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Daturah

Reverie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008 (VÖ: 28.03.2008)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Independent / Alternative; Metal; New Artrock; Postrock; Psychedelic
Label: Golden Antenna Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Flo Ebert guitar
Mathias Heng guitar
Patrick Bellinetti drums
Benni Moeller bass
Sebastian Klimek synth, samples, guitar

Gastmusiker

Raul Gschrey live visuals

Tracklist

Disc 1
1. ghost track 12:32
2. hybrisma 09:31
3. 9 11:45
4. deep b flat 13:17
5. vertex 12:52
Gesamtlaufzeit59:57


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Es ist dunkel. Nur fahles Mondlicht sorgt dafür, dass überhaupt etwas zu sehen ist. Wir schweben, nein, wir fliegen, nicht allzu hoch, aber schnell, die Landschaft jagt unter uns dahin. Immer schneller wechseln die Eindrücke. Düstere Waldgebiete, große See-Flächen, Felder, eine kleine Ortschaft, alles fliegt vorbei, bis sich plötzlich die Richtung ändert und der Flug sich in den Himmel erhebt. Ein Blitz, es ist taghell und... es ist alles vorbei.

Es ist wahrlich epische Breitwandmusik, sozusagen im Cinemascope-Format, welche uns das Frankfurter Quintett Daturah hier präsentiert. Der Albumtitel „reverie“ scheint wohl gewählt, schwingt doch das französische Wort für „Traum“ im Wortstamm mit. Und Träume, Kopffilme, ungewöhnliche Hörbilder, genau das ist es, was Daturah liefern. Wahlweise könnten es auch Stürme sein, in deren Auge keine Ruhe sondern ein bombastisches Finale lauert, oder die stürmische See, die einen zu verschlingen droht, bevor einen der Rettungshubschrauber aus dem Delirium ans Licht zieht.

Daturah erschaffen mit an- und abschwellenden Gitarrenwänden, melodischen Bassläufen und allerlei elektronischen Hintergrundflächen und -klängen Soundlandschaften, die zum Träumen und Mitfliegen anregen. Musik, die man entspannt unter dem Kopfhörer genießen sollte, damit sie ihre ganze Wirkung entfalten kann. Das Schlagzeug sorgt dabei für sanfte Bewegung, so dass keine Langeweile aufkommt und der Dynamikumfang der Gitarreneskapaden reicht von elegischen Ambienteinlagen bis hin zu metallischem Riffing.

Sprachsamples in englisch und in deutsch unterstreichen den psychedelisch-spacigen Charakter, der dieser Musik zwischen Postrock, New Artrock und Ambient innewohnt. Da treffen sozusagen die frühen Floyd auf Oceansize und God Is An Astronaut. Musik wie ein Sog, der einen verschlingt, durchwirbelt, aber dann irgendwie beruhigt, befriedigt wieder ausspuckt und schon ist man süchtig nach der nächsten Fahrt mit Daturah.

Anspieltipp(s): eines wie das andere - im positiven Sinn
Vergleichbar mit: Oceansize, God Is An Astronaut et.al.
Veröffentlicht am: 22.3.2008
Letzte Änderung: 23.3.2008
Wertung: 11/15

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