SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.8.2017
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
Amplifier - Trippin' with Dr. Faustus
Sky Architect - Nomad
17.8.2017
Big Hogg - Gargoyles
Opus Avantra - Lyrics
Leprous - Malina
16.8.2017
Alwanzatar - Heliotropiske Reiser
Papir - V
Roger Waters - Is This The Life We Really Want?
15.8.2017
Gentle Knife - Clock Unwound
Ashby - Fragmental
14.8.2017
A KEW’S TAG - Silence of the Sirens
13.8.2017
The Orvalians - The Great Filter
Causa Sui - Live in Copenhagen
Spinifex - Hipsters Gone Ballistic
JPL - Le Livre Blanc
Ben Levin Group - People
12.8.2017
Goblin - Contamination
ARCHIV
STATISTIK
23774 Rezensionen zu 16244 Alben von 6311 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Prime Mover

Imperfekt

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Skivkraft
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Roger Nyman bass
Michael Karlsson guitar, backing vocals
Dennis Nordell lead vocals, backing vocals
Sebastian Teir keyboards, bouzouki, backing vocals, vocals (10)
Kenneth Lagerström drums

Gastmusiker

Olivia Häggblom, b. Sarelin harmony vocals (1, 10)
Klaus Canth dobro (10)
Miklos Langvik classical guitar (4)
Ellen Karlsson backing vocals (5)

Tracklist

Disc 1
1. Telefonsamtal Fran Norr 4:29
2. Mest Är Värk 3:59
3. Sväljer Mina Ord 4:48
4. In I Dimman 5:29
5. Ingenting 8:35
6. Styrd Av Plastkort 5:00
7. I Verkligheten 4:51
8. Sant Vi Behöver 5:03
9. Enbart Psykopat 5:24
10. Sagt Och Gjort 3:05
11. En Yrkeshjältes Vedermödor 10:19
Gesamtlaufzeit61:02


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Es geht um Entfremdung und persönliche Unzulänglichkeiten in einer digitalen Welt. Wer des Schwedischen nicht mächtig ist, dem wird sich der textliche Inhalt jedoch erst bei einem Blick auf die hübsch gemachte Homepage erschließen. Denn die Band aus Finnland textet auf Schwedisch. Der Gesang von Leadsänger Dennis Nordell strahlt genau das aus, auf eine sehr skandinavische, melancholische Weise. Auch die Melodien erzeugen diese Melancholie und zugleich eine - für vorzugsweise an anglo-amerikanische Musik gewohnte Ohren - seltsam berührende „Exotik“. Es braucht daher auch eine Weile bis man sich an den recht fremdartigen Klang der Band gewöhnt hat. Aber mit jedem Hördurchgang wird die Welt von Prime Mover vertrauter und die von leichter Hand komponierten Feinheiten erschließen sich.

Erwähnenswert wäre eine Menge, ich lasse es an dieser Stelle bei dem wunderbaren Harmoniegesang von Olivia Häggblom im Refrain von Telefonsamtal Fran Norr bewenden. Und dem lässigen jazzigen Einschlag von Mest Är Värk. Der düsteren Morbidität von In I Dimman. Oder dem epischen und zugleich im Instrumentalteil schräg aufgekratzten Ingenting. Dem nahezu new-art-rockig scheppernd-schleppenden Styrd Av Plastkort. Dem melodieseeligen Alternative-Prog von Enbart Psykopat. Und auch dem irgendwie wikingermäßigen Refrain im Longtrack En Yrkeshjältes Vedermödor. Jeder Song wartet mit einer Vielzahl liebevoll kombinierter Details auf, die jedes einzelne Stück unverwechselbar machen.

Der Sound von "Imperfekt" ist dabei im Prinzip nicht weit vom Vorgängeralbum „Prime Mover Alias Drivkraft“ entfernt. Er wirkt allerdings moderner, weniger jazzig und bei aller musikalischen Vielseitigkeit irgendwie runder. Geblieben ist der vor allem durch den stimmungsvollen schwedischen Gesang erzeugte folkloristische Akzent. Und die Liebe zum Progressive Rock ist es – bei allen sonstigen musikalischen Interessen -, die allen Musikern der Band gemeinsam ist. Und das hört man auch deutlich, vielleicht deutlicher noch als zuvor. Es finden sich klassisch-proggige Elemente mit schrägen Rhythmen und Mellotronklängen ebenso wie neoproggige Synthieschübe. Was entsteht ist aber nicht ein wirres Sammelsurium, sondern ein ganz eigenes, originelles Klangbild, eine seltsame musikalische Identität, die nicht gewollt klingt, sondern sich erstaunlich organisch entwickelt.

Wer des herkömmlichen Retrosounds müde ist und auch den lärmigen und überdrehten Klängen mancher neuer „Progbands“ nicht gar so viel abgewinnen kann, dafür aber bereit ist, sich kunstvoll ausgearbeiteter, dennoch leichtfüßiger skandinavischer Merkwürdigkeit auszusetzen, der sollte dieser Band eine Chance geben. Es lohnt sich.

Anspieltipp(s): Ingenting, En Yrkeshjältes Vedermödor
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.10.2007
Letzte Änderung: 26.10.2007
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Prime Mover

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Prime Mover alias Drivkraft 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum