SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
2.9.2010
Atrox - Terrestrials
It Bites - The Big Lad In The Windmill
Deformica - Paramo
1.9.2010
Collapse Under The Empire - The Sirens Sound
Demians - Mute
30.8.2010
Frogg Café - Bateless Edge
Kevin Hufnagel - Songs for the Disappeared
Emerson, Lake & Palmer - High Voltage
29.8.2010
OHO - Bricolage (CD+DVD)
Anubis - 230503
28.8.2010
Lye By Mistake - Fea Jur
OHO - Okinawa
The Inner Space - Agilok & Blubbo
27.8.2010
Klaus Schulze - La Vie Electronique 8
Lye By Mistake - Arrangements For Fulminating Vective Details
My Brother The Wind - Twilight In The Crystal Cabinet
CANO - Eclipse
26.8.2010
Weather Report - Night Passage
ARCHIV
STATISTIK
16768 Rezensionen zu 10702 Alben von 4015 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Wapassou

Messe en ré mineur

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976 (CD-Reissue 1994, Musea)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Crypto
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Freddy Brua Keyboards
Karin Nickerl Guitars
Jaques Lichti Violin
Eurydice Vocals

Tracklist

Disc 1
1. La Messe en ré mineur 39:57
Gesamtlaufzeit39:57


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Die Besetzung von Wapassou war etwas ungewöhnlich für eine klassische Progband. Keyboards, Gitarren (akustisch und elektrisch verstärkt) und eine Violine bedienten Freddy Brua, Karin Nickerl und Jaques Lichti auf ihrem zweiten Album "Messe en ré mineur". Dazu kam auf diesem Album eine junge Sängerin, die in den Besetzungsangaben nur als Eurydice geführt ist (auf dem ersten Album der Gruppe hat sich noch Karin Nickel vokal betätigt - siehe auch Horsts Rezension zu "Wapassou"). Aufgrund des Fehlens einer Rhythmusabteilung und der eher ätherisch dahinschwebenden Klängen, wurde die Musik von Wapassou oft mit den Hervorbringungen diverser meditativ-kosmischer Krautrockformationen verglichen (z.B. Tangerine Dream und Popol Vuh). Das kommt auch ganz gut hin, wobei Wapassou doch etwas erdverbundener, pastoraler und sakraler musiziert haben. So richtig kosmisch und sphärisch ist die Musik der Franzosen nicht.

Die "Messe en ré mineur", eine Komposition von Freddy Brua, entstand im Sommer 1974 und wurde erstmals im März 1975 in einer Kirche in Straßburg aufgeführt. Die Komposition war ursprünglich eine gute Stunde lang, bestand aus vier Sätzen ("Découverte", "Messe en ré", "None" und "Grand final"), wurde ohne Gesang dargeboten, bezog aber offenbar die Kirchenorgel mit ein. Als Wapassou das Stück mehr als ein Jahr später für ihre zweite LP im Studio einspielten, war das Werk auf rund 40 Minuten gekürzt und mit dem textlosen Gesang von Eurydice versehen worden. Brua benutzt zudem nur elektronische Tasteninstrumente.

40 Minuten gleiten hier die Klänge dahin, unterbrochen nur nach gut 15 Minuten, wenn die Musik plötzlich abbricht, um nach wenigen Sekunden wieder ganz anders einzusetzen (hier musste man wohl ursprünglich die LP umdrehen). Die Kombination von Violine, E-Gitarre und Tasten ist durchaus interessant, besonders die elektrisch verstärkte, mit Hall versehen Violine setzt Akzente. Die Musik treibt klangvoll, aber eher zurückhaltend dahin, wird nie bombastisch und ist auch nicht so formlos und kalt wie viele Produktionen der kosmischen, deutschen Kollegen. Die Gitarre, insbesondere die akustische Version, sorgt doch recht oft für rhythmische Muster und zudem für eine pastorale Atmosphäre.

Recht warm, elegisch, sakral und entspannt wird hier musiziert, wobei sich ab und zu eine gewisse meditative Monotonie einstellt, die aber auch für ein paar sehr hypnotische, fesselnde Momente sorgt. Die E-Gitarre verhindert mit einigen schärferen, kantigen Einlagen, dass das Ganze zu weich und wohlklingend gerät. Manchmal wirkt die Musik aber auch zu schlicht, etwas simpel und verbreitet einen naiven Kinderliedcharme (der durch den hohen Soprangesang noch verstärkt wird - angeblich war Eurydice damals knapp 17 Jahre alt).

Im Beiheft des Musea-CD-Reissues gibt es recht ausführliche Hintergrundinformationen zur Entstehung des Albums und zur Geschichte der Gruppe, allerdings nur in Französisch.

"Messe en ré mineur" ist ein recht interessantes, wenn auch nicht komplett überzeugendes Album. Etwas lang und einförmig ist das Werk ausgefallen und man wünscht sich etwas mehr Abwechslung und Farbe. Trotzdem, schlecht ist diese Musik nicht und Freunde von meditativ-krautigen, etwas monotonen progressiven Klängen könnten durchaus Gefallen an der Musik der drei Franzosen finden!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.4.2007
Letzte Änderung: 12.6.2009
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Wapassou

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Wapassou 7.00 1
1977 Salammbô 9.50 2
1979 Ludwig - Un Roi pour l´Eternité 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum