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Zelta Zonk

Studio

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976 (Aufnahmen erst im Jahr 2001 auf CD-R veröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sabine Scheffler Gesang
Bernd Masche Gesang
Ulli Strehlow Gitarre, Backgroundgesang
Stephan Gipp Keyboards, Backgroundgesang
Andreas Pirner Bass, Backgroundgesang
Klaus Büchel Schlagzeug, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Lady Of The Fading Sun 9:58
2. End Of The Journey 4:05
3. Instrumental 3:37
4. Perfect Hero 5:22
5. Dream Scene 3:38
6. Kubla Khan 16:58
7. The Mewlips 24:34
Gesamtlaufzeit68:12


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Aus dem unerschöpflichen Archiv der vergessenen bzw. unbekannt gebliebenen Bands der Stilrichtung der symphonisch-progressiven Rockmusik aus den 70er Jahren wurden die Aufnahmen der deutschen Formation Zelta Zonk ausgegraben und an das grelle Tageslicht gebracht. Aus Berlin stammend hatten die zum Zeitpunkt der Aufnahmen jungen Musiker nach einer Glamrockphase die klassische Schule des Progrocks verfolgt und einen in der Tradition der bekannten britischen Bands stehenden Sound geschaffen, ohne eine von diesen Größen direkt zu kopieren.

Die von der Band rund 30 Jahre nach ihrem Entstehungsdatum in Eigenregie entstaubten Aufnahmen offenbaren einen Mix aus teutonisch-symphonischen Klangfarben und instrumentaler Unbekümmertheit, die nach all den Jahren doch recht veraltet klingt. Der Einstieg "Lady Of The Fading Sun" vereint eine schlicht gehaltene Gesangsmelodie mit flirrenden Keyboardläufen in den Instrumentalpassagen. Der männlich-weibliche Duettgesang ist wahrlich kein prägendes Element der Musik der Band und versprüht eher eine naive Lagerfeuerromantik als progressives Pathos.

In den dynamischen Uptempopassagen entfaltet ein munteres Zusammenspiel aus fossil anmutenden Orgel- und Synthesizerklängen sowie flirrenden Saiteneinsätzen ein durchaus nostalgisches Hörerlebnis. Der musikalische Inhalt rumpelt im dumpfen Amateursound vergnüglich vor sich hin. Der Enthusiasmus der Band ist auch auf Tonkonserve noch allgegenwärtig und kommt in den beiden instrumentalen Longtracks "Kubla Khan" sowie "The Mewlips" so richtig zur Geltung. Sicherlich darf nicht verschwiegen werden, dass gerade diese Stücke trotz durchaus ambitionierter Einsätze differenzierte Feinheiten vermissen lassen und als Mammutepen in sich nicht ganz schlüssig wirken. Vieles wirkt doch trotz der Berücksichtigung des Amateurbonus zu bemüht und gezwungen.

Ungeachtet des Gesamteindrucks eines holprigen Amateursounds kann sich der Schreiber dieser Zeilen dem "garagen-symphonischen" Charme der Kompositionen nicht entziehen, was besonders an der ungestümen Lebendigkeit der Aufnahmen liegen mag. Ohne die Theatralik von Genesis zu besitzen kann als grober Vergleich das "Nursery Cryme"-Album gepaart mit einer krautigen Verschrobenheit genannt werden. In den ausufernden Instrumentalstücken klingen Zelta Zonk wie viele andere deutsche Bands aus der zweiten und dritten Reihe. Faithful Breath, Ramses und Tibet seien dem in die Szene eingeweihten Hörer als weitere grobe Anhaltspunkte genannt. Nostalgisch veranlagte Komplettisten des symphonischen 70er Jahre Sounds können die unter dem schlichten Titel "Studio" im Jahr 2001 ausgegrabenen und bislang unveröffentlichten Aufnahmen als CD-R über die Band-Website direkt beziehen.

Anspieltipp(s): Kubla Khan
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.10.2007
Letzte Änderung: 31.10.2007
Wertung: 8/15

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