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King Of Agogik

Aleatorik System

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Progmetal; RetroProg
Label: Saustark Records
Durchschnittswertung: 7.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Hans Jörg Schmitz drums and sounds,keys,guitar (5,9,13)

Gastmusiker

Dirk Wilms guitar,bass (2,8,11)
Volker Cornet bass (1,2,4,5,6,7,9,15)
Tobias Hampl guitar (6)

Tracklist

Disc 1
1. The inner clock 1.51
2. The long march of the royal fifth 22.22
3. "Call in S" 3.44
4. Aleatorik Suite 10.10
5. Quiet slumber...until...mytime.com 4.54
6. 138 1.38
7. Slow sinking sand 3.50
8. Return of the shuffle king 2.40
9. Termites trip 4.00
10. Overwind 3.14
11. Rody 3.27
12. One minute psycho waltz 1.00
13. Amongst the trees on a hill 2.05
14. Monster in my head 7.17
15. Emoclew 2.40
Gesamtlaufzeit74:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 4)


Einige Reviews legen die Vermutung nahe, dass die erste - mir leider unbekannte - Platte von Hans Jörg "King of agogik" Schmitz und seiner Musikerkollegen völlig anders klang, als das vorliegende Nachfolgewerk.

Die "außermusikalischen" Samples spielen auf "Aleatorik System" insgesamt keine erwähnenswerte Rolle. Der Leader, Komponist, Arrangeur und Schlagzeuger Hans Jörg Schmitz setzt diesmal auf wahrscheinlich für alle Progressive Rock-Hörer nachvollziehbaren und durchkomponierten, meist keyboardlastigen Stücke. Daher können die Titel wie "Aleatorik System" und "Aleatorik Suite" nur ironisch gemeint sein.

Das Klangspektrum von "Aleatorik System" bewegt sich zwischen erstklassigem, bombastisch-symphonischem RetroProg mit starken Genesis-Einflüssen aus der Zeit von Foxtrot ("The long march of the royal fifth"), mitreissend gespieltem Progmetal ("Aleatorik suite", mit harten Gitarren in der Hauptrolle) und virtuosen Progfusion-Stücken (u.a. "Return of the shuffle king" und "138").

Natürlich lässt der Schlagzeuglehrer Schmitz dabei kaum eine Gelegenheit aus, um seine imposante Schlagzeutechnik zur Schau zu stellen. Zudem könnte man auf Anklänge von Mr.Oldfield ("Call in S"), von Pink Floyd und Yes ("Quiet slumber...") und Anthony Phillips ("Slow sinking sand") verweisen. Einige Tracks erreichen eine atmosphärische Dichte, die ich nach so mancher Besprechung des ersten Albums nicht erwartet hätte.

Das ganz besonders gelungene "Termites trip" präsentiert leicht humorvollen RetroProg, der mit World Music sowie mit elektronischen und perkussiven Arrangements durchsetzt ist. Ab "Termites trip" wirkt "Aleatorik System" nämlich noch ein wenig eigensinniger. Die symphonischen Bläser und Keys von "Rody", die mit exponiertem Schlagzeug und viel Studiohall einhergehen, dürften ein Beispiel für Eigenständigkeit von Schmitz's Musik sein. Mir fallen bei diesem Stück jedenfalls keine passenden Vergleiche ein. Oder, man betrachte "Amongst the trees on a hill": Vangelis-Bombast meets Sympho-Prog?

Ich bin der Meinung, dass "Aleatorik System" zum Besten und Kurzweiligsten gehört, was bisher an Symphonic Retro Prog Metal Fusion aus deutschen Landen zu vermelden war. In Anspielung auf des Künstlers Label "Saustark Records" : Wirklich saustark, Herr Schmitz!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.2.2008
Letzte Änderung: 20.11.2009
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 4)


Ach du dickes Ei.

Ja, ich weiß, bald ist Ostern. Und ich bin auf der Suche... nein, nicht nach Eiern. Wobei... die vermisse ich bei der Musik von KOA auch. Nein, ehrlich gesagt fehlen mir ein wenig die Worte. Die Musik von KOA zu beschreiben ist nämlich recht schwer. "Unheilschwanger" trifft es wohl ganz gut. Denn symphonisch kann ich dieses aufgeblasene Soundgefüge nicht mehr nennen. Der Musiker Schmitz will einfach zu viel. Die Drums tackern wie Nachtexpress, wirken dabei manchmal ungestüm, ungesteuert und - man verzeihe mir meine Laienbeurteilung - wenig 'taktvoll' (O-Ton meiner wehrten Gattin: "Das klingt, als wäre der überhaupt nicht im Takt"). Keyboards dröhnen unentwegt in die Hörmuschel und plustern dort ein Orchester plastischer Herkunft auf. Alle im Ansatz noch erträglichen Stücke werden dadurch häufig überfahren.

Wieso mein Mitrezensent diesem Album auch noch den Stempel des Jazzrock/Fusion aufdrückt will und kann ich beim besten Willen nicht erklären. Verzeih, aber ich höre es wirklich nicht raus. Für mich wird hier mit viel Getöse alles zugekleistert. Das ist mir 75 Minuten lang ehrlich gesagt unerträglich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.2.2008
Letzte Änderung: 23.2.2008
Wertung: 4/15

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 3 von 4)


Gitarristen machen Solo-Alben, Keyboarder, Bassisten und Sänger ebenso, warum also nicht auch mal ein Drummer? Gut, während man sich vielleicht ein Album voller Gitarrensoli vielleicht noch vorstellen kann (und vielleicht gar gehört hat... man denke mal an "Guitar" oder "Shut up `n play yer guitar" von Herrn Zappa), ist es mit andauernden Schlagzeug-Soli am Stück doch so eine Sache.

Mit "Aleatorik System" gelingt dem "King of Agogik", Hans Jörg Schmitz, ein anhörbares Werk. Er gibt sich vielleicht sogar weniger egomanisch als Gitarristen auf ihren Solotrips, trotzdem ist "Aleatorik System" natürlich schwerer Stoff. Es ist einfach sehr ungewohnt, das Schlagzeug derart im Mittelpunkt des Geschehens zu hören. Es ist sehr ungewohnt einen 22-minütigen "Song" voller Breaks, Fills, Rhythmuswechseln zu verfolgen. Die Musik auf "Aleatorik System" ist allemal anstrengend, zumal die Begleitung trotz einiger Anleihen an klassische Prog-Bands nur Staffage bleibt und so zwar ein bisschen zur Orchestrierung und Melodisierung des Ganzen beiträgt (Das erinnert vielleicht ein bisschen an die Begleitband der TV-Serie "Super Drumming"), aber nicht wirklich zur Entspannung für den doch leicht gestressten Hörer.

Aber wer mal hören will, zu was ein Schlagzeuger alles fähig sein kann, wie kreatives Drumming schon auch einen Song tragen kann, wie kreativer Umgang mit Rhythmik Musik spannend machen kann, der sollte "Aleatorik System" durchaus mal sein Ohr leihen. Drummer Schmitz zieht ordentlich vom Leder und er überzieht eigentlich nicht, auch wenn er immer mal wieder an der Grenze schabt.

Passagenweise ist das also ein durchaus patentes Heavy-Prog-Album mit Sympho-Anleihen, passagenweise natürlich auch eher eine Drum-Clinic. Insgesamt ist "Aleatorik System" wie gesagt ein schwerer Brocken, der aber auch ob seiner Andersartigkeit durchaus Spaß machen kann, man muss das Album ja nicht ständig oder auch nicht immer komplett am Stück hören.

Aber irgendwie bin ich jetzt doch neugierig auf das Nachfolgewerk...

Anspieltipp(s): Wer's gleich dicke will: "The Long March Of The Royal Fifth"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2010
Letzte Änderung: 6.10.2013
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Kiefer @ (Rezension 4 von 4)


Der erste Gedanke: Ja ist denn da einer völlig abgehoben? So ein großspuriges und zugleich schräges Vorwärtsgetrommel auf eine Platte mit fast 75 Minuten Spielzeit aufzunehmen. Aha, hier ist ein Schlagzeuglehrer am Werk - na, das erklärt wiederum einiges. Sein Name: Hans Jörg Schmitz, der mit befreundeten Musikern unter dem Bandnamen King of Agogik seine eigene musikalische Welt auslebt. Er spielt ohne jegliche Zwänge von Beats und Taktzahlen, und foppt mit seinem unerwarteten Free-Getrommel eingefahrene Hörgewohnheiten. Vervollständigt wird die Rhythmusmaschinerie durch einen häufig gespielten Rickenbacker-Bass. Dem gegenüber steht ein ziemlich schwülstig-schwummriger Keyboardsound und trotz etlicher härteren Gitrarrenriffs eine etwas klägliche, naiv klingende E-Gitarre.

Dieser "Prog-Mix" besteht in der Hauptsache aus symphonischem Retro Prog, Prog Metal, sowie kleinen Soft-Jazz-Passagen, umrahmt mit einigen elektronischen Soundcollagen. Am gefälligsten klingt das bei dem am Anfang stehenden 20 minütigen Longtrack "The long march of the royal fifth". Dagegen entpuppt sich der Rest des Albums als eine Aneinanderreihung von unkontrolliertem, verästeltem und nur sehr schwer nachvollziehbarem Songmaterial. Es fehlen hier einfach die griffigen und flüssigen Momente in den Stücken. Immerhin, Langeweile kommt definitiv keine auf, doch etwas mehr Bescheidenheit hätte diesem Werk gut getan.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.11.2010
Letzte Änderung: 23.11.2010
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von King Of Agogik

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Membranophonic Experience 6.00 3
2009 The Rhythmic Drawing Room 10.75 4
2011 From A to A 11.00 3
2014 Exlex Beats 12.00 2

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