Adonis
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Brain |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Harald Bareth |
Bass, Lead-Gesang |
| Uwe Karpa |
Gitarren |
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| Kono Konopik |
Schlagzeug |
| Matthias Ulmer |
Keyboards, Gesang |
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Gastmusiker
| Pit Widmer |
Saxofon bei "Sally" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Adonis
1. Part I: Come Away 7:49 2. PartII: The Disguise 3:29 3. Part III: Adonis 7:51 4. Part IV: The Epitaph 5:07
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24:09
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| 2. |
Blue House
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7:20
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| 3. |
Sally
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4:20
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| 4. |
Anoyne´s Daughter
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9:10
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| 5. |
The Taker
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9:08
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| 6. |
The Warship
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10:04
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| 7. |
Adonis Part I: Come Away
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7:49
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| Gesamtlaufzeit | 72:00 |
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Rezensionen

Die aus Stuttgart stammende Band Anyone´s Daughter veröffentlichte ihr Debütalbum 1979. Dies war ja zu einer Zeit als die großen etablierten Bands gelinde gesagt nur noch allenfalls durchschnittliche Werke produzierten. Obwohl man eigentlich nicht dem damaligen Zeitgeist entsprach, war man relativ erfolgreich, besonders im Großraum Stuttgart. Damals war es für eine Band noch möglich, sich mittels vieler Konzerte eine treue Fangemeinde zu erspielen. So etwas ist doch in der heutigen Zeit undenkbar.
Auf dem Album "Adonis" ist der Einfluß von Genesis noch unverkennbar. Somit stand man noch in der Tradition des klassischen Progressive Rocks bzw. Artrocks. Man bietet typischen deutschen Prog, der ganz in der Tradition von Grobschnitt auf "Rockpommel´s Land", Neuschwanstein und auch Ramses steht. Die Zuordnung in den Krautrockbereich ist aber schlichtweg falsch.
Das Herzstück des Albums ist das 24:09 Minuten lange Titelstück "Adonis", das in vier Parts unterteilt ist. Hier ziehen Anvones Daughter wirklich alle Register des Progrocks der 70er Jahre. Die Grundstimmung dieses Mammutwerkes und auch der übrigen Titel ist von eher romantischer Natur. Dies wird durch die samtweiche Stimmes des Sängers Harald Bareth noch unterstrichen, der außerdem auch noch den Baß spielt.
"Adonis" beginnt überaus romantisch und gefühlvoll in der Form des Parts "Come Away". Hier brilliert besonders Uwe Karpa mit seinem eindeutig von Steve Hackett beeinflußten Gitarrenspiel. Auch das exakte Baßspiel des Sängers Harald Bareth und das Schlagzeug von Kono Konopik sind eine Erwähnung wert. Die Stimmung ist hier sehr träumerisch. Man findet auch sehr viele atmosphärische Elemente in der Form eines Gewitters als effektvoll eingesetztes Hintergrundgeräusch. Über alledem thront Harald Bareth mit seinem romantischem Gesang. Natürlich ist ein gewisser deutscher Akzent nicht zu verleugnen, was ich jedoch keinesfalls als störend empfinde. Einem temporeicheren Part in der Form von "The Disguise" schließt sich der absolute Höhepunkt "Adonis" an. Besonders der instrumentale zweite Teil dieses Parts ist hochklassig. Hier beginnt auch endlich mal der Keyboarder Matthias Ulmer sein Können unter Beweis zu stellen. Er zeigt eindrucksvoll, dass der gute alte Minimoog das heutige Instrumentarium völlig in den Schatten stellt. In der Form des Parts "The Epitaph" klingt "Adonis" dann voller Pathos aus.
Nach solch einem Beginn ist es natürlich erst einmal schwierig, den Qualitätsstandard zu halten.
Der folgende Instrumentaltitel "Blue House" ist aber auch sehr ansprechend und hat eine schöne Melodie. Von der Stimmung her könnte er beinahe dem vorangegangenen Longtrack zugerechnet werden.
Das kurze "Sally" ist ein eher unauffälliges Lied, das qualitativ doch schon gewaltig abfällt. Auf jeden Fall ist dies ein Schwachpunkt der Platte.
Der letzte Titel heißt genauso wie die Band. Auch "Anyone's Daughter" kann qualitativ keinesfalls mit dem ersten Teil des Albums mithalten. Störend finde ich hier die sich ständig wiederholende Textpassage "Anyone's Daughter". Positiv ist allenfalls das dynamische Spiel der Hammondorgel, die im ersten Teil doch zu kurz gekommen ist. Diesem Titel fehlen aber einfach die zündenden Ideen.
Dennoch ist das Erstlingswerk gerade wegen "Adonis" ein überaus empfehlenswertes Album. Gerade an der Schwelle zu den musikalisch ja nicht gerade berauschenden 80er Jahren war dies sozusagen noch einmal ein kurzes Aufflackern, bevor es ja zur oft völlig überbewerteten Renaissance in Form des Neo Progs kam. Dem Großteil der damaligen Hörerschaft war es sicherlich gar nicht bewußt, dass man jetzt gerade Progressive Rock bzw. Artrock hörte. Damals ging es den Leuten doch einfach nur um gute Musik, ohne dass es eine Kategorisierung gab. Ein Indiz hierfür ist die Tatsache, dass Anyone's Daughter im Vorprogramm der britischen Blues-Legende Alexis Korner spielten, der von der Musik der Band sehr angetan war und diese auch förderte. So etwas scheint in der heutigen Zeit undenkbar zu sein. Eine sog. Prog-Band im Vorprogramm eine bekannten Band, die nicht diesem Bereich zuzuordnen ist. Warum denn eigentlich?
| Anspieltipp(s): |
Adonis |
| Vergleichbar mit: |
Genesis, Grobschnitt, Neuschwanstein, Ramses |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
12.5.2002 |
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Ich stimme fast völlig mit Horst überein, nur in einem Punkt muss ich widersprechen: der letzte Song "Anyone's Daughter" gehört für mich mit den dynamischen Orgeleinsätzen und dem dichten Schlagzeugspiel eindeutig zu den Klassikern im Repertoire der Band. Das mehrfache Wiederholen der gleichen Textzeile stört mich ganz und gar nicht, vielmehr hält dies das Stück, das für mich eher wie eine nachträglich mit Text versehene Jamsession wirkt, zusammen.
Ansonsten komme ich zum gleichen Schluss: absolut empfehlenswert!
| Anspieltipp(s): |
Come Away, Anyone's Daughter |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
9.7.2004 |
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Im August 2010 erschien bei Tempus Fugit (Vertrieb über InsideOut) eine Remaster-Ausgabe von Adonis. Diese kommt, anders als die bisherige CD-Ausgabe, mit dem Covermotiv der ursprünglichen LP (das obere der beiden abgebildeten). Neben sehr gutem Klang und einem informativen Beiheft mit Abriss der frühen Bandgeschichte (die Ursprünge von Anyone's Daughter liegen im Jahr 1971, da waren die beiden "Keimzellen" der Band, Uwe Karpa und Matthias Ulmer, gerade mal 13) mit lohnenswertem Bonusmaterial.
Am interessantesten sind dabei zwei bis dato gänzlich unveröffentlichte Stücke, mitgeschnitten bei einem Konzert 1977. Beide fügen sich nahtlos in den Stil des Albums ein. Das Können der damals immer noch blutjungen Musiker nötigt einem schon Respekt ab, und es ist kaum zu verstehen, dass diese beiden Stücke nie auf Platte erschienen. Erstaunlich ist die sehr gute Aufnahmequalität, immerhin waren Anyone's Daughter damals noch keine professionelle Band. Schließlich gibt es noch ein Video von 1978, das die Band im Tonstudio zeigt.
In einer limitierten Auflage kommt diese CD im Pappschuber mit Miniatur-Konzertplakat. Der Umstieg lohnt sich!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.9.2010 |
| Letzte Änderung: |
3.9.2010 |
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