SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Cosmograf - The Hay​-​Man Dreams
23.9.2017
Grobschnitt - Jumbo
22.9.2017
Violent Attitude If Noticed - Ourselves and Otherwise
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
21.9.2017
7C - Compartment C
The Great Discord - The Rabbit Hole
White Moth Black Butterfly - Atone
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Hallelujah
Zanov - Moebius 256 301
Zelinka - Zelinka
ARCHIV
STATISTIK
23880 Rezensionen zu 16316 Alben von 6338 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Christoph Blenker

Camouflage

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; Jazzrock / Fusion; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Lie Low Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Christoph Blenker guitar, keyboards

Gastmusiker

Carsten Hölscher bass (1,2,5,6)
Marcel Bach drums (1,2,5,6)
Leonhard Keller bass (3,4,7,8)
Jonas Wilms drums (3,4,7,8)

Tracklist

Disc 1
1. Peng 6:03
2. Time Is The Key 5:50
3. Aaron 4:28
4. Planet Orange 5:05
5. Rainy Day 6:58
6. Camouflage 7:04
7. Create 5:31
8. Smile 3:52
Gesamtlaufzeit44:51


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Christoph Blenker, ein junger Gitarrist aus deutschen Landen, präsentiert mit „Camouflage“ sein erstes Soloalbum. Als CD ist es bereits im Eigenverlag Ende 2007 erschienen, nun ist es auch weltweit in vielen Online-Shops als Download erhältlich.

Blenker bezeichnet „Fusion“ als seine Leidenschaft, in der er sich musikalisch wiederfindet und ausleben kann. Umso erstaunlicher, dass sich in seiner Werkschau gar nicht mal soviel vordergründige Fusion-Musik findet. Eher schon mag man an Hard Rock oder Prog Metal-Anflüge in den härteren Passagen denken, an melodischen Rock in den sanfteren Ecken. Als professionell ausgebildeter Musiker beherrscht er sein Instrument natürlich tadellos. Auf seinem Album arbeitet er mit zwei unterschiedlichen Rhythmusgruppen als Backing, was sich aber in der Musik nicht merkbar niederschlägt. Beide Fraktionen erledigen ihren Job mit Elan und makellos.

Soloalben, seien sie nun von Gitarristen oder Keyboardern, laufen immer Gefahr Musik um ihrer selbst willen zu produzieren. Nun, schließlich will sich der Hauptdarsteller ja präsentieren und vergißt darüber oftmals seine Mitmusiker und die Komposition. An dieser Gefahrenlinie wandelt auch Blenker entlang. Den acht Songs fehlt so ein bisschen der rote Faden. So wird der Hörer nicht auf eine musikalische Reise mitgenommen, sondern lauscht einer akustischen Ausstellung. Blenker präsentiert seine herausragenden Fähigkeiten an der Gitarre in verschiedenen Stimmungen, mal rauh-rockig, mal verträumt, mal melodisch-zupackend. Dabei riskiert er aber zuwenig, so wirkt das alles etwas zu gefällig. Die Songs haben meist zuwenig Widerhaken, um sich wirklich in die Gehörgänge zu fräsen und um für Aha-Momente zu sorgen.

Gute Ansätze sind vorhanden, so bläßt einen gleich der fast schon progmetallische Opener mit dem passenden Titel „Peng“ die Ohren frei. Hier klingt Blenkers Musik fast ein bisschen wie eine gemäßigte Version von Panzerballett. „Planet Orient“ spielt geschickt mit dem Gegensatz aus hardrockigem Gebratzel und orientalischen Melodien und der Titelsong „Camouflage“ paart Rockiges mit elektronischen Spielereien und Samples (so dass man hier ein bisschen an Counter-World Experience erinnert wird). Das abschließende „Smile“ fällt stilistisch mit leichten Country-Untertönen etwas aus dem Rahmen, ist aber von der Aufnahme her auch etwas älter. Dazwischen klingt Blenker nicht selten wie eine ruhigere Ausgabe von Jeff Beck zu Zeiten von „Blow by Blow“ und „Wired“.

Blenkers Debüt bietet lässige bis rockige Instrumentalmusik, die im Moment wahrscheinlich noch vorwiegend andere Musiker ansprechen dürfte. Aber mit seinem Talent ist hier noch viel Potenzial für weitere Werke, insbesondere, wenn sich Blenker vielleicht stärker in einen Bandkontext begibt und damit auch mehr „Feeling“ in seine Musik bringt.

Anspieltipp(s): Peng, Camouflage
Vergleichbar mit: ein bisschen JazzMetal a la Panzerballett oder Counter-World Experience, ein bisschen Fusion a la Jeff Beck, ein bisschen Satriani & Vai
Veröffentlicht am: 29.7.2008
Letzte Änderung: 30.7.2008
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum