SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.3.2010
Thomas Glönkler - Goldstadt
Spacebox - Kick Up
18.3.2010
Trion - Pilgrim
17.3.2010
Modest Midget - The Great Prophecy of a Small Man
16.3.2010
Shining - Blackjazz
King Of Agogik - Aleatorik System
Elegant Simplicity - Too many goodbyes
15.3.2010
Trio of Doom - Trio of Doom
Circle - Forest
Waterloo - First Battle
The Hirsch Effekt - The Hirsch Effekt
14.3.2010
Abigail's Ghost - Live Rosfest 2009 (DVD)
13.3.2010
Fitzcarraldo - Lass sein was ist
Accordo dei Contrari - Kinesis
Styx - One with everything
Pinkroom - Psychosolstice
Divided Multitude - Guardian Angel
Peter Gabriel - Scratch My Back
ARCHIV
STATISTIK
16309 Rezensionen zu 10380 Alben von 3882 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Sinestesia

Sinestesia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: HardRock; Neoprog; New Artrock; Progmetal; RetroProg
Label: Immaginifica
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alberto Bravin keyboards
Roberto de Micheli guitar
Ricky de Vito vocals
Paolo Marehesich drums
Alessandro Sala bass

Tracklist

Disc 1
1. Rush 7:05
2. The End? 5:03
3. Mankind's Addiction 6:12
4. Immune 7:03
5. Aquarium 12:10
6. Bastet 4:59
7. Little Witch 4:34
8. Venus 8:48
Gesamtlaufzeit55:54


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Vielleicht eine Bemerkung vorab: ProgMetal, zumindest der der gängigen, etwas melodischeren Variante (also nicht die Ausflüge von Jazz- oder Death Metal-Bands in proggige Gefilde), die Sparte, die gemeinhin mit Dream Theater verbunden wird, ist eine eher eng gefasste musikalische Ecke. Hier mit wirklich neuen Ideen, wirklicher Eigenständigkeit zu rechnen, bedarf schon einigen Optimismus. Was nicht ausschließt, dass doch mal wieder so eine Band kommt... Pain of Salvation waren in meinen Augen immerhin so ein Act. Und um jetzt die Kurve zu kriegen: Die Italiener Sinestesia, die 2007 ihr selbst betiteltes Debüt vorlegen, sind es nicht.

Das Debüt von Sinestesia erscheint auf Franz Di Cioccios (PFM) Immaginifica-Label, was seltsam genug ist, denn hier tummeln sich sonst ausschließlich gestandene Retro-Acts wie Finisterre, La Maschera Di Cera oder Stereokimono (wobei die vielleicht auch ein bisschen aus der Art schlagen). Aber in diesem Umfeld eine ProgMetal-Band? Nun gut, vielleicht will Franz Di Cioccio die Palette seiner Künstler etwas erweitern.

ProgMetal ist es nämlich, was Sinestesia unter die Leute bringen. Und dabei wirkt das Album manchmal wie ein Zitatenschatz von allem, was dieses Genre (siehe meine Eingangsbemerkung) so ausmacht. Anklänge an Dream Theater, Fates Warning, PoS, Rush, aber auch Time Machine oder gar Symphony X kann man immer mal wieder hören, wenn auch nichts wirklich geklaut wird (Es ist dieser Effekt: „...Mist, das habe ich doch schon mal so ähnlich gehört, aber ich kann jetzt nicht genau sagen wo, wann und von wem...“). In ruhigeren, atmosphärischen Momenten (die aber eher selten sind) wabern mal Porcupine Tree oder fast schon klassisch-proggige Momente vorbei. Auch die klassischen 70er-Jahre-Hardrocker wie Rainbow oder Purple haben sicherlich Spuren hinterlassen.

Wenn man diesen Cocktail akzeptieren kann, dann machen Sinestesia viel Spaß. Hier werkeln nämlich kompetente Musiker. Es gibt fette, bratzige Gitarren, verspielte Soli, solides (manchmal gar vertracktes) Drumming, auch mit genretypischen Double Bass-Attacken (aber eben da wo es paßt), einen kraftvollen Bass, der die Dinge zusammenhält, und wilde Keyboard-Ausflüge, die zuweilen in neoproggige Gefilde driften. Über allem tobt sich Sänger de Vito mit seiner vollen, angenehmen Stimme aus, die auch in ziemliche Höhen reicht, ohne auch nur ein bisschen zu kreischen.

Die Songs bewegen sich ausnahmslos im Bereich melodischen ProgMetals und verfügen über einen gelungenen Spannungsbogen und durchweg tolle Melodien, die sich sofort in die Gehörgänge fräsen. Gerade „Rush“ und „The End?“ zischen vorbei wie der Melodic Rock-Power-ProgMetal-Express par excellence. Und mit „Aquarium“ setzen Sinestesia wirklich ein Ausrufezeichen besonderer Art. In einem gut 12minütigen Epos bringen sie alle ihre Einflüsse zusammen, mischen noch etwas Popmusik und Retroprog dazu und jagen das alles durch die musikalische Achterbahn. Einer der gelungensten Longtracks, die ich seit langem gehört habe, und vor allem mit Spielfreude und Spaß dargeboten.

Sinestesia erfinden auf ihrem Debüt nichts neu, aber sie mischen die bekannten Ingredenzien mit Spaß und Verve zu einem wohlschmeckenden Cocktail (und wer würde nicht immer wieder bei einem gut gemixten Caipirinha zugreifen, auch wenn er vorher weiß, wie er schmeckt?). Und wenn ich so nachdenke, erinnern mich Sinestesia ein bisschen an die Brasilianer Mindflow (nur um noch einen Vergleich loszuwerden).

Anspieltipp(s): Rush, Aquarium
Vergleichbar mit: siehe Rezi-Text
Veröffentlicht am: 22.7.2007
Letzte Änderung: 22.7.2007
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum