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Tim Burness

Vision On

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic; RetroProg; sonstiges
Label: Expanding Consciousness Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tim Burness guitar, glissando guitar, keyboards, synthesizer, percussion, bass, e-bow, rhythm programming, samples, sequencer, vocals, buddhist chanting

Gastmusiker

Fudge Smith drums
Keith Hastings bass
Monty Oxy Moron keyboards, piano
Julian Tardo bass, synthesizer programming
Julian Franks tabla, percussion
Pok mandola, buddhist chanting
Martin Franklin radio samples, programming
Tim Herman sax
Chris Codrey hammer dulcimer

Tracklist

Disc 1
1. Can You Hack It? 5:10
2. This Is Life 5:51
3. Space And Time 4:46
4. Undercurrents 0:54
5. All Through Your Life 5:42
6. Here Comes The Great Collapse 7:15
7. Broaden Your Horizons 5:17
8. Undercurrents II 4:25
9. Everyone Hears Voices 4:48
10. Triumph Of The Soul 4:35
Gesamtlaufzeit48:43


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Tim Burness dürfte weitgehend unbekannt sein. Trotzdem ist er schon viele Jahre im Musikbusiness tätig. In den 80er Jahren spielte er mit seiner Band Burnessence Gigs mit IQ, Pendragon und anderen Bands des „New Wave of British Progressive Rock“ und veröffentlichte zwei Alben. Nach dem Split von Burnessence unternahm Tim Burness dies und das, bis er mit seinem ersten Soloalbum 2004 - „Finding New Ways To Love“ - wieder einen ersten Schritt zurück in die proggige Vergangenheit machte. Allerdings beinhaltet „Finding New Ways To Love“ außer dem Track "Walk Through The Darkness", einer wahren NeoProg-Hymne, eher sowas wie intelligente Popmusik.

Nun liegt also das zweite Solowerk „Vision On“ vor. Die Mitstreiter sind im wesentlichen wieder diesselben, wie auf „Finding New Ways To Love“, unter anderem ist neben Bassist Hastings (der Burness schon bei Burnessence begleitet hat) und Fudge Smith (u.a. Pendragon), auch Monty Oxy Moron von der Brit-Punk-Legende The Damned wieder dabei. Daran kann es also nicht unbedingt liegen, dass „Vision On“ einen deutlichen Schritt in Richtung Prog macht.

Schon der Anfangsgag mit einer Telefonstimme (der am Ende wieder aufgegriffen wird) ist ein Fingerzeig. Burness hat wieder einige poppige, aber nicht blöde, Melodien am Start, die seiner Musik diese wunderbare Leichtigkeit verleihen. Aber dann klingen auf „Vision On“ die Gitarren rockiger, die Keyboards düsterer und bedrohlicher. Die Arrangements sind ausgefeilter und halten mehr versteckte Gimmicks bereit. Und dazu kann selbst ein geschickt eingesetzter Drumcomputer gehören, zumal wenn der Song von einer Flamenco-Gitarre veredelt wird. Gelegentliche Sprachsamples tun ihr übriges zur „proggigen“ Atmosphäre.

Burness huldigt im instrumentalen „Can You Hack It?“ seinem großen Vorbild Steve Hackett auf das Feinste. Wer beim Zahlen-Countdown im Einsprengsel „Undercurrents“ nicht an Porcupine Tree denken muss, der hört nicht genau hin. Mit dem spacigen „Broaden Your Horizons“ setzt Burness dann auch noch gleich seinem anderen großen Favoriten, Steve Hillage, ein kleines Denkmal. Bevor es dann mit „Everyone Hears Voices“ noch einen Ausflug in psychedelischen Brit-Pop gibt. Dazwischen lugen auch schon mal die neueren Floyd um die Ecke. Mit dem etwas längeren „Here Comes The Great Collapse“ unternimmt Burness auch noch einen Schwenk Richtung RetroProg. Ein durchaus abwechslungreiches Album also, welches aber deswegen noch lange nicht zerrissen und richtungslos wirkt.

Alles in allem gelingt Tim Burness ein locker-flockiges Album zwischen NeoProg und ArtPop mit schönen, zeitlosen Melodien. Da bietet sich als Vergleich aktuell gerade Combination Head an, die ganz ähnlich agieren.

Anspieltipp(s): Can You Hack It?, Space And Time
Vergleichbar mit: Combination Head, Kino et.al.
Veröffentlicht am: 10.2.2008
Letzte Änderung: 10.2.2008
Wertung: 10/15

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