Messe en ré mineur
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Crypto |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Freddy Brua |
Keyboards |
| Karin Nickerl |
Guitars |
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| Jaques Lichti |
Violin |
| Eurydice |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
La Messe en ré mineur
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39:57
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| Gesamtlaufzeit | 39:57 |
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Rezensionen

Die Besetzung von Wapassou war etwas ungewöhnlich für eine klassische Progband. Keyboards, Gitarren (akustisch und elektrisch verstärkt) und eine Violine bedienten Freddy Brua, Karin Nickerl und Jaques Lichti auf ihrem zweiten Album "Messe en ré mineur". Dazu kam auf diesem Album eine junge Sängerin, die in den Besetzungsangaben nur als Eurydice geführt ist (auf dem ersten Album der Gruppe hat sich noch Karin Nickel vokal betätigt - siehe auch Horsts Rezension zu "Wapassou"). Aufgrund des Fehlens einer Rhythmusabteilung und der eher ätherisch dahinschwebenden Klängen, wurde die Musik von Wapassou oft mit den Hervorbringungen diverser meditativ-kosmischer Krautrockformationen verglichen (z.B. Tangerine Dream und Popol Vuh). Das kommt auch ganz gut hin, wobei Wapassou doch etwas erdverbundener, pastoraler und sakraler musiziert haben. So richtig kosmisch und sphärisch ist die Musik der Franzosen nicht.
Die "Messe en ré mineur", eine Komposition von Freddy Brua, entstand im Sommer 1974 und wurde erstmals im März 1975 in einer Kirche in Straßburg aufgeführt. Die Komposition war ursprünglich eine gute Stunde lang, bestand aus vier Sätzen ("Découverte", "Messe en ré", "None" und "Grand final"), wurde ohne Gesang dargeboten, bezog aber offenbar die Kirchenorgel mit ein. Als Wapassou das Stück mehr als ein Jahr später für ihre zweite LP im Studio einspielten, war das Werk auf rund 40 Minuten gekürzt und mit dem textlosen Gesang von Eurydice versehen worden. Brua benutzt zudem nur elektronische Tasteninstrumente.
40 Minuten gleiten hier die Klänge dahin, unterbrochen nur nach gut 15 Minuten, wenn die Musik plötzlich abbricht, um nach wenigen Sekunden wieder ganz anders einzusetzen (hier musste man wohl ursprünglich die LP umdrehen). Die Kombination von Violine, E-Gitarre und Tasten ist durchaus interessant, besonders die elektrisch verstärkte, mit Hall versehen Violine setzt Akzente. Die Musik treibt klangvoll, aber eher zurückhaltend dahin, wird nie bombastisch und ist auch nicht so formlos und kalt wie viele Produktionen der kosmischen, deutschen Kollegen. Die Gitarre, insbesondere die akustische Version, sorgt doch recht oft für rhythmische Muster und zudem für eine pastorale Atmosphäre.
Recht warm, elegisch, sakral und entspannt wird hier musiziert, wobei sich ab und zu eine gewisse meditative Monotonie einstellt, die aber auch für ein paar sehr hypnotische, fesselnde Momente sorgt. Die E-Gitarre verhindert mit einigen schärferen, kantigen Einlagen, dass das Ganze zu weich und wohlklingend gerät. Manchmal wirkt die Musik aber auch zu schlicht, etwas simpel und verbreitet einen naiven Kinderliedcharme (der durch den hohen Soprangesang noch verstärkt wird - angeblich war Eurydice damals knapp 17 Jahre alt).
Im Beiheft des Musea-CD-Reissues gibt es recht ausführliche Hintergrundinformationen zur Entstehung des Albums und zur Geschichte der Gruppe, allerdings nur in Französisch.
"Messe en ré mineur" ist ein recht interessantes, wenn auch nicht komplett überzeugendes Album. Etwas lang und einförmig ist das Werk ausgefallen und man wünscht sich etwas mehr Abwechslung und Farbe. Trotzdem, schlecht ist diese Musik nicht und Freunde von meditativ-krautigen, etwas monotonen progressiven Klängen könnten durchaus Gefallen an der Musik der drei Franzosen finden!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
12.6.2009 |
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