Loneliness
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenvertrieb |
| Durchschnittswertung: |
9.75/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| René Degoumois |
vocals, guitars |
| Nicolas Gerber |
keyboards |
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| Julien Vuataz |
bass |
| Patrick Dufresne |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dawn
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5:10
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| 2. |
Rain on the Moon
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7:44
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| 3. |
The Brook
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11:21
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| 4. |
Loneliness
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4:09
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| 5. |
The Story of Nobody
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17:53
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| 6. |
Dusk
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4:20
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| Gesamtlaufzeit | 50:37 |
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Rezensionen

Dawn kommen aus Montreux in der französischen Schweiz und legen mit Loneliness ihr Debut vor. Und Loneliness hat seine ganz eigene Grundstimmung, die vielleicht am treffendsten als moderner, spacig-getragener Progrock mit Tendenz zum New Artrock und zugleich mit zahlreichen Retroelementen versehen, beschrieben werden kann. Auch die klagenden, hellen, englischsprachigen Vocals verweisen auf New Artrock a la Radiohead. Hinzu kommt der minimalistische Gebrauch der Gitarre, wie er exemplarisch auf Rain on the Moon zu hören ist. Die Mellotron- und Synthiesounds sowie allgemein die Reminiszenzen bis Hommagen an klassische Progbands wie Pink Floyd, King Crimson, Genesis oder Manfred Mann's Earthband (Solar Fire) stellen hierzu einen reizvollen Kontrast her.
So bringen es Dawn bei aller Modernität, wie sie etwa schön in den Stücken Dawn oder Rain on the Moon zum Ausdruck kommt, bei The Brook fertig, nach einer Minute Stimmen der Instrumente über zwei Minuten ein Intro im klassischen Genesis-Stil folgen zu lassen. Zwischendrin wird noch atmosphärisch etwas Pink Floyd eingewoben, um im Instrumentalteil zu Genesis, inklusive typischem Stolperrhythmus und kurzem Synthiesolo, zurückzukehren. Jenseits davon bleiben Dawn aber auch bei diesem Stück ihrem typischen Klangbild treu, das weit von dem entfernt ist, was seit Spock's Beard oder den Flower Kings unter dem Label Retroprog läuft.
Meist funktioniert diese Kombinationstechnik aus neu und alt, etwa auch beim Titelstück, in das Crimson-Mellotron und elegische Floyd-Gitarren einfließen. Allein bei besagtem The Brook klingt aber zumindest das Intro seltsam verzopft. Besser harmonieren die Bereiche wieder beim Longtrack The Story of Nobody, bei dem es außerdem schon mal Richtung psychedelische frühe Pink Floyd geht.
Die insgesamt gelungene Synthese aus Modernität und Retro ist es, die das Debut von Dawn so interessant macht. Gegenüber Archive etwa, die ein Projekt in ähnlicher Richtung verfolgen, ist der Dawnsound aber vielschichtiger und auch einen Tick deutlicher Retro. Wer aufgrund einiger Genesis-Anklänge, v.a. bei The Brook, Loneliness vorschnell als Genesis-Klon abtut, bringt sich um eine interessante Hörerfahrung.
| Anspieltipp(s): |
Rain on the Moon, Loneliness |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
1.5.2008 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 4)

Die BBS bieten den angenehmen Mehrwert einer musikalischen Zuordnung. Platten werden den SubGenres zugeordnet, auf dass der geneigte Leser sofort einen gewissen Eindruck der Musik erlangt. Guckst Du oben, siehst Du's...
Dass diese Genre-Zuordnungen auch schon mal unterschiedlich ausfallen können liegt in der Natur der Sache. Jeder hat seinen persönlichen Zugang zur Musik.
Loneliness von Dawn hätte ich somit weder "SpaceRock", noch "New Artrock" zugeordnet. Die Platte ist nahezu ein reinrassiges RetroProg-Scheibchen und erinnert immer wieder an Genesis. Das bisschen NeoProg-Einschlag, welches durch all zu sanften Keyboard-Sound aufkommt, verstärkt nur den Eindruck, dass Genesis Pate bei diesem Projekt stand. Gelegentlich gibt es gewisse "moderne" Soundeffekte, die auch einen "wabernden" Eindruck hinterlassen. Daraus würde ich aber immer noch keinen "spaceigen" Einfluss ableiten. Zumal ich mit "SpaceRock" absolut nichts anfangen kann... Die meist "cleane" Gitarre verrät auch keinen "artrockigen" Einschlag. Und ebenso tue ich mich mit dem häufig doch recht langweiligen Kram aus dem "New Artrock" schwer. Nicht schwer tue ich mich hingegen mit Loneliness von Dawn. Die Scheibe ist gut, insofern man auf RetroProg im Genesis-Fahrwasser steht.
Die Platte klingt interessanter Weise (zu einem nicht unerheblichen Teil dem Gesang geschuldet) wie eine deutsche Band, die weiland Mitte der Achtziger, Anfang der Neunziger Genesis nachgeeifert hat. Ich spreche von Bel Air. Der hohe Kopfgesang von René Degoumois ist sicher nicht unbedingt jedermanns Sache, dennoch kann ich ihm wenig Vorwürfe machen, außer, dass er vielleicht mal ein bisschen mehr aus dem Quark kommen könnte... Hinzu kommt das offensichtlich Tony Banks-inspirierte Tasten-Getue von Nicolas Gerber. Mal akustisches Piano, dann wieder satte Flächen, Mellotron-Chords, gelegentlich sogar schräg anmutende "Space-Sounds" (die Kollege Rode vermutlich den "SpaceRock" hören lassen). Von der meist "cleanen" Gitarre haben wir bereits gesprochen, bleibt der vollmundige Bass, der meist tieftönend wie Rutherfords Pedale klingt.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich höre da nichts modernes, außer der guten Produktion. Bands wie z.B. Archive als Vergleich heranzuziehen scheint mir regelrecht hanebüchen, wobei ich mir nicht der Weisheit letzter Schluss herausnehmen möchte. Ich hör das einfach alles nicht und möchte diese Information an den Leser weitergeben. Ein paar Slide-Gitarren hier, und (zu) lange, wabernde Intros dort sorgen auf jeden Fall nicht ausreichend für Eigenständigkeit.
Für Freunde vom ursprünglichen Genesis-Sound haben wir hier einen ordentlichen Clone, der immer ein bisschen gen NeoProg kippt, ohne all zu sehr zu nerven. Gerade The Brook klingt tatsächlich wie ein unveröffentlichter Genesis Song von 1975. Insgesamt bin ich absolut kein Freund von solchem "Nachäffen", aber wenn man es schon tut, dann bitte tatsächlich so wie Dawn.
| Anspieltipp(s): |
Rain On The Moon |
| Vergleichbar mit: |
Genesis, bzw. Bel Air |
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| Veröffentlicht am: |
16.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
19.1.2009 |
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Da ich darum gebeten wurde, schreibe auch ich noch ein paar Worte zu dieser CD. Was an dieser Musik modern sein soll, bleibt auch mir verborgen. Es handelt sich hier um Genesis-orientierten Retro-Prog reinsten Wassers, und damit um genau die Art Musik, die mir mittlerweile zu den Ohren raushängt. Muss denn wirklich jede 30 Jahre alte Idee wiedergekäut werden, jeder Banks'sche Keyboardsound noch mal eingespielt werden?
Gut, das Ganze ist rech professionell gemacht, den Musikern ist technisch nichts vorzuwerfen (nur der Sänger bleibt immer etwas blass), so dass Klon-Liebhaber hier durchaus auf ihre Kosten kommen. Ich halte mich aber lieber an Bands mit eigenem Profil.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
na was wohl...? |
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| Veröffentlicht am: |
29.4.2008 |
| Letzte Änderung: |
19.1.2009 |
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Exzellenter, ruhiger, melancholischer symphonischer Art-Rock, deutlich von den 70ern geprägt - um gleich mal mit dem Inhalt anzufangen.
Eine schön mystisch verspielte Keyboardlinie leitet ins Stück mit dem Bandnamen ein. Kurz drauf ein trockener Bass ,und mir fällt sofort die italienische Band Goblin als Referenz dazu ein. Das erinnert mich absolut an deren genial gutes Gruselstück L’alba dei morti viventi aus dem Zombie-Soundtrack. René Degumois’ weicher Gesang bringt noch mehr zerbrechlich-zarte Mystik ins Spiel. So ein Einstieg gefällt mir schon innerhalb von Sekunden. Das Stück hält diese Stimmung auch und ist mir nur mit 5 Minuten eindeutig viel zu kurz. Trotzdem eines der schönsten Art-Rock Werke seit langer Zeit für mich.
Rain on the moon macht in demselben Stil weiter, enthält ein herrlich melodisches Gitarrensolo und etwas Sperrigkeit. Ganz nebenbei entwickelte sich der Refrain bei mir außerdem zu einem regelrechten Ohrwum. Im 11minütigen The Brook gibts mit Sprechgesang über'm Mellotron und Glockenspielklängen einen etwas experimentelleren Beginn und später nach etwas über 7 Minuten ein knapp 2minütiges Moog-Solo, das wie ein Schwarm Hornissen daherkommt. Gänsehaut. Titelstück Loneliness macht seinem Titel nochmal auf positive Weise alle Ehre, bevor der der 18-Minuten-Longtrack Mr. Nobody dran ist. Eine klassisch weitschweifige 70er-Komposition die beim ersten Hören nicht gar so rund wie die Stücke vorher zu laufen scheint, sich nach mehrmaligem Hören jedoch ebenso offenbart. Dusk beschließt als melancholisch gute Ballade das Album.
Eine leicht anderweltlich entrückte Atmosphäre zieht sich durch dieses Werk und begeistert mich ausnahmslos. Loneliness verdient einmal wieder die Bezeichnung Art-Rock im wahrsten Sinne. Fernab jeder dumpfen Männlichkeitsklischees wie gesunder Härte, Eier in der Hose und dem, was sonst noch gern heutzutage selbst im Art-Rock eingefordert wird, geht es hier um Ästhetik, Stil und Eleganz. So muß Art, sprich kunstvoller, Rock klingen, sonst kann ich mir ja gleich Hardrock, Heavy Metal oder ähnliches geben.
Dawns Debütplatte entwickelte sich bei mir zum absoluten Dauerbrenner und wurde so zu DEM Geheimtip des Jahres 2008 in Sachen Retro-Prog. Wer in jungen Jahren schon so geschmackvoll und geschmackssicher agiert, sich von keinerlei Modernismen aus dem Konzept bringen lässt - von dem darf man Grosses erwarten, ich bin sehr gespannt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
20.1.2009 |
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