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Sylvan

Leaving Backstage

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008 (VÖ: Mitte Juli 2008)
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Neoprog; New Artrock
Label: Progrock Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marco Glühmann vocals
Volker Söhl keyboards
Sebastian Harnack bass
Matthias Harder drums
Jan Petersen guitar

Gastmusiker

Guido Bungenstock guitar
Stefanie Richter cello
Stephanie Hundertmark vocals
Petra Schechter vocals
Miriam Schell vocals

Tracklist

Disc 1
1. Eternity Ends 2:53
2. Bequest Of Tears 3:04
3. In Chains 8:55
4. Bitter Symphony 1:25
5. Pane Of Truth 9:14
6. No Earthly Reason 1:54
7. Forgotten Virtue 7:06
8. The Colors Changed 6:48
9. A Sad Sympathy 1:42
10. Questions 6:58
11. Answer To Life 6:09
12. Message From The Past 2:58
13. The Last Embrace 3:29
14. A Kind Of Eden 4:48
15. Posthumous Silence 5:38
Gesamtlaufzeit73:01
Disc 2
1. Lost 7:32
2. That's Why It Hurts 7:09
3. So Easy 8:19
4. Encounters 4:13
5. One Step Beyond 7:46
6. This World Is Not For Me 7:31
7. Deep Inside 9:18
8. When The Leaves Fall Down 5:10
9. Artificial Paradise 18:54
Gesamtlaufzeit75:52


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Zum 10jährigen Jubiläum als „recording artist“ gönnen sich Sylvan (und ihren Fans natürlich) das volle Paket: Das erste Live-Doppel-Album und eine dazugehörige Live-DVD der Band. Aufgenommen wurden sowohl Album wie auch DVD anlässlich des „Posthumous Silence“-Konzerts am 01.09.2007 in Hamburg. Und für ihre erste große Live-Veröffentlichung haben Sylvan weder Kosten noch Mühen gescheut, um wirklich ein großes Werk zu erschaffen. Das ist auch vollauf gelungen und spiegelt sich vor allem auch in der DVD wieder, dazu aber mehr an anderer Stelle.

Die CD unter dem Titel „Leaving Backstage“ enthält bis auf den Titel „Deliverance“ die komplette Show, die Sylvan an diesem Tag gespielt haben. Auf der ersten CD befindet sich die Aufführung des Konzeptwerks „Posthumous Silence“, auf der zweiten CD liefern Sylvan ein Best of-Set mit den Highlights der bisherigen Bandgeschichte ab. Dabei liegt der Schwerpunkt allerdings auf den neueren Werken der Band. Das Debüt „Deliverance“ ist wie gesagt zeitlichen Restriktionen zum Opfer gefallen und das zweite Album der Band - „Encounters“ - wird nur mit einem kurzen Ausschnitt gestreift.

Musikalisch möchte ich zu „Posthumous Silence“ gar nicht viele Worte verlieren. Mein persönliches Album des Jahres 2006 und ein ungeheuer dichtes Konzeptwerk a la Marillions „Brave“ oder IQs „Subterranea“. Die Band bietet dieses Werk am Stück dar. Die intensive und stellenweise auch sperrige Musik wird brillant und (fast) ohne Fehl und Tadel dargeboten. Der Spannungsaufbau gleich zu Beginn ist einer dieser Momente für die Ewigkeit, der sich dann explosiv mit dem ersten Höhepunkt „In Chains“ entlädt. Meinem Eindruck nach fehlt Sylvan der ausgeschiedene Kay Söhl mit seiner hervorragenden Gitarrenarbeit schon ein Stück. Jan Petersen und Guido Bungenstock können das mit allem Einsatz (noch) nicht ganz wettmachen. Außerdem stehen die Gitarren manchmal etwas weit hinten im Mix. Dadurch steht Volker Söhl mit seiner gefühlvollen Tastenarbeit deutlicher im Vordergrund, als es sein müsste. Aber das ist schon wieder mal Gemecker auf hohem Niveau.

Marco Glühmann zelebriert die Songs einmal mehr und „schauspielert“ mit seiner Stimme. Die Chorarrangements der Studioversion werden hier von drei Backgroundsängerinnen unterstützt. Sebastian Harnack glänzt immer mal wieder mit ungewöhnlichen Basslinien. Auch Gast Stefanie Richter setzt mit dem Cello einige Gänsehaut-Akzente. So kann man das fantastische Werk in einer nicht minder beeindruckenden Liveversion neu genießen. Noch mehr bietet nur die DVD, nämlich das Bild ;-)

Auf der zweiten CD fahren Sylvan dann ihren so typischen melodischen Breitwandsound im gepflegten Midtempo auf. Eine mitreißende Version von „Lost“ gibt gleich die Richtung vor. Sylvan zelebrieren ihren epischen Sound mit geschickten Wechseln zwischen ruhigen und heftigen Passagen. Da sind sie die Könige und das machen sie so intensiv, dass Nicht-Fans hier möglicherweise bei der Hälfte genervt aufgeben. Sylvan-Fans sind natürlich an dieser Stelle schon längst im siebten Himmel und schweben auf einer Wolke des Wohlgefühls davon. In den Einzelsongs fühlen sich anscheinend die Gitarristen Petersen und Bungenstock schon viel mehr zu Hause, denn hier klingen die Gitarren gewohnter als zu Beginn bei „Posthumous Silence“. Zwischen die Klassiker mischen Sylvan auch zwei Songs aus dem nicht ganz so geglückten „Presets“-Album. Aber „One Step Beyond“ und vor allem auch „When The Leaves Fall Down“ machen im Livegewand eine gute Figur, wenn auch die modernistische Percussion am Beginn von „When The Leaves Fall Down“ aufhorchen lässt. Das Album klingt mit einer fantastischen Version von „Artificial Paradise“ aus.

Sylvan live in Hochform... Pflichtkauf für Fans und zumindest mal ein Tipp an alle anderen!

Das Doppel-Album und die DVD kommen offiziell Mitte Juli in den Handel, aber beides ist bereits über den Shop auf der Sylvan-Homepage bestellbar und wird dann auch früher ausgeliefert.

Anspieltipp(s): ein Konzert hört man doch immer ganz ;-)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2008
Letzte Änderung: 5.7.2008
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sylvan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Deliverance 8.50 2
2000 Encounters 11.00 3
2002 Artificial Paradise 10.00 3
2004 X-Rayed 12.00 2
2006 Posthumous Silence 13.00 2
2007 Presets 10.00 2
2008 Posthumous Silence - The Show (DVD) 11.00 1
2009 Force Of Gravity 9.50 2

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