Nightnursing
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Auditorium |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Claudio Gabbiani |
sampler, guitar |
| Roberto Musci |
sampler |
| Jon Rose |
violoncello, violin |
| Roberto Zorzi |
guitar |
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| Massimo Mariani |
guitar |
| Giorgio Magnanensi |
sampler |
| Chris Cutler |
drums, percussion, electronics |
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Gastmusiker
| Silvia Mandolini |
vocals (9) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Nightnursing
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4:40
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| 2. |
Persistence Of Vision (I)
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6:18
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| 3. |
The Dark Island
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4:12
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| 4. |
Antique Toys
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5:22
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| 5. |
Nightmare
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4:26
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| 6. |
Persistence Of Vision (II)
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6:20
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| 7. |
Lullaby
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3:44
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| 8. |
Persistence Of Vision (III)
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7:05
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| 9. |
Madrid
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5:00
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| 10. |
Breakfast
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4:40
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| Gesamtlaufzeit | 51:47 |
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Rezensionen

"Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden." Das wusste Wilhelm Busch schon 1874 und der kannte Claudio Gabbiani und seine Mitstreiter noch gar nicht.
Manchmal stößt man im Laufe seiner Sammelbegeisterung und Neugier auf Musik, die nun so gar nicht dem eigenen Gusto entspricht, die aber doch irgendwie faszinieren kann. Und von Zeit zu Zeit sollte man sich ohnehin musikalische Erfahrungen jenseits des eigenen Wohlfühlbereichs gönnen, damit die Sinne wachbleiben und man vielleicht doch Neuland entdeckt, in dem man länger verweilen möchte. Immer nur Eintopf kann es ja auch nicht sein...
Claudio Gabbiani liefert mit "Nightnursing" viel Hörstoff jenseits des üblichen musikalischen Eintopfs. Zusammen mit seinen Mitstreitern, von denen die bekanntesten vielleicht RIO-Ikone Chris Cutler, der in einigen Tracks Schlagzeug, Percussion und Elektronik bedient, und der Gitarrist Zorzi sein dürften, entfacht Gabbiani eine Kette von Geräuschen mit schneidenden, sägenden Klängen, Plingen, Knarzen, Wummern, Brummen, Dröhnen, Rauschen, Wabern und so weiter und so fort. Die Songs bleiben weitgehend formlos, strukturlos, aber sicherlich nicht konturlos, im Gegenteil die diversen elektronischen Klänge bauen förmlich musikalische Gestalten auf, die fast greifbar scheinen. Percussion und Schlagzeug liefern keine wirklichen Rhythmen, sondern dienen auch nur der Geräuscherzeugung, der Untermalung des musikalischen Geschehens. Dunkle, düstere, bisweilen bedrohliche Klanggebirge, die auf den Hörer einzudrängen scheinen, bis dieser hilflos in eine Ecke gequetscht, sich seinem Schicksal ergibt. Keine wirklich fröhliche Angelegenheit!
Das Album hat kompletten Instrumental-Charakter, auch wenn im Track "Madrid" explizit Sänger genannt sind, wird da nicht mehr "gesungen" als in anderen Tracks auch. In fast jedem Track tauchen Sprachsamples, Andeutungen wortlosen Gesangs und ähnliches auf, dies alles wird aber wie ein weiteres Instrument wahrgenommen und versinkt in der musikalischen Landschaft von "Nightnursing".
Das alles ist nun wirklich nicht meine Baustelle, vereinfacht nenne ich sowas in Anlehnung an die musikalischen Vorlieben eines geschätzten Kollegen dieser Seiten "Akkim-Mucke". Wer also aufmerksam und mit Begeisterung die Rezensionen des Kollegen Breiling insbesondere von Musik aus dem RIO / Avant-Bereich verfolgt, der sollte sich hier unbedingt angesprochen fühlen. Mich erschreckt vieles was hier passiert eher (im Sinne, dass es einfach keine Musik für mich ergibt), manches hingegen fasziniert unwillkürlich. Sehr stark ist die über das Album verteilte "Persistence Of Vision"-Trilogie, die mit interessanten musikalischen Klangbildern und vor allem beeindruckender E-Gitarrenarbeit, welche die Möglichkeiten dieses Instruments wahrhaft auslotet, aufwartet. Auch die zu Beginn immer wieder an orientalische Musik erinnernden Klanglandschaften wissen zu beeindrucken. Die klagenden, scharrenden Cello-Klänge zum Ausklang in "Breakfast" geben dem Album ein würdiges Ende.
| Anspieltipp(s): |
Die "Persistence Of Vision"-Trilogie |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
8.4.2007 |
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