Aleatorik System
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Saustark Records |
| Durchschnittswertung: |
8.33/15 (3 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Hans Jörg Schmitz |
drums and sounds,keys,guitar (5,9,13) |
|
|
Gastmusiker
| Dirk Wilms |
guitar,bass (2,8,11) |
| Volker Cornet |
bass (1,2,4,5,6,7,9,15) |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The inner clock
|
1.51
|
| 2. |
The long march of the royal fifth
|
22.22
|
| 3. |
"Call in S"
|
3.44
|
| 4. |
Aleatorik Suite
|
10.10
|
| 5. |
Quiet slumber...until...mytime.com
|
4.54
|
| 6. |
138
|
1.38
|
| 7. |
Slow sinking sand
|
3.50
|
| 8. |
Return of the shuffle king
|
2.40
|
| 9. |
Termites trip
|
4.00
|
| 10. |
Overwind
|
3.14
|
| 11. |
Rody
|
3.27
|
| 12. |
One minute psycho waltz
|
1.00
|
| 13. |
Amongst the trees on a hill
|
2.05
|
| 14. |
Monster in my head
|
7.17
|
| 15. |
Emoclew
|
2.40
|
| Gesamtlaufzeit | 74:52 |
|
|
Rezensionen

Einige Reviews legen die Vermutung nahe, dass die erste - mir leider unbekannte - Platte von Hans Jörg "King of agogik" Schmitz und seiner Musikerkollegen völlig anders klang, als das vorliegende Nachfolgewerk.
Die "außermusikalischen" Samples spielen auf "Aleatorik System" insgesamt keine erwähnenswerte Rolle. Der Leader, Komponist, Arrangeur und Schlagzeuger Hans Jörg Schmitz setzt diesmal auf wahrscheinlich für alle Progressive Rock-Hörer nachvollziehbaren und durchkomponierten, meist keyboardlastigen Stücke. Daher können die Titel wie "Aleatorik System" und "Aleatorik Suite" nur ironisch gemeint sein.
Das Klangspektrum von "Aleatorik System" bewegt sich zwischen erstklassigem, bombastisch-symphonischem RetroProg mit starken Genesis-Einflüssen aus der Zeit von Foxtrot ("The long march of the royal fifth"), mitreissend gespieltem Progmetal ("Aleatorik suite", mit harten Gitarren in der Hauptrolle) und virtuosen Progfusion-Stücken (u.a. "Return of the shuffle king" und "138").
Natürlich lässt der Schlagzeuglehrer Schmitz dabei kaum eine Gelegenheit aus, um seine imposante Schlagzeutechnik zur Schau zu stellen. Zudem könnte man auf Anklänge von Mr.Oldfield ("Call in S"), von Pink Floyd und Yes ("Quiet slumber...") und Anthony Phillips ("Slow sinking sand") verweisen. Einige Tracks erreichen eine atmosphärische Dichte, die ich nach so mancher Besprechung des ersten Albums nicht erwartet hätte.
Das ganz besonders gelungene "Termites trip" präsentiert leicht humorvollen RetroProg, der mit World Music sowie mit elektronischen und perkussiven Arrangements durchsetzt ist. Ab "Termites trip" wirkt "Aleatorik System" nämlich noch ein wenig eigensinniger. Die symphonischen Bläser und Keys von "Rody", die mit exponiertem Schlagzeug und viel Studiohall einhergehen, dürften ein Beispiel für Eigenständigkeit von Schmitz's Musik sein. Mir fallen bei diesem Stück jedenfalls keine passenden Vergleiche ein. Oder, man betrachte "Amongst the trees on a hill": Vangelis-Bombast meets Sympho-Prog?
Ich bin der Meinung, dass "Aleatorik System" zum Besten und Kurzweiligsten gehört, was bisher an Symphonic Retro Prog Metal Fusion aus deutschen Landen zu vermelden war. In Anspielung auf des Künstlers Label "Saustark Records" : Wirklich saustark, Herr Schmitz!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
10.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
20.11.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Ach du dickes Ei.
Ja, ich weiß, bald ist Ostern. Und ich bin auf der Suche... nein, nicht nach Eiern. Wobei... die vermisse ich bei der Musik von KOA auch. Nein, ehrlich gesagt fehlen mir ein wenig die Worte. Die Musik von KOA zu beschreiben ist nämlich recht schwer. "Unheilschwanger" trifft es wohl ganz gut. Denn symphonisch kann ich dieses aufgeblasene Soundgefüge nicht mehr nennen. Der Musiker Schmitz will einfach zu viel. Die Drums tackern wie Nachtexpress, wirken dabei manchmal ungestüm, ungesteuert und - man verzeihe mir meine Laienbeurteilung - wenig 'taktvoll' (O-Ton meiner wehrten Gattin: "Das klingt, als wäre der überhaupt nicht im Takt"). Keyboards dröhnen unentwegt in die Hörmuschel und plustern dort ein Orchester plastischer Herkunft auf. Alle im Ansatz noch erträglichen Stücke werden dadurch häufig überfahren.
Wieso mein Mitrezensent diesem Album auch noch den Stempel des Jazzrock/Fusion aufdrückt will und kann ich beim besten Willen nicht erklären. Verzeih, aber ich höre es wirklich nicht raus. Für mich wird hier mit viel Getöse alles zugekleistert. Das ist mir 75 Minuten lang ehrlich gesagt unerträglich.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
23.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
23.2.2008 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Gitarristen machen Solo-Alben, Keyboarder, Bassisten und Sänger ebenso, warum also nicht auch mal ein Drummer? Gut, während man sich vielleicht ein Album voller Gitarrensoli vielleicht noch vorstellen kann (und vielleicht gar gehört hat… man denke mal an „Guitar“ oder „Shut up `n play yer guitar“ von Herrn Zappa), ist es mit andauernden Schlagzeug-Soli am Stück doch so eine Sache.
Mit „Aleatorik System“ gelingt dem „King of Agogik“, Hans Jörg Schmitz, ein anhörbares Werk. Er gibt sich vielleicht sogar weniger egomanisch als Gitarristen auf ihren Solotrips, trotzdem ist „Aleatorik System“ natürlich schwerer Stoff. Es ist einfach sehr ungewohnt, das Schlagzeug derart im Mittelpunkt des Geschehens zu hören. Es ist sehr ungewohnt einen 22-minütigen ‚Song’ voller Breaks, Fills, Rhythmuswechseln zu verfolgen. Die Musik auf „Aleatorik System“ ist allemal anstrengend, zumal die Begleitung trotz einiger Anleihen an klassische Prog-Bands nur Staffage bleibt und so zwar ein bisschen zur Orchestrierung und Melodisierung des Ganzen beiträgt (Das erinnert vielleicht ein bisschen an die Begleitband der TV-Serie „Super Drumming“), aber nicht wirklich zur Entspannung für den doch leicht gestressten Hörer.
Aber wer mal hören will, zu was ein Schlagzeuger alles fähig sein kann, wie kreatives Drumming schon auch einen Song tragen kann, wie kreativer Umgang mit Rhythmik Musik spannend machen kann, der sollte „Aleatorik System“ durchaus mal sein Ohr leihen. Drummer Schmitz zieht ordentlich vom Leder und er überzieht eigentlich nicht, auch wenn er immer mal wieder an der Grenze schabt.
Passagenweise ist das also ein durchaus patentes Heavy-Prog-Album mit Sympho-Anleihen, passagenweise natürlich auch eher eine Drum-Clinic. Insgesamt ist „Aleatorik System“ wie gesagt ein schwerer Brocken, der aber auch ob seiner Andersartigkeit durchaus Spaß machen kann, man muss das Album ja nicht ständig oder auch nicht immer komplett am Stück hören.
Aber irgendwie bin ich jetzt doch neugierig auf das Nachfolgewerk...
| Anspieltipp(s): |
Wer's gleich dicke will: "The Long March Of The Royal Fifth" |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
16.3.2010 |
| Letzte Änderung: |
16.3.2010 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von King Of Agogik
Zum Seitenanfang
|