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Cinnamonia

Songs in the Trees

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: Quixote
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas Köhler instrumentation
Sandra Barclay vocals

Gastmusiker

Chris Barclay voices
Sal Pichireddu voices
Walter Parks e-bow, guitars

Tracklist

Disc 1
1. The Pulse of the Drum 4:50
2. Asphalt 4:28
3. Ashes and Prayers 3:49
4. Songs in the Trees 4:38
5. The Deer's Cry 6:01
6. Upon the Waves of Song 5:09
7. Faded 4:55
8. Seablind 5:14
9. A cold eye 6:03
10. A Sea Change 6:23
11. O'er the Hills and Far away 5:26
12. The Wires are Humming 3:45
Gesamtlaufzeit60:41


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @


Fünf Jahre hat es gedauert, bis in diesem Jahr endlich das zweite Album des hannöverschen Duos CINNAMONIA erschien. Und obwohl die Zutaten dieselben wie auf dem Erstling sind, ist es doch bei allem Wiedererkennen eine Weiterentwicklung.

Geblieben sind die Traditionals, die die Band neu interpretiert. Hier ist es der bekannte Titel "O'er the hills and far away", der mit einer von Chris Barclay gesprochenen Einleitung eröffnet wird. Geblieben auch der Kontrast von traditioneller Gesangslinie und der kargen Instrumentallinie, die bei diesem Titel mit einer schönen "Violine" aufgelockert wird (Sample?, wenn ja, sehr gut gemacht). Dazu kommen auf dieser CD noch drei traditionelle Gedichte, die die Band musikalisch interpretiert und wieder eigene Songs. Wieder dabei ist auch der Gitarrist Walter Parks.

Ansonsten ist das Album karger/spröder als der Vorläufer, zumindest was den Gesamteindruck betrifft. Der Opener klingt sehr ethnisch und würde von der Instrumentalspur auch gut auf PETER GABRIEL IV passen. Mit afrikanisches Drums und tiefem Bass gepaart mit perlenden Harfentönen im Refrain zaubert Thomas Köhler wieder seine hypnotischen Strukturen. Zu dieser Kargheit passt für meine Ohren auch der Gesang von Sandra Barclay sehr gut, zumal sie häufig sehr ruhig und eher "distanziert"/verhalten singt.

Überhaupt sind die meisten Titel bei allen Detailreichtum im Gesamteindruck intimer als beim Vorgänger. Diesmal erinnert die CD neben David Sylvian mich sehr stark an die Werke von IN THE NURSERY: spartanisch instrumentiert und trotzdem pastoral/hymnisch. Neu hinzugekommen ist eine weitere Stimme, die von Sal Pichireddu (wer Progrock_dt kennt, das ist der Chef!), der schon bei seinem Einsatz im ersten Titel die Stimme von Sandra kongenial unterstützt. Auch der Einsatz von Banjo im Song "Ashes and prayers" als rhythmisches Instrument ist ein kleines, aber sehr wirksames Detail, das stellvertretend zeigt, wie ausgefeilt die Gruppe an ihre Instrumentierung herangeht.

Erster Höhepunkt für mich ist der Titeltrack, der mich stark an DEAD CAN DANCE erinnert. Dieser Titel eröffnet den Reigen für die "folkigen" Songs. Auf "The Deer's Cry" spricht Chris Barclay das Poem auch auf Gälisch. Das folgende "Upon the waves of song" hat sehr schöne langezogene Gitarrenklänge und eine zum Verlieben schöne Gesangslinie - für mich die bis dato beste Gesangsleistung von Sandra Barclay. Eingängig und trotzdem voller Tiefe.

"Seablind" ist der komplexeste Titel der CD. Innerhalb der fünf Minuten gibt es hier ein Wechselbad von Stimmungen a la Kate Bush (in ihrer "The dreaming"-Phase). Moderne Beats neben Lyrisch-sphärischem. In "A cold eye" treffen indianische Trommeln und "Hey-A-Hey"-Gesänge auf maschinenhafte Rhythmen. "A sea change" ist Klangzauberei mit Gesang, bei dem erst ab der Mitte ein sich wiederholendes Pianomotiv Harmonie und Ruhe herbeizaubert.

Fazit. Ein extrem stimmungsvolles Album, das starke Klangatmosphären und viele Details in den Arrangements bietet, dabei aber Melodien nicht vergisst. Jetzt braucht es nur noch Hörer. Verdient haben es sich die beiden.

Anspieltipp(s): Seablind, aber eigentlich das ganze Album durchhören
Vergleichbar mit: In the Nursery, Kate Bush, David Sylvian
Veröffentlicht am: 8.12.2007
Letzte Änderung: 9.12.2007
Wertung: 11/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 The Scarlet Sea 11.50 2

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