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Sylvan

Posthumous Silence - The Show (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: live; Konzeptalbum; DVD; HardRock; Neoprog; New Artrock
Label: Progrock Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marco Glühmann vocals
Volker Söhl keyboards
Sebastian Harnack bass
Matthias Harder drums
Jan Petersen guitar

Gastmusiker

Guido Bungenstock guitar
Stefanie Richter cello
Stephanie Hundertmark vocals
Petra Schechter vocals
Miriam Schell vocals

Tracklist

Disc 1
1. Eternity Ends
2. Bequest Of Tears
3. In Chains
4. Bitter Symphony
5. Pane Of Truth
6. No Earthly Reason
7. Forgotten Virtue
8. The Colors Changed
9. A Sad Sympathy
10. Questions
11. Answer To Life
12. Message From The Past
13. The Last Embrace
14. A Kind Of Eden
15. Posthumous Silence
16. "In the Studio 2005 - 2006"   (DVD-Bonus)
17. "34 Days"   (DVD-Bonus)
18. German Subtitles   (DVD-Bonus)
19. Interviews with Sylvan and their Main Technicians   (DVD-Bonus)
20. Audio Commentary by the Band   (DVD-Bonus)
21. Bonus Song: "Artificial Paradise"   (DVD-Bonus)
22. Slide Show   (DVD-Bonus)


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Parallel zum Live-Doppelalbum „Leaving Backstage“ erscheint die DVD „Posthumous Silence – The Show“. Wie der Titel schon sagt, gibt es auf der DVD nicht das gesamte Konzert vom 01.09.2007 zu sehen, sondern nur den ersten Teil, die Aufführung des Konzeptwerks „Posthumous Silence“ eben.

Zur Musik zitiere ich meine Rezension zu „Leaving Backstage“:

...ein ungeheuer dichtes Konzeptwerk a la Marillions „Brave“ oder IQs „Subterranea“. Die Band bietet dieses Werk am Stück dar. Die intensive und stellenweise auch sperrige Musik wird brillant und (fast) ohne Fehl und Tadel dargeboten. Der Spannungsaufbau gleich zu Beginn ist einer dieser Momente für die Ewigkeit, der sich dann explosiv mit dem ersten Höhepunkt „In Chains“ entlädt. Meinem Eindruck nach fehlt Sylvan der ausgeschiedene Kay Söhl mit seiner hervorragenden Gitarrenarbeit schon ein Stück. Jan Petersen und Guido Bungenstock können das mit allem Einsatz (noch) nicht ganz wettmachen (wobei mir Bungenstocks Beiträge sogar noch etwas besser gefallen, was man hier auf der DVD auch besser zuordnen kann). Außerdem stehen die Gitarren manchmal etwas weit hinten im Mix. Dadurch steht Volker Söhl mit seiner gefühlvollen Tastenarbeit deutlicher im Vordergrund, als es sein müsste. Aber das ist schon wieder mal Gemecker auf hohem Niveau.

Marco Glühmann zelebriert die Songs einmal mehr und „schauspielert“ mit seiner Stimme. Die Chorarrangements der Studioversion werden hier von drei Backgroundsängerinnen unterstützt. Sebastian Harnack glänzt immer mal wieder mit ungewöhnlichen Basslinien. Auch Gast Stefanie Richter setzt mit dem Cello einige Gänsehaut-Akzente. So kann man das fantastische Werk in einer nicht minder beeindruckenden Liveversion neu genießen. Noch mehr bietet nur die DVD, nämlich das Bild ;-)

Genau, das Bild: Der DVD sieht man in jeder Sekunde den Aufwand an, der hier getrieben wurde. Die Lightshow ist fantastisch, die eingespielten Filme passen haargenau. Man hat sogar einen variablen Bühnenhintergrund konstruiert, um die jeweilige Variante perfekt zur Geltung kommen zu lassen. Die Bilder entsprechen dem elegischen Charakter der Musik und überzeugen durch entsprechend ruhige Wechsel und Übergänge. Das Ganze kommt im modernen 16:9-Format. Besonders gelungen ist der Auftakt der DVD (Achtung! Spoiler!): Die Bühne ist von einem halbtransparenten Vorhang verdeckt, auf dem zunächst die Projektionen zu „Eternity Ends“ und „Bequest Of Tears“ stattfinden. Dann sind die Musiker - durch Spotlights erhellt - dahinter verschwommen wahrzunehmen, bevor zum Auftakt von „In Chains“ der Vorhang fällt und die Band voll zu sehen ist. Klasse gemacht! Die große Bühne mit mehreren Ebenen tut ihr übriges zum guten Gesamteindruck, wie auch das gediegene Ambiente des Kampnagel-Theaters. Ebenso perfekt ist der Ton, der in Stereo und einem Dolby Digital 5.1-Mix vorliegt. Beide Varianten bieten den vollen Hörgenuss. Hübsch animierte Menüs im optischen "PS"-Stil runden die DVD ab.

Das DVD-Bonusmaterial bietet einige Einblicke in die Studioarbeit von Sylvan und wie die „Posthumous Silence – The Show“-Produktion entstanden ist. Dabei ist besondere das Interview mit dem Lichttechniker sehr interessant. Die Band-Interview sind da eher nicht so ergiebig, außer, dass man vielleicht erstaunt ist, welche wichtige Rolle, auch als Ideengeber und Komponist, Schlagzeuger Matthias Harder in der Band spielt. Und das offensichtlich Marco Glühmann die treibende Kraft hinter „Presets“ war. Jan Petersen ist auch hier noch nicht in der Band angekommen, denn mit ihm gibt es kein Interview. Mit „Artificial Paradise“ gibt es noch einen kurzen Blick auf den zweiten Teil des Konzertes, der ja leider sonst bildlich verborgen bleibt.

Damit sind wir auch beim „Meckerteil“: Es mag ja gute Gründe geben, nur den „Posthumous Silence“-Teil auf DVD zu veröffentlichen, mir fallen allerdings keine ein. So finde ich es sehr schade, dass es eben nicht das gesamte Konzert auf DVD gibt. Noch ärgerlicher finde ich es allerdings, dass man dann nicht wenigstens „Deliverance“ als Bonustrack auf die DVD gepackt hat, welches ja auch auf der DVD nicht drauf ist. Auch wenn „Artificial Paradise“ natürlich ein Über-Track und deswegen auch toll anzusehen ist. Die Fans werden natürlich ohnehin beides kaufen, aber so werden sie halt fast dazu gezwungen, das hat immer einen etwas komischen Beigeschmack.

Das war es dann aber schon und für die DVD gilt wie für das Live-Doppelalbum: Sylvan live in Hochform... Pflichtkauf für Fans und zumindest mal ein Tipp an alle anderen!

Das Doppel-Album und die DVD kommen offiziell Mitte Juli in den Handel, aber beides ist bereits über den Shop auf der Sylvan-Homepage bestellbar und wird dann auch früher ausgeliefert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Leaving Backstage ;-)
Veröffentlicht am: 6.7.2008
Letzte Änderung: 6.7.2008
Wertung: 11/15
...ein Punkt Abzug, weil es hier eben nur die halbe Wahrheit zu sehen gibt...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sylvan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Deliverance 8.50 2
2000 Encounters 11.00 3
2002 Artificial Paradise 10.00 3
2004 X-Rayed 12.00 2
2006 Posthumous Silence 13.00 2
2007 Presets 10.00 2
2008 Leaving Backstage 12.00 1
2009 Force Of Gravity 9.50 2
2012 Sceneries 12.00 1

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