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Richard Pinhas

Schizotrope - Le plan

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: sub rosa
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Richard Pinhas Guitar, Electronics
Maurice D. Dantec Voice, Electronics

Gastmusiker

Norman Spinrad Voice (Track 5)
Antoine Paganotti Human Drums (Track 6)

Tracklist

Disc 1
1. La Schizosphère 12:51
2. Anti-Oedipus Rex 13:49
3. Machines de Troisième Espèce 7:01
4. The Life & Death of Marie Zorn 13:01
5. Passing through the Flame 4:20
6. Les Racines du Mal - Primitive version, The ballad of Schaltzmann 5:45
7. Folds & Rhizomes N°1 3:08
8. Le Meilleur des Mondes Possibles 13:11
Gesamtlaufzeit73:06


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Streng genommen ist dieses Album kein Soloalbum von Richard Pinhas. Pinhas und Maurice Dantec nannten ihr Duo-Project Schizotrope, oder länger "The Richard Pinhas & Maurice Dantec Schizospheric Experience". Das Album heißt eigentlich "Le plan" und ist von der Band Schizotrope. Da aber Pinhas die gesamte Musik komponiert und auch den Grossteil der Musik eingespielt hat, sei das Album unter seine Soloscheiben eingeordnet. Zudem ist auch die Live-Version des Ganzen (siehe "Schizotrope") hier zu finden.

Was den Hörer auf "Le plan" erwartet, ist hinten auf dem Einlegeblatt der CD angeben: "French readings of Gilles Deleuze's philosophy with Metatronic music and vocal processors". Übersetzt: Dantec liest Texte des Philosophen Gilles Deleuze vor und Pinhas erzeugt dazu seine typischen Gitarren- und Synthesizersoundscapes. Allerdings sind nicht alle Texte von Deleuze. "Passing through the Flame" ist von Norman Spinrad, und wird auch von ihm in Englisch vorgetragen. Der französische Text von "Les Racines du Mal" stammt dagegen von Dantec selbst. Nicht alle Nummern von "Le plan" sind mit Text versehen. "Anti-Oedipus Rex", "The Life & Death of Marie Zorn" und "Folds & Rhizomes N°1" sind instrumentale Solostücke von Pinhas.

In musikalischer Hinsicht unterscheidet sich das hier Gebotene natürlich nicht von den Klängen, die Pinhas seit seiner Kunstpause in den 80er Jahren auf die Musikwelt loslässt. An- und abschwellende Gitarrenflächen, unendlich lang gezogene E-Gitarrentöne, repetitiv dahin mäandernde Klänge, eingebettet in allerlei elektronisches Gewölk und selten rhythmisch gefügt von dezenter Sequencer-Perkussion. Nur in "Les Racines du Mal" gibt es ein richtiges Schlagzeug zu hören (Antoine Paganottis "human drums"). Die Nummer, mit ihren kernig dahingleitenden Gitarrenlinen, ist auch fast das beste Stück dieser Sammlung.

Dazu kommen in den meisten Titeln die Textrezitationen Dantecs, die recht geheimnisvoll, halblaut gesprochen, sehr monoton und emotionslos, wie über ein Funkgerät übertragen erklingen, und sich nach einiger Zeit wie hypnotische Einflüsterungen in das dröhnende und klangwabernde Ganze einfügen.

Stellenweise ist das klangliche Ergebnis durchaus beeindruckend. Über mehr als 70 Minuten ausgedehnt nutzt sich das kompositorische Konzept aber doch sehr schnell ab. Langweile macht sich breit, bzw. die Töne geraten zu einem kaum noch wahrgenommenen Hintergrundrauschen. Wer allerdings formlose, rein elektronische Klänge und gleichförmige Soundscapes schätzt, der kommt hier vielleicht auf seine Kosten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.4.2007
Letzte Änderung: 4.5.2007
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Richard Pinhas

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Chronolyse 11.00 1
1979 Iceland 13.00 1
1980 East / West 10.00 1
1982 L'Éthique 13.00 1
1992 dww 7.00 1
1994 Rhizosphère / Live, Paris 1982 13.00 1
2000 Schizotrope 12.00 1
2002 Event and Repetitions 10.00 1
2004 Tranzition 9.67 3
2006 Metatron 11.00 2
2006 Single Collection 1972-1980 10.00 1
2010 Metal/Crystal 11.00 1

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