganz getreu dem Motto: "Licht aus, Glas Wein einschenken, geniessen."
| Anspieltipp(s): |
A Voice From The Past, The Other Half |
| Vergleichbar mit: |
"klassische" Marillion mit stilvollem Einsatz von Beat und Psychedelic-Elementen |
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| Veröffentlicht am: |
7.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
28.10.2008 |
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Um es gleich vorweg zu sagen, es ist zum Glück kein Abklatsch von "Marbles". In meinen Ohren ist es flotter, gradliniger und rockender, obwohl es auch genug elegisch-stimmungsvolles zu hören gibt. Ich mag Marbles sehr und bin daher froh, dass sie keinen Zweitaufguss abliefern. Bis auf die kurze Hilfe von Sam Morris (Waldhorn bei "Faith") und dem Produzenten Mike Hunter, der für alle möglichen Soundeffekte und die Orchestrierung zuständig war, spielt die Band wie gewohnt alles allein.
Marillion sind für mich seit Hogarth eine Band, die durch Stimmungen/Atmosphäre besticht, und nicht unbedingt durch komplexes Songwriting. Und so ist es auch bei diesem Album. Die Stücke sind eher einfach in der Struktur, aber komplex in ihren Sounds/Stimmungen. Allein durch kleine, aber feine Einwürfe (hier ein Gitarrensolo, dort etwas Streicheruntermalung, woanders leichte Ethnoanklänge) erzeugen sie die Spannung in den Songs. Typisch hierfür z.B. "No such thing", wo Rothery einen Gitarrenloop durchlaufen läßt und die starke elektronische Verfremdung von Hogarths Stimme die Spannung aufbaut. Ähnliches gilt auch für "A voice from the past", wo es am Ende ein sehr schönes Gitarrensolo gibt.
Aber auch die Freunde von Tempiwechseln kommen nicht zu kurz. Schon der Opener besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen. Beginnen sie recht flott losrockend, leitet ein sehr gelungenes, leicht angejazztes Pianothema die zweite, deutlich ruhigere Phase des Titels ein.
"Most toys" ist direkt und geradeaus. Im Kontext des Albums fällt es etwas heraus, ist aber gerade dadurch für mich an der Stelle genau richtig. Es erinnert mich an "Deserve" vom Album "Marillion.com" und enthält für Marillion sehr verschroben-aggressive Zwischenstücke. Ich denke, dies wird das umstrittenste Stück der CD sein. Dafür ist das folgende Titelstück und "A voice from the past" wieder sehr lyrisch-ruhig. Bei beiden gefällt mir das Pianospiel, der Tonlagenwechsel in der Stimme Hogarths und das verhallt-elegische Gitarrenspiel von Rothery. Auch die Soundeffekte stehen beiden Titeln gut.
"Faith" beginnt akustisch und erinnert mich zuerst kurz an Blackbird von den Beatles. Später wird es orchestraler und der Einsatz des Waldhorns lässt wiederum Beatleserinnerungen in mir aufsteigen.
Besonders zu loben ist der Keyboarder (und oder Steve Hogarth) für das Piano/Keyboardspiel. Es ist nie aufdringlich, sondern immer passend für die Songs. Freunde von Steve Rothery werden wie eh auch an vielen Stellen ihre Freude haben.
Als Fazit bleibt: sehr gelungenes Album, das aber Zeit braucht, um zu wachsen. Es wird bei mir des öfteren laufen.
Wer seine CD bei Townshend-Records ordert, erhält eine DVD (NTSC-Format), auf der "The last Century for man", "The wound" und Thank you whoever you are" live von der diesjährigen Fan-Convention im Februar mitgeschnitten wurden. [Anmerkung: entgegen der Ankündigung, dass die Band diesmal ohne "Bonus-Bim-Bam-Borium" auskommen wollte, gab es das Angebot, das Album über Townshend Records zu ordern. 2 Vorteile; die von Andreas angesprochene Bonus-DVD und eine Vor-Veröffentlichungs-Auslieferung. Nach Aussage der Band ist dieses Angebot mit der europaweiten Veröffentlichung, also am 09.04.2007, abgelaufen und die DVD soll hernach nie mehr zu bekommen sein.] Ich finde sie schön und nett, ist aber kein Muss, obwohl mir gerade live auffällt, wie Rothery sich an David Gilmour "anlehnt", ohne ihn zu kopieren. Zumindest kann Fix beruhigt sein, live funktionieren die Stücke ebenfalls.
| Anspieltipp(s): |
No such thing, Somewhere else |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
8.4.2007 |
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Im großen und ganzen kann ich mich den Beschreibungen meiner Vorredner durchaus anschließen. Allerdings sehen bei mir die Schlussfolgerungen irgendwie anders aus...
Ich bin ziemlich enttäuscht und seltsam gelangweilt von "Somewhere Else". Alles, was vorkommt, war schon mal da, und alles besser und konsequenter. Natürlich ist es bei so vielen Alben sicher nicht leicht, immer wieder neue Radversionen zu erfinden, aber diesmal scheint mir wenig Inspiration, dafür eher viel beinhartes Handwerk in den Stücken vorzuherrschen.
Das macht das Album nicht unbedingt direkt schlecht. Allerdings klingen Stücke wie "The Wound" und "The Other Half" auch entsprechend bemüht. Beispielhaft ist vielleicht gerade die Gesangsmelodie am Anfang von "The Wound": Diese gibt es schon auf so vielen Remaster-Bonus-CDs als rausgeschnittenen Part in früheren Songwritingversuchen, dass es scheint, als wolle man, ähnlich einem routinierten, aber leicht überalterten Fußballteam, den in den letzten Dekaden erspielten Vorsprung über die Zeit bringen: Die Spielzüge sind durchaus souverän, aber trickreich und aufregend ist eigentlich nichts.
Ein weiteres Beispiel findet sich im Song "Faith", der fast genau in der vorliegenden Fassung schon von einigen Konzerten und Fanclub-CDs bekannt war. Marillion machten im Vorfeld viel Wind darum, dass sie den Song für das neue Album komplett umarrangieren wollten, man erkenne ihn danach bestimmt nicht wieder... Nicht dass das Arrangement von "Faith" auf der CD nicht gut wäre, aber auch hier scheint man sich mangels besserer Ideen auf das Altbewährte zurückgezogen haben.
Und jetzt kommt das für mich selbst besonders Überraschende: H geht mir mit seinem Gesang auf "Somewhere Else" richtig auf den Keks. Für meinen Geschmack übertreibt er das Feminin-Divenhafte, das Elegisch-Zerbrechliche und rutscht so tief in den Hypermanierismus, Kitsch, das Überzeichnen jeglicher Emotion. Weniger von seinem typischen Schwelgen wäre hier sicher mehr gewesen. Schauspiellehrer würden ihm vielleicht raten wollen, den Textzeilen mehr zu vertrauen, sie weniger "verkaufen" zu wollen - allerdings sind auch nicht alle Textzeilen von einer Qualität, dass man ihnen wirklich vertrauen wollte...
Was bleibt, ist viel Schlichtes und Solides. Rothery findet nicht zu seinem herzzereißenden Spiel zurück, Kelly tut sein Bestes, was aber, Hand aufs Herz, noch nie besonders viel Spieltechnisches war, für Bassisten gibt es das gewohnt gute mannschaftsdienliche Fundament, und Mosley ist, glaub ich, irgendwann nach Clutching at Straws mal eingepennt, bei Brave kurz wachgeworden und seitdem im Dämmerschlaf auf Autopilot. Wie gesagt, das reicht, um ein einigermaßen brauchbares Album abzuliefern; wer jedoch mal wieder echte emotionale Höhepunkte, wie die Band sie sich ja so gern auf die Fahnen schreibt, erleben will, wird ziemlich lange suchen müssen.
Hinzu kommt, dass die Produktion von "Somewhere Else" ungewohnt bieder und einfallslos daherkommt. Im Mix summieren sich so einige Fehler (die Drums sind viel zu laut im Vergleich zum Bass, weshalb dem ganzen die Bindung untereinander fehlt; die Keyboardsounds an sich sind ja nicht schlecht, aber lassen große Lücken, die keinerlei Druck und Eindringlichkeit zulassen; die Räume, in denen sich die Band virtuell bewegt, sind keineswegs stimmig, am besten an der seltsamen Ortslosigkeit von Rotherys Gitarre nachzuvollziehen - und so weiter!), die Arrangements sind bar jeder Liebe zum Detail (kaum Kontrapunkte, kaum kleine Zwischenspiele, kaum einfallsreiche Sounds), die Produktionen voll von aus der Not geborenen Übergängen, die nur Akkorde runterrattern, ohne Sinn, Verstand oder Melodie dafür liefern zu können...
Unterm Strich liegt uns ein belangloses Album einer Band vor, die mal wieder eine schwächere Phase hat. Die Vergangenheit zeigt, dass die Hoffnung auf bessere Zeiten aber durchaus berechtigt ist...
| Anspieltipp(s): |
Somewhere else |
| Vergleichbar mit: |
Marillion.com |
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| Veröffentlicht am: |
8.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
15.4.2007 |
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Wenn ich auf meinem Bildschirm die Urteile der lieben Kollegen Revue passieren lasse – unverwechselbarer Sound; haben wieder das gemacht, was sie am besten können; Alterswerk; wäre nach Marillion.com logischer Schluss gewesen; elegisch-stimmungsvoll; viel Solides – dann muss ich irgendwie ständig nicken. Marillion spielen unabhängig von irgendwelchen Modetrends einfach ihre ganz eigene Musik.
Mich beschleicht dabei der Eindruck, als habe es die Frischzellenkur von Anoraknophobia nie gegeben. Somewhere Else ist schlicht ein rundum angenehmes, aber zugleich doch relativ blasses Album geworden - wie die Scheiben der Band vor Anoraknophobia. Schade eigentlich.
| Anspieltipp(s): |
A Voice from the Past, No such Thing |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
8.4.2007 |
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